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Unterbringung der Brandgeschädigten des zu Altenseelbach am 29.07.1783 entstandenen Brandes
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Freier Grund Sel- und Burbach >> 2. Sayn-Hachenburgische Regierung >> 2.10. Verbrechen und Strafen, Brandsachen, Falschgeld
1783-1788
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Feststellung der unbewohnten Gebäude im Saynischen zwecks Unterbringung der Brandgeschädigten zu Altenseelbach und Zuweisung von provisorischen Wohnungen oder gekauften Gebäuden seitens der Regierung zu Hachenburg; Berichte aus diversen saynischen Gemeinden über freistehende Gebäude; Gesuche diverser Brandgeschädigter zu Altenseelbach um Unterstützung beim Wiederaufbau ihrer Häuser und um Erlass von Abgaben; Organisierung und Überlassung von Bauholz und anderer Baumaterialien für die Wiedererrichtung abgebrannter Gebäude; Klassifikation der Seelbacher Untertanen nach ihren Vermögensumständen (1784); Beschwerde des Johann Adam Wirth zu Wahlert über die Überlassung seines leer stehenden Gebäudes an Brandgeschädigte zu Altenseelbach (1784); Supplik des Ludwig Köster zu Neunkirchen wegen des Wiederaufbaus des Hauses der Witwe des Philipp Kober junior zu Seelbach (1784); Quittungen von Brandgeschädigten über erhaltene finanzielle Unterstützungen aus gesammelten Kollektengeldern; Beitreibung der Seelbacher Kollektengelder sowie deren Verteilung auf die Brandgeschädigten; Hausbau des Johann Peter Ebener zu Seelbach; Vorschuss von Bauholzfuhrlöhnen aus der Landkasse für die Brandgeschädigten zu Seelbach; Gesuch der Gemeinde Seelbach um eine Beisteuer zur Anschaffung einer Glocke (1788). Korrespondenten u.a.: Reusch (Neunkirchen), Strauß (Höchstenbach), Schwindt (Altstadt), Schlosser (Püscheid), J. H. Baltzar (Püscheid), Wredow (Hachenburg), von Beust (Hachenburg), Wachs (Maxsain), Göbel (Schöneberg), Schlosser (Schöneberg), Zeuner (Höchstenbach), Sartorius (Kirburg), J. A. Müller (Kroppach), Amtmann Bechtold (Neunkirchen), Amtmann Niesener (Neunkirchen), Freudenberg (Hachenburg), Johann Adam Wirth (Wahlert), Aktuar Ludwig Köster (Neunkirchen), Maria Catharina Stüns (Seelbach).
109 Bl.
Sachakte
vgl. dazu Regierungsbezirk Arnsberg Kartensammlung 1475
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.