Zentralbehörden: Ministerium für politische Befreiung (Bestand)
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501
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Land Hessen >> Behörden und Einrichtungen der Nachkriegszeit >> Zentralbehörden
ca. 1945-1955
Enthält: 180 lfm Akten und Karteien 1945-1955 betr. Personal, Organisation und Tätigkeit des Ministeriums, der Spruchkammern sowie der Internierungs- und Arbeitslager.
Gesetzgebung betr. die Entnazifizierung.
Verkehr mit alliierten Stellen und anderen Bundesländern, Tagungen und Konferenzen über Fragen der Entnazifizierung, besondere Rechtsprobleme, Überprüfung von Spruchkammerentscheidungen, Sperrung und Entsperrung von Vermögenswerten, Einsetzung von Treuhändern für die von der Entnazifizierung betroffenen Betriebe, Weiterbeschäftigung der vom Befreiungsgesetz betroffenen Personen, Vollstreckungs- und Gnadensachen sowie Abwicklung des Ministeriums.
Bestandsgeschichte: Nach Auflösung des Abwicklungsamtes im Jahre 1953 gelangten die Akten des Ministeriums für politische Befreiung über die Staatskanzlei an das Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Ministerium wurde Ende 1945 gegründet als 'Ministerium für Wiederaufbau und politische Bereinigung der Wirtschaft'. Zu Beginn des Jahres 1946 wurde der Titel in 'Ministerium für Wiederaufbau und politische Befreiung' geändert. Nachdem im Herbst 1946 die Wiederaufbauabteilung an das Innenministerium (s. Abt. 503) übergeben worden war, bestand das Ministerium als 'Ministerium für politische Befreiung' fort. Am 1.11.1949 im Zuge der Verwaltungsreform dem Ministerpräsidenten unterstellt, wurde es durch Erlass des Hessischen Ministerpräsidenten vom 26.11.1949 (StAnz. 1950 S. 21) in 'Abwicklungsamt des Ministers für politische Befreiung' umgewandelt und im Laufe des Jahres 1953 ganz aufgelöst. Ihm nachgeordnet waren die Spruchkammern (s. Abt. 520) und die Arbeitslager (s. Abt. 521-525). Die Rechtsabteilung war Berufungsinstanz in Spruchkammerverfahren.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Findbuch von Bernward Helfer, 1978
Bearbeiter: Wolf-Arno Kropat, 1964 ff.
Bearbeiter: Bernward Helfer, 1977-1978
Gesetzgebung betr. die Entnazifizierung.
Verkehr mit alliierten Stellen und anderen Bundesländern, Tagungen und Konferenzen über Fragen der Entnazifizierung, besondere Rechtsprobleme, Überprüfung von Spruchkammerentscheidungen, Sperrung und Entsperrung von Vermögenswerten, Einsetzung von Treuhändern für die von der Entnazifizierung betroffenen Betriebe, Weiterbeschäftigung der vom Befreiungsgesetz betroffenen Personen, Vollstreckungs- und Gnadensachen sowie Abwicklung des Ministeriums.
Bestandsgeschichte: Nach Auflösung des Abwicklungsamtes im Jahre 1953 gelangten die Akten des Ministeriums für politische Befreiung über die Staatskanzlei an das Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Ministerium wurde Ende 1945 gegründet als 'Ministerium für Wiederaufbau und politische Bereinigung der Wirtschaft'. Zu Beginn des Jahres 1946 wurde der Titel in 'Ministerium für Wiederaufbau und politische Befreiung' geändert. Nachdem im Herbst 1946 die Wiederaufbauabteilung an das Innenministerium (s. Abt. 503) übergeben worden war, bestand das Ministerium als 'Ministerium für politische Befreiung' fort. Am 1.11.1949 im Zuge der Verwaltungsreform dem Ministerpräsidenten unterstellt, wurde es durch Erlass des Hessischen Ministerpräsidenten vom 26.11.1949 (StAnz. 1950 S. 21) in 'Abwicklungsamt des Ministers für politische Befreiung' umgewandelt und im Laufe des Jahres 1953 ganz aufgelöst. Ihm nachgeordnet waren die Spruchkammern (s. Abt. 520) und die Arbeitslager (s. Abt. 521-525). Die Rechtsabteilung war Berufungsinstanz in Spruchkammerverfahren.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Findbuch von Bernward Helfer, 1978
Bearbeiter: Wolf-Arno Kropat, 1964 ff.
Bearbeiter: Bernward Helfer, 1977-1978
198,125 m
Bestand
Literatur: Armin Schuster: Die Entnazifizierung in Hessen, Wiesbaden 1999 (Veröffentlichung der Historischen Kommission für Nassau 66).
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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17.06.2025, 12:53 PM CEST