Zentralinstitut für sozialistische Wirtschaftsführung beim ZK der SED
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Gliederung
BArch DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Am 17.06.1965 beschloss das Sekretariat des ZK die Bildung des Zentralinstituts für sozialistische Wirtschaftsführung beim ZK als Aus- und Weiterbildungsstätte für leitende Wirtschaftsfunktionäre insbesondere aus den Bereichen Industrie, Bau- und Verkehrswesen, Binnenhandel und Außenwirtschaft. Im Nov. 1965 nahm das Institut seine Arbeit auf. Es wurde durch die Abt. Sozialistische Wirtschaftsführung angeleitet und hatte seinen Sitz in Berlin-Rahnsdorf. Als Direktor wirkte bis 1989 Helmut Koziolek. Die verantwortlichen Sekretäre des ZK waren Günter Mittag (1965-1973, 1976-1989) und Werner Krolikowski (1973-1976, 1989). Das Institut war in Abteilungen gegliedert, zuständig für die Bereiche sozialistische Wirtschaftsführung, Leitung und Planung der Reproduktion, Wirtschafts- und Leitungsorganisation, sozialistische Menschenführung, Lehrorganisation und -methodik, Information und Dokumentation, Koordinierung der Forschung und Kaderfragen. Es sollte die Einführung des Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung der Volkswirtschaft (NÖS) theoretisch unterstützen, den leitenden Wirtschaftsfunktionären die erforderlichen Kenntnisse vermitteln und die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung und Forschung ausbauen. Darüber hinaus hatte es die politischen Führungsgremien (PB, Sekretariat des ZK, MR) bei der Vorbereitung grundsätzlicher wirtschaftspolitischer Entscheidungen und der Ausarbeitung der Methoden sozialistischer Wirtschaftsführung zu beraten. Das Institut arbeitete eng mit der Akademie für Gesellschaftswissenschaften, der Parteihochschule, den Industrieministerien und Instituten für sozialistische Wirtschaftsführung an den Universitäten und Hochschulen zusammen. Der Direktor war zugleich Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates für die wirtschaftswissenschaftliche Forschung bei der Akademie der Wissenschaften. International kooperierte es mit vergleichbaren Einrichtungen in anderen sozialistischen Ländern und mit Forschungsinstituten des RGW. Ergänzende Überlieferung befindet sich in den DY30-Teilbeständen PB, Sekretariat des ZK, Büro Mittag, Büro Krolikowski, Abt. Sozialistische Wirtschaftsführung sowie weiteren wirtschaftspolitischen Abteilungen. 16 lfm (teilweise unbearbeitet), 1965-1989
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 11:35 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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