Klage auf Erbteilung gemäß jül., köln. und trierischem Brauch zwischen den Geschwistern Hurt von Schöneck, Kindern des jül. Erbmarschalls Emmerich Hurt von Schöneck und der Anna Blanckart (Blankkertz). Die Beklagten haben ihren Schwestern anläßlich deren Hochzeit (Anna 1577, Engel 1586) eine Aussteuer als Abfindung für deren Verzicht auf die elterlichen Erbgüter versprochen. Anna sollte nach Aussage des Klägers von Galen 6000 Goldgulden, nach Aussage des Beklagten 4500 Goldgulden erhalten. Das angebotene Unterpfand, den Hof Pesch im Erzstift Köln, hat von Galen abgelehnt, weil dieser bereits von der Mutter und einer Schwester seiner Frau namens Eva, Witwe des Bernhard von Metternich, zu Leibzuchtrecht in Besitz genommen worden ist. Von Galen klagt aufAuszahlung der Aussteuer oder auf Einräumung der Pensionen des Guts Ringsheim. Der Prozeß endet 1587 wegen eines Vergleichs zwischen den Geschwistern am 4. Okt. 1586.
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Klage auf Erbteilung gemäß jül., köln. und trierischem Brauch zwischen den Geschwistern Hurt von Schöneck, Kindern des jül. Erbmarschalls Emmerich Hurt von Schöneck und der Anna Blanckart (Blankkertz). Die Beklagten haben ihren Schwestern anläßlich deren Hochzeit (Anna 1577, Engel 1586) eine Aussteuer als Abfindung für deren Verzicht auf die elterlichen Erbgüter versprochen. Anna sollte nach Aussage des Klägers von Galen 6000 Goldgulden, nach Aussage des Beklagten 4500 Goldgulden erhalten. Das angebotene Unterpfand, den Hof Pesch im Erzstift Köln, hat von Galen abgelehnt, weil dieser bereits von der Mutter und einer Schwester seiner Frau namens Eva, Witwe des Bernhard von Metternich, zu Leibzuchtrecht in Besitz genommen worden ist. Von Galen klagt aufAuszahlung der Aussteuer oder auf Einräumung der Pensionen des Guts Ringsheim. Der Prozeß endet 1587 wegen eines Vergleichs zwischen den Geschwistern am 4. Okt. 1586.
AA 0627, 1875 - G 22/51
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 3. Buchstabe G
1581 - 1592 (1567 - 1586)
Enthaeltvermerke: Kläger: Adam von Galen (Gahlen) der Jüngere zu Muchhausen, pfalzgräflich- zweibrückischer Rat und Amtmann von Neukastel (Gem. Leinsweiler, Kr. Landau), namens seiner Gattin Anna Hurt von Schöneck und Otto Heinrich Landschadt von Steinach namens seiner Gattin Engel Hurt von Schöneck Beklagter: Johann Hurt (Hürt) von Schöneck zu Ringsheim bei Rheinbach ( „Rinschem“, „Reintzheim“), jül. Erbmarschall, und Emmerich Hurt von Schöneck zu Pesch, Brüder der klagenden Frauen Prokuratoren (Kl.): Dr. Bernhard Küehorn (1581) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Bontz 1582 - Dr. Laurentius Vomelius (Stapert) 1582 - Dr. Johann Augspurger 1582 Prozeßart: Simplicis querelae sive petitionis haereditatis paternae Instanzen: RKG 1581 - 1592 (1567 - 1586) Beweismittel: Erbregelung der Eheleute Emmerich Hurt von Schöneck, jül. Erbmarschall, und Anna Blanckart von 1567 (Q 19). RKG- Ladung vom 1. Juni 1582 in Sachen Witwe Anna Hurt von Schöneck geb. Blanckart ./. den Ebf. von Köln betr. Wittum (Q 20). Vertrag zwischen Anna Hurt von Schöneck geb. Blanckart und ihren Söhnen von 1578 betr. Wittums- und Leibzuchtgüter, die genau benannt werden (Q 21). Vollständiger Ehevertrag zwischen Adam von Galen dem Jüngeren und der Anna Hurt von Schöneck von 1577 (Q 31). RKG-(Bei-)Urteil vom 6. Okt. 1585 (Prot.). Zahlreiche Dokumente des Erzbischofs von Köln und des Herzogs von Jülich zum Erbstreit. Beschreibung: 4 cm, 180 Bl., lose; Q 3 - 25, 27 - 33, es fehlen Q 1*, 2* und 26. Vgl. RKG 1876 (G 23/52).
Sachakte
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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28.04.2026, 8:44 AM CEST