Ephoralarchiv Wunstorf (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner
D 42
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> D - Deposita
1421-2000
Bestandsgeschichte: Zur Geschichte des Kirchenkreises "Schon im 9. Jahrhundert war Wunstorf ein wichtiger Mittelpunkt kirchlichen Lebens im Kalenberger Lande. Das Stift, das 871 gegründet wurde, hatte zunächst die Aufgabe, fern und nah das Evangelium zu predigen. Daher wuchs sein Ansehen und mit ihm der Ort Wunstorf, der sich zur Stadt entwickelte. Es nimmt nicht wunder, dass seit 1589 mit dem Pfarramt der Stiftskirche die Superindendentur verbunden ist, die von 1593-1650 und 1695-1726 von den Generalsuperintendenten des Sprengels Calenberg verwaltet wurde. Die Grenzen der alten Inspektion Wunstorf haben sich im Laufe der Zeit mehrfach geändert. Ursprünglich waren auch die Kirchengemeinden Horst, Kirchwehren, Limmer, Marienwerder, Osterwald, Schloß Ricklingen und Seelze angeschlossen. Als dann hier 1811 eine Superintendentur errichtet wurde, gehörte auch Schloß Ricklingen der neuen Inspektion an. Nach Aufhebung der Superintendentur Seelze um 1860 verblieb die Kirchengemeinde bis 1954 in der Inspektion Neustadt. Seitdem ist Schloß Ricklingen wiederum dem Kirchenkreise Wunstorf angegliedert. Horst und Odenwald wurden in die Inspektion Neustadt, Kirchwehren, Limmer, Marienwerder und Seelze in die Inspektion Limmer aufgenommen. In neuester Zeit verlor der Kirchenkreis Wunstorf auch die Kirchengemeinde Stemmen an den Kirchenkreis Ronnenberg." Mit diesen Worten gab Pastor Fritz Garbe 1958 einen kurzen Einblick in die wechselnde Zusammensetzung der Kirchenkreises Wunstorf (nachzulesen in: Inventare kirchlicher Archive Niedersachsens. Bd. 2 [Heft 13: Inventare der Archive des Kirchenkreises Wunstorf], Göttingen 1958, S. 66). Die räumliche Entwicklung des Kirchenkreises Wunstorf war damit jedoch nicht abgeschlossen: Mit Wirkung vom 1. Januar 2001 schlossen sich die Kirchenkreise Neustadt am Rübenberge und Wunstorf zum Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf mit Sitz in Neustadt zusammen. Der Bestand als Depositum im Landeskirchlichen Archiv Die Unterbringung des Ephoralarchivs Wunstorf (ca. 50 Regalmeter) ließ sich mangels Platzes in Neustadt am Rübenberge nicht verwirklichen. Deshalb wurde das Archiv dem Landeskirchlichen Archiv Hannover Mitte 2005 übergeben, wo es als Bestand "D 42 Ephoralarchiv Wunstorf" deponiert wurde. Der Kern des vorliegenden Findbuches entstand im Jahr 1956; Verfasser ist Dr. Achim Gercke. Ergänzungen durch Einarbeitung der für archivwürdig befundenen Teile der Altregistratur wurden 1985 und 1986 von Dr. Helmut Speer und Jörg F. Girmann (Landeskirchliches Archiv Hannover) vorgenommen. Das 1986 entstandene Findbuch ist 2007 in die EDV-Version umgesetzt worden. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden, wobei jedem Eintrag eine neue Bestellnummer zugewiesen wurde, die sich an die alte Verzeichnung anlehnt. Auf eventuelle Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen. Über Geschichte und Entwicklung des Kirchenkreises Wunstorf könnte weiteres im Landeskirchlichen Archiv Hannover aufbewahrtes Archivgut nutzbringend herangezogen werden: die Bestände A 6 (Pfarrbestellungsakten), A 9 (Visitationsakten), L 5a (Landessuperintendentur Calenberg-Hoya) und L 5d (Landessuperintendentur Hannover).
50 lfd. M.
Bestand
Literatur: Fritz Garbe: Inventare kirchlicher Archive Niedersachsens. Bd. 2 [Heft 13: Inventare der Archive des Kirchenkreises Wunstorf]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
18.04.2025, 00:41 MESZ
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