Testament der Witwe Ostendorff
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Telgte A, 1159
A 906, 6
Telgte A
Telgte A >> Archivalien fremder Provenienz >> Rapiarium des Notars Johannes Langen
1712
Enthält: 6.Magdalena Ahagen, Witwe Johann Oistendorffs, errichtet ihr Testament. Als Haupterben ordnet sie alle ihre Kinder an: Johann Heinrich Oistendorff und dessen Ehefrau Anna Maria Kösters, die Eheleute Heinrich Averfeldt und Anna Maria Oistendorff sowie die von Caspar Wallmeyer und ihrer verstorbenen Tochter Gertrud Oistendorff gezeugten fünf Kinder, den von Franz Heinrich Funke und Catharina Maria Oistendorffs gezeugten Sohn Arnd Heinrich, die Eheleute Michael Heinrich und Maria Elisabeth Ostendorff. Diese sollen das Erbe unter sich teilen. Ihrem Sohn Michael Heinrich sollen der vor dem Dieck- oder Münstertor gelegene Schafstall mit allen zugehörigen Kämpen und dem Garten, dem dazugekauften Busch, welcher zu Land gemacht worden ist, und mit allen darauf sprechenden Urkunden herausgeben werden. Ferner sollen sie diesem zuteilen ihr Haus am Markt mit allem Zubehör, den an der Mühle und dem Kolk an der Ems gelegenen Garten, das Brauhaus die Stallungen und Gehöfte, insbesondere die Braupfanne und die dazugehörigen Braugerätschaften wie Braubütte, Kohlfähren, Fäßer und Tonnen, ferner die zum Backofen gehörigen Gerätschaften. Dagegen soll er den anderen benannten Erben 2300 Rt. zahlen, wovon freilich seine, des Michael Heinrich Filialquote abgezogen werden muß. Von diesem Geld der 2300 Rt. soll er die von der Testatorin und ihrem verstorbenen Mann in der Kirche fundierten sechs Messen resp. die dazu legierten 100 Rt. Memoriengelder und 20 Rt. an die Neuen und Alten Armen zu Telgte geben. Davon soll er auch jeweils auf Fronleichnam und am Feste St. Bartholomei zwölf Schilling austeilen. Falls einer der anderen Erben sich gegen dieses Testament sperrt, soll er nur die legitime Quote bekommen, das übrige fällt dann ihrem Sohn Michael Heinrich zu. Ihrer Tochter legiert sie ein Stück Gartenland auf dem alten Hagen neben Schwerbrocks Zugarten. Einen Garten erhalten auch alle übrigen benannten Erben.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:53 MEZ