Nachlass Prinz Ludwig von Baden (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Sammlung 1995 N Ludwig
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Dynastie und Regierung >> Großherzogliches Haus >> Nachlässe >> Prinz Ludwig
1867-1908
Überlieferungsgeschichte
Vermutlich aus dem Karlsruher Schloss 1919 ins Neue Schloss in Baden-Baden verlagert. 1995 mit anderen Archivalien für das Generallandesarchiv Karlsruhe erworben.
Inhalt und Bewertung
Schulzeit, Militärdienst und Universitätsbesuch des Prinzen Ludwig Wilhelm (1865-1888), umfangreiche Familienkorrespondenz
Überlieferung: Bei der Erwerbung von Archiv- und Bibliotheksgut aus Schloss Baden-Baden im Jahr 1995 fand sich auch ein geschlossener Bestand von Unterlagen des Prinzen Ludwig Wilhelm von Baden, des jüngeren Sohnes Großherzog Friedrichs I. und Großherzogin Luises.Vermutlich waren sie als feierlich gehütetes Vermächtnis des früh verstorbenen Prinzen im Karlsruher Schloss verwahrt und 1919 nach Baden-Baden verbracht worden. Im Generallandesarchiv wurde der Bestand durch Frau Hiltburg Köckert unter der Leitung von Hansmartin Schwarzmaier erschlossen. Das handschriftliche Verzeichnis wurde 2011 durch Frau Angelika von Schenck in online-Fassung gebracht, Titelaufnahmen und Gliederung wurden bei diesem Anlass vom Unterzeichneten stark überarbeitet.
Biografie: Prinz Ludwig Wilhelm wurde am 12. Juni 1865 als drittes Kindes des Großherzogspaars in Schloss Baden-Baden geboren. Er erhielt Unterricht in der Friedrich-Schule am Karlsruher Hof - die auch von ausgewählten Adligen und Bürgerlichen besucht wurde - und machte dort das Abitur. Nach dem Militärdienst bei den Badischen Leibgrenadieren und dem Garde-Ulanen-Regiment in Potsdam studierte er ab Herbst 1886 Rechts- und Staatswissenschaften, Geschichte und Philosophie in Heidelberg, ein Jahr später auch Finanzwissenschaft in Freiburg. Dort starb er am 23. Februar 1888 ganz unerwartet, nach offizieller Version an galoppierender Lungenentzündung. Gerüchte über einen gewaltsamen Tod im Duell durften nicht erwähnt werden; das großherzogliche Haus hielt an dem ärztlichen Befund fest. Ludwig stand seiner Mutter nahe; zahlreiche, zeitweise tägliche Briefe belegen ihre besondere Liebe. Durch die Kränklichkeit seines älteren Bruders, des Erbgroßherzogs Friedrich, wurde auf seine Erziehung besonderer Wert gelegt, um ihn auf ein hohes Staatsamt vorzubereiten, vielleicht auf die Regentschaft. Seit 1887 gehörte er der 1. Kammer der Landstände an.
Inhalt: Der Nachlass spiegelt alle Lebensstationen zwischen Schule, Militär, Reisen und Studium, mit Zeugnissen, Schul- und Kollegheften, zugleich Repräsentationspflichten eines nachgeborenen Prinzen. Die Briefe und Telegramme stammen überwiegend aus der Familie (auch der Hohenzollern) oder von Freunden; hervorzuheben sind die Briefe seiner Mutter, seines Bruders Friedrich, seiner Schwester Viktoria und seines Vetters Prinz Max, mit dem er befreundet war. Nicht alle Korrespondenzpartner ließen sich identifizieren. Zahlreiche Porträtfotos des Prinzen finden sich in der Großherzoglichen Fotosammlung, GLA 69 Baden Sammlung 1995 F I. Karlsruhe, im Februar 2011 Hansmartin Schwarzmaier / Konrad Krimm
Literatur: Friedrich von Weech (Hg.), Badische Biographien, 4. Teil, Karlsruhe 1891, S. 5-6
Vermutlich aus dem Karlsruher Schloss 1919 ins Neue Schloss in Baden-Baden verlagert. 1995 mit anderen Archivalien für das Generallandesarchiv Karlsruhe erworben.
Inhalt und Bewertung
Schulzeit, Militärdienst und Universitätsbesuch des Prinzen Ludwig Wilhelm (1865-1888), umfangreiche Familienkorrespondenz
Überlieferung: Bei der Erwerbung von Archiv- und Bibliotheksgut aus Schloss Baden-Baden im Jahr 1995 fand sich auch ein geschlossener Bestand von Unterlagen des Prinzen Ludwig Wilhelm von Baden, des jüngeren Sohnes Großherzog Friedrichs I. und Großherzogin Luises.Vermutlich waren sie als feierlich gehütetes Vermächtnis des früh verstorbenen Prinzen im Karlsruher Schloss verwahrt und 1919 nach Baden-Baden verbracht worden. Im Generallandesarchiv wurde der Bestand durch Frau Hiltburg Köckert unter der Leitung von Hansmartin Schwarzmaier erschlossen. Das handschriftliche Verzeichnis wurde 2011 durch Frau Angelika von Schenck in online-Fassung gebracht, Titelaufnahmen und Gliederung wurden bei diesem Anlass vom Unterzeichneten stark überarbeitet.
Biografie: Prinz Ludwig Wilhelm wurde am 12. Juni 1865 als drittes Kindes des Großherzogspaars in Schloss Baden-Baden geboren. Er erhielt Unterricht in der Friedrich-Schule am Karlsruher Hof - die auch von ausgewählten Adligen und Bürgerlichen besucht wurde - und machte dort das Abitur. Nach dem Militärdienst bei den Badischen Leibgrenadieren und dem Garde-Ulanen-Regiment in Potsdam studierte er ab Herbst 1886 Rechts- und Staatswissenschaften, Geschichte und Philosophie in Heidelberg, ein Jahr später auch Finanzwissenschaft in Freiburg. Dort starb er am 23. Februar 1888 ganz unerwartet, nach offizieller Version an galoppierender Lungenentzündung. Gerüchte über einen gewaltsamen Tod im Duell durften nicht erwähnt werden; das großherzogliche Haus hielt an dem ärztlichen Befund fest. Ludwig stand seiner Mutter nahe; zahlreiche, zeitweise tägliche Briefe belegen ihre besondere Liebe. Durch die Kränklichkeit seines älteren Bruders, des Erbgroßherzogs Friedrich, wurde auf seine Erziehung besonderer Wert gelegt, um ihn auf ein hohes Staatsamt vorzubereiten, vielleicht auf die Regentschaft. Seit 1887 gehörte er der 1. Kammer der Landstände an.
Inhalt: Der Nachlass spiegelt alle Lebensstationen zwischen Schule, Militär, Reisen und Studium, mit Zeugnissen, Schul- und Kollegheften, zugleich Repräsentationspflichten eines nachgeborenen Prinzen. Die Briefe und Telegramme stammen überwiegend aus der Familie (auch der Hohenzollern) oder von Freunden; hervorzuheben sind die Briefe seiner Mutter, seines Bruders Friedrich, seiner Schwester Viktoria und seines Vetters Prinz Max, mit dem er befreundet war. Nicht alle Korrespondenzpartner ließen sich identifizieren. Zahlreiche Porträtfotos des Prinzen finden sich in der Großherzoglichen Fotosammlung, GLA 69 Baden Sammlung 1995 F I. Karlsruhe, im Februar 2011 Hansmartin Schwarzmaier / Konrad Krimm
Literatur: Friedrich von Weech (Hg.), Badische Biographien, 4. Teil, Karlsruhe 1891, S. 5-6
150 Archivalieneinheiten (Nr. 1-142)
Bestand
Zahlreiche Porträtfotos in 69 Baden Sammlung 1995 F I, Foto des Begräbnisses z.B. in GLA 69 von Rotberg A 421.
Friedrich von Weech (Hg.), Badische Biographien, 4. Teil, Karlsruhe 1891, S. 5-6.
Friedrich von Weech (Hg.), Badische Biographien, 4. Teil, Karlsruhe 1891, S. 5-6.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ