Korrespondenz von Alfred Walter Heymel an Carl Enders
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TNL Enders, HHI.2010.1000.146
HHI.TNLENDERS Teilnachlass Carl Enders
Teilnachlass Carl Enders >> Archivalie – Korrespondenz
1907
Beilage: 1 masch. Dg., Bonn, 22.10.1907 - Carl Enders an Alfred Walter Heymel
Bremen, den 25.10.1907:
Sehr geehrter Herr Doktor!
Für Ihre liebenswürdigen Zeilen sage ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank. Sie haben vollkommen recht, wenn Sie annehmen, dass Ihre liebevolle Arbeit über Rainer Maria Rilke der Anlass dazu gewesen ist, dass ich Ihnen die Schröderschen Bücher senden ließ, um Sie mit einem Talente bekannt zu machen, dass meiner Meinung nach neben Borchardt sprachlich vielleicht das Bedeutendste ist, das in unserer Sprache dichtet. Es sollte mich sehr freuen, wenn Sie, geehrter Herr Doktor, Zeit finden würden, sich mit dieser merkwürdigen Begabung, die seltsamerweise in Deutschland noch so gut wie unbekannt ist, zu beschäftigen. Sehr dankbar würde ich Ihnen sein, wenn Sie mir, falls Sie gelegentlich Zeit hätten, wenige Zeilen über den Eindruck, den Sie bei der Lektüre dieser Bücher haben werden, schreiben würden.
Mit meinen besten Empfehlungen
Ihr aufrichtig ergebener Alfred Walter Heymel
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
Bremen, den 25.10.1907:
Sehr geehrter Herr Doktor!
Für Ihre liebenswürdigen Zeilen sage ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank. Sie haben vollkommen recht, wenn Sie annehmen, dass Ihre liebevolle Arbeit über Rainer Maria Rilke der Anlass dazu gewesen ist, dass ich Ihnen die Schröderschen Bücher senden ließ, um Sie mit einem Talente bekannt zu machen, dass meiner Meinung nach neben Borchardt sprachlich vielleicht das Bedeutendste ist, das in unserer Sprache dichtet. Es sollte mich sehr freuen, wenn Sie, geehrter Herr Doktor, Zeit finden würden, sich mit dieser merkwürdigen Begabung, die seltsamerweise in Deutschland noch so gut wie unbekannt ist, zu beschäftigen. Sehr dankbar würde ich Ihnen sein, wenn Sie mir, falls Sie gelegentlich Zeit hätten, wenige Zeilen über den Eindruck, den Sie bei der Lektüre dieser Bücher haben werden, schreiben würden.
Mit meinen besten Empfehlungen
Ihr aufrichtig ergebener Alfred Walter Heymel
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
1 maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändiger Unterschrift
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Bremen-Horn - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.11.2025, 11:59 MEZ