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(Erwerb 26/2009) (Bestand)
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Der Vater des Schenkers Gerd Lamprecht, Dr. Paul Lamprecht (1892-1976), hatte seit den 1930er Jahren - u.a. aufgrund der Vorarbeiten seines Vaters, C. A. W. Lamprecht (1861-1942) - eine Dokumentation über die Ahnenstämme seiner Eltern zusammengestellt (letzter Stand vom Januar 1973): Ahnenstämme der Familien Lamprecht (Aschersleben) und Born (Dodenau/Eder). Der ältere Bruder des Schenkenden, Dr. Werner Lamprecht (1931-2008), hat über die Lübecker Vorfahren drei Monografien geschrieben (siehe Dienstbibliothek des Archivs!) und im Selbstverlag herausgegeben. Sie beruhen auf den persönlichen und geschäftlichen Hand- und Druckschriften, Dokumenten und Gemälden bzw. Fotografien, die immer an den jeweils ältesten männlichen Namensträger weitergereicht wurden:
Philipp Caspar Lamprecht d.J. (1770-1845), Lübeckscher Landpastor in Behlendorf (darin auch: Philipp Caspar Lamprecht d.Ä. (1695-1757), Senator in Lübeck sowie dessen Sohn Gerhard Hinrich Lamprecht (1738-1814), kaiserl. Notar in Lübeck), Wiehl 2006; Paul Heinrich Lamprecht (1817-1873), Dr. jur. in Göttingen, Wiehl 1972; August Lamprecht (1820-1904), Kgl. Bayerischer Hofapotheker in Bamberg, Wiehl 2002.
Die jeweils ältesten männlichen Namensträger sind:
1491 - 1660 Fünf Generationen des Namens Lamprecht in Aschersleben werden u.a. als Hofbesitzer erwähnt; durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) sind - außer wenigen Angaben über Steuerzahlungen - keine persönlichen Dokumente vorhanden.
1630 - 1690 Andreas Lamprecht, geb. Aschersleben 27.10.1630, gest. Basthorst (Lauen-burg) 22.01.1690, stud. Leipzig u. Helmstedt, Pastor in Basthorst, Mitglied der fruchtbringenden Gesellschaft; 2mal verh. I: 10.07.1661 mit Anna Bielfeld, gest. Basthorst 29.04.1667; II: Basthorst 13.04.1668 mit Engel Bromius, get. Berge-dorf
24.05.1649, gest. Basthorst 25.08.1690.
Andreas Lamprecht berichtet über sein Leben im Kirchenbuch von Basthorst (vgl. "Lauenburgische Heimat", Zeitschrift des Heimatbundes Herzogtum Lauenburg e.V., Heft 1, Januar 1929, S. 9-15: "Aus dem Leben eines Lauenburgischen Pastoren des 17. Jahrhunderts" von Pastor Kurt Feilcke).
1690 - 1718 Christian Andreas Lamprecht, geb. Basthorst 07.11.1669, gest. Nusse 21.04.1718, Mag. Theol., Pastor in Basthorst und Nusse, vorübergehend in Bergedorf; verm. Nusse 17.09.1691 mit Maria Elisabeth Reuter, geb. Nusse ....1671, gest. ebd. 02.12.1741.
1718 - 1757 Philipp Caspar Lamprecht d.Ä., geb. Basthorst 23.01.1695, gest. Lübeck 08.06.1757, stud. Jena u. Halle, J.U.Dr. (Kiel), Advokat und Senator in Lübeck; verm. ebd. 14.03.1737 mit Margaretha Christine Wöhrmann, geb. 01.04.1672, gest. 21.01.1735.
1757 - 1814 Gerhard Hinrich Lamprecht, geb. Lübeck 26.10.1738, gest. ebd. 15.03.1814, J.U.Dr., kaiserl. Notar zu Lübeck, verm. mit Engel Catharina Vogel, geb. 28.02.1741, gest. Lübeck 18.01.1823.
1814 - 1845 Philipp Caspar Lamprecht d.J., geb. Lübeck 18.09.1770, gest. ebd.
30.03.1845, seit 1810 Pastor in Behlendorf, verm. 19.06.1814 mit Marianne Elisabeth Weidemann, geb. 23.12.1790, gest. Bamberg 19.05.1850.
1845 - 1873 Paul Heinrich Lamprecht, geb. Behlendorf 19.05.1817, gest. Göttingen 03.06.1873, Dr. jur. ebd., verm. Göttingen 15.07.1849 mit Johanne Dorothea Friederike Steinbach, geb. Göttingen 15.02.1823, gest. ebd. 07.03.1896.
1873 - 1904 Johann August Philipp Anton Lamprecht, geb. Behlendorf 04.02.1820, gest. München 08.01.1904, seit 1856 Kgl. Bairischer Hofapotheker zu Bamberg, verm. Lübeck 23.04.1850 mit Marie Magdalene Grebe, geb. 21.02.1826, gest. Bamberg 03.04.1868.
1904 - 1942 Carl August Wilhelm Lamprecht, geb. Göttingen 11.12.1861, gest. Bad Pyrmont 11.12.1942, Kgl. Preuss. Gerichtsassessor, Amtsrichter, Landrichter, seit 1906 Oberlandesgerichtsrat zu Hamburg, verm. Bad Pyrmont 09.10.1890 mit Wilhelmine Luise Caroline Marie Gösling, geb. Bad Pyrmont 30.11.1866, gest. ebd. 27.01.1937.
1942 - 1976 Johannes Ernst Friedrich Paul Lamprecht, geb. Hamburg 23.10.1892, gest. Mannheim 23.11.1976, stud. Rostock u. Heidelberg, Dr. jur., Justitiar und Kaufmann in Mannheim
1976 - 2008 Werner Paul Lamprecht, geb. Mannheim 1931, gest. Wiehl 01.11.2008, Speditionskaufmann, stud. Heidelberg, Dr. jur., Rechtsanwalt und Justitiar in Wiehl.
seit 2008 Gerhard Hinrich (Gerd) Lamprecht.
(nach den Angaben des Schenkenden).
Dr. Jan Lokers
Lübeck, Juni 2009
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Der Bestand ist über eine sehr detaillierte Abgabeliste gut erschlossen. Schwerpunkte des Bestandes sind: Lebensläufe (Selbstzeugnisse, Reisebeschreibungen, Würdigungen, Briefe von Freunden und Verwandten, Inventar- und Bücherlisten, Kostenaufstellungen, Scherenschnitte, Gemälde, Fotografien, Liebhabereien) sowie berufliche bzw. geschäftlich-unternehmerische Aktivitäten.
Auch auf der Basis dieser Unterlagen erschienen im Selbstverlag drei Monografien (siehe Dienstbibliothek des AHL): Philipp Caspar Lamprecht d.J. (1770-1845), Lübeckscher Landpastor in Behlendorf (darin auch: Philipp Caspar Lamprecht d.Ä. (1695-1757), Senator in Lübeck sowie dessen Sohn Gerhard Hinrich Lamprecht (1738-1814), kaiserl. Notar in Lübeck) Wiehl 2006; Paul Heinrich Lamprecht (1817-1873), Dr. jur. in Göttingen Wiehl 1972; August Lamprecht (1820-1904), Kgl. Bayerischer Hofapotheker in Bamberg, Wiehl 2002.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.