Verkauf einer jährlichen Erbrente
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E1 A 119
Vorl. Nr.: 128
119
E1 A Urkunden
Urkunden >> Rathausarchiv
11. November 1577
Enthält: Vor Arnolt Aßemecher, Schultheiß u. Schöffe, sowie Pfaff Johan, Peter Merschem, Horster Theiß, Johan Smit und Merten Reimbs, Schöffen des Gerichts und der Herrlichkeit Müddersheim (Muddershem), verkaufen die Eheleute Werner v. Kinßweiler ( -tz-) und Anna Roettkirchen an Elisabeth v. Hanxler, Tochter der t Godhart v. Hanxler und Anna v . Guilich, eine jährliche Erbrente von 20 Reichstaler und 20 Malter Korn Kölner Maßes, zahlbar auf St. Martinstag den 1 1 . N ov. in Köln, gegen die Summe von 1000 Reichstaler Zum Unterpfand haben sie gesetzt ihr Gut zu Müddersheim von 100 Morgen Ackerland, weitgehend hinter dem Busch auf Erp (Erph) zu im Galgenfelde, im einzelnen: 5 Morgen weniger 1 Viertel in drei Stücken, stoßend auf die 9 Viertel Kirchenland und vorn auf den Busch; 4 Morgen 1 Viertel längs dem Busch, stoßend auf die Horster 7 Morgen und mit der anderen Ecke auf Grieß Mhar; 3 Mg . zwischen den zwei Büschen und längs den 10 Morgen des Herrn zu Müddersheim; 1 Morgen auf dem Erper Weg längs dem Heckacker; 7 Morgen an der Graeßmhar längs den Horster 7 Morgen ; 10 Morgen 1 Viertel , stoßend auf die Horster 5 Morgen und mit einer Ecke auf die Dricht, mit der anderen auf den Broder Morgen; 9 Morgen im Wetzelßwinckell längs dem Busch, stoßend die 2 Morgen des Schultheißen zu Müddersheim; 15 1/2 Morgen im selben Feld, wodurch der Poller Weg geht, stoßend auf die Brembtten 16 Morgen und den Heckacker, 10 Morgen 1 Viertel im Roedt, wodurch der Gladbacher Weg nach Erp geht, seitlich zwischen dem Gladbacher Gewann und den Heck 8 Morgen sowie stoßend auf Treinen van Merschem 3 1/2 Morgen ; 5 Morgen auf dem Bergh, stoßend auf die Horster 14 Morgen und die 1 8 Morgen des Herrn zu Müddersheim; 3 Viertel ebenda, stoßend auf die Horster 14 Morgen und längs Theiß Drenckes Land; 5 Viertel dabei, auf der anderen Seite neben Theiß Drenckes und stoßend auf die 5 Viertel der Kirche; 1 5 1/2 Morgen an der Thonis Mhar längs Brembtten 16 Morgen und auf der anderen Seite bei Treinen van Merschem Land; 1 Morgen auf dem Pingsheimer (Pinxsemer) Weg am Thonismhar längs dem Morgen des Schultheißen von Müddersheim; 7 Morgen weniger 1 Viertel im Buxfeldt, stoßend auf die von Weiler (Weyler) nach Poil (Pöll) führende Straße, wo der Gladbacher Weg nach Erp hindurchgeht; 1 Morgen an dieser Straße längs dem 1/z Morgen des Schultheißen von Müddersheim, stoßend auf den Both Morgen ; 2 Morgen im selben Feld längs Treinen van Merschen, stoßend auf das Erper Land; 4 1/z Morgen ebenda längs den 2 1/2 Morgen der Vikarie Unser Lieber Frauen, stoßend auf Land des Schöffen Johan Smit; 3 1/2 Morgen im Buxjeldt längs den Heck 5 Morgen , stoßend auf die Brembtten 8 Morgen Der Rückkauf erfolgt nach halbjähriger Vorankündigung mit 1000 Reichstaler in ihrem Hause in Köln. Bei der Zahlung der Rente soll der Malter Roggen mit 2 Reichstaler berechnet werden.
Archivale
Aussteller: Siegler: Werner, sein Bruder Johann v . Kinßweiler, Herr zu Müddersheim, als Grundherr sowie Schultheiß und Schöffen mit ihrem Amtssiegel. Unterschr. : Werner, Johann; Godefridus Voiß , Gerichtsschreiber
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:51 MEZ