Domscholaster und Thesaurar von St. Andreas in Köln, die zusammen mit dem Bonner Propst vom apostolischen Stuhl als Vernehmungsrichter und Exekutoren bestellt, an die Plebane von St. Paul und St. Lupus in Köln sowie an den Notar Heinrich von Isenburg: Sie sollen die Äbtissin Irmgard von Herford unter Androhung der Exkommunikation bitten, ihren Prokurator auf Montag nach Christi Himmelf-ahrt [Juni 1] zu schicken, damit dieser dort eine Abs-chrift der Positionen und Artikel überreicht. Datum a.d. 1299 sabbato post dominicam Cantate.
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Domscholaster und Thesaurar von St. Andreas in Köln, die zusammen mit dem Bonner Propst vom apostolischen Stuhl als Vernehmungsrichter und Exekutoren bestellt, an die Plebane von St. Paul und St. Lupus in Köln sowie an den Notar Heinrich von Isenburg: Sie sollen die Äbtissin Irmgard von Herford unter Androhung der Exkommunikation bitten, ihren Prokurator auf Montag nach Christi Himmelf-ahrt [Juni 1] zu schicken, damit dieser dort eine Abs-chrift der Positionen und Artikel überreicht. Datum a.d. 1299 sabbato post dominicam Cantate.
AA 0248 Essen, Stift, Urkunden (AA 0248)
Essen, Stift, Urkunden (AA 0248) >> 1. Urkunden I (870-1327) >> Johannes gen. der Rote (Rufus) und Heinrich von Isenberg, öffentliche Notare, an den Domscholaster und den Thesaurar von St. Andreas in Köln, vom apostolischen Stuhl delegierte Richter in Sachen der Essener Abtei: Johannes ist von der Äbtissin Beatrix gebeten worden, die Äbtissin Irmgard in Bonn, wo sie sich aufhalten sollte, aufzusuchen, um sie vorzuladen gemäß dem folgend-en Auftrag: [Es folgt die Abschrift des Auftrags von 1299 Mai 23.] Da Johannes die Äbtissin nicht gefunden hat, ist er zusammen mit Heinrich am Freitag nach Himmelfahrt [Mai 29] zum Haus des Magisters Albert, Kanoniker von Mariengraden, gegangen. Sie haben sie aber auch dort nicht gefunden. Sie haben sich darauf sofort zum Hospiz des Magisters Heidenreich gen. Ploch begeben und ihm die Vorladung bekannt gemacht, wie sie es zuvor schon bei Albert getan hatten. Darauf haben sie sie dem Kleriker Johann gen. Grin bekannt gemacht, der sagte, er sei der Prokurator der Äbtissin. Heinrich hat sie ferner am folgenden Sonntag [Mai 31] dem Johann von Remagen (Reymage) bekannt gemacht, der auch Prokurator der Äbtissin zu sein vorgab und behauptete, sie habe sich lange im Haus des Magisters Albert aufgehalten. A.d. 1299.
1299 Mai 23
Diverse Registraturbildner
Pergament
Überlieferungsart: Abschrift
Überlieferungskommentar: in Urkunde von 1299
Überlieferungskommentar: in Urkunde von 1299
Urkunde
Johannes gen. der Rote (Rufus) und Heinrich von Isenberg, öffentliche Notare, an den Domscholaster und den Thesaurar von St. Andreas in Köln, vom apostolischen Stuhl delegierte Richter in Sachen der Essener Abtei: Johannes ist von der Äbtissin Beatrix gebeten worden, die Äbtissin Irmgard in Bonn, wo sie sich aufhalten sollte, aufzusuchen, um sie vorzuladen gemäß dem folgend-en Auftrag: [Es folgt die Abschrift des Auftrags von 1299 Mai 23.] Da Johannes die Äbtissin nicht gefunden hat, ist er zusammen mit Heinrich am Freitag nach Himmelfahrt [Mai 29] zum Haus des Magisters Albert, Kanoniker von Mariengraden, gegangen. Sie haben sie aber auch dort nicht gefunden. Sie haben sich darauf sofort zum Hospiz des Magisters Heidenreich gen. Ploch begeben und ihm die Vorladung bekannt gemacht, wie sie es zuvor schon bei Albert getan hatten. Darauf haben sie sie dem Kleriker Johann gen. Grin bekannt gemacht, der sagte, er sei der Prokurator der Äbtissin. Heinrich hat sie ferner am folgenden Sonntag [Mai 31] dem Johann von Remagen (Reymage) bekannt gemacht, der auch Prokurator der Äbtissin zu sein vorgab und behauptete, sie habe sich lange im Haus des Magisters Albert aufgehalten. A.d. 1299.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:26 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.2. Geistliche Institute (Tektonik)
- 1.2.2. E - H (Tektonik)
- 1.2.2.5. Essen (Tektonik)
- 1.2.2.5.1. Stift (Tektonik)
- Essen, Stift, Urkunden AA 0248 (Bestand)
- 1. Urkunden I (870-1327) (Gliederung)
- Johannes gen. der Rote (Rufus) und Heinrich von Isenberg, öffentliche Notare, an den Domscholaster und den Thesaurar von St. Andreas in Köln, vom apostolischen Stuhl delegierte Richter in Sachen der Essener Abtei: Johannes ist von der Äbtissin Beatrix gebeten worden, die Äbtissin Irmgard in Bonn, wo sie sich aufhalten sollte, aufzusuchen, um sie vorzuladen gemäß dem folgend-en Auftrag: [Es folgt die Abschrift des Auftrags von 1299 Mai 23.] Da Johannes die Äbtissin nicht gefunden hat, ist er zusammen mit Heinrich am Freitag nach Himmelfahrt [Mai 29] zum Haus des Magisters Albert, Kanoniker von Mariengraden, gegangen. Sie haben sie aber auch dort nicht gefunden. Sie haben sich darauf sofort zum Hospiz des Magisters Heidenreich gen. Ploch begeben und ihm die Vorladung bekannt gemacht, wie sie es zuvor schon bei Albert getan hatten. Darauf haben sie sie dem Kleriker Johann gen. Grin bekannt gemacht, der sagte, er sei der Prokurator der Äbtissin. Heinrich hat sie ferner am folgenden Sonntag [Mai 31] dem Johann von Remagen (Reymage) bekannt gemacht, der auch Prokurator der Äbtissin zu sein vorgab und behauptete, sie habe sich lange im Haus des Magisters Albert aufgehalten. A.d. 1299. (Archivale)