Othmar, Abt des unmittelbar dem heiligen Stuhl unterstellten Benediktinerklosters St. Gallen, beschenkt den Grafen Ulrich von Montfort mit der Burg Mollenberg und allen dazu gehörenden Gütern sowie mit Zwang und Bann im Gerichtsbezirk Mollenberg. Zwang und Bann werden gegenwärtig unter Missachtung der lehnsherrlichen Ansprüche St. Gallens vom Rat der Stadt Lindau ausgeübt. Der Graf besaß bislang die Vogtei, den Weingarten, den Weiher hinter der Burg Mollenberg, den halben Schlachthof, die Lerchenmühle, den Weiher im Dorf Mollenberg, den Knur-, Pauli- und Nachtangels Hof als Lehen von St. Gallen. Die Schenkung erfolgt auf Ansuchen des Grafen und in Ansehung seiner und seiner Vorfahren Verdienste um das Kloster. Der Graf verpflichtet sich, alle Rechte und Ansprüche, welche das Kloster auf Zinszahlungen, Renten und Zehntzahlungen in seinen Besitzungen und Amtsbezirken hat, nach Kräften zu bewahren und durchzusetzen. Insbesondere wird das Recht des Klosters bekräftigt, die Pfarrpfründe von Wasserburg mit allen dazu gehörenden Rechten zu besetzen. Der Amman des Grafen zu Wasserburg soll sich hierzu besonders eidlich verpflichten.
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Othmar, Abt des unmittelbar dem heiligen Stuhl unterstellten Benediktinerklosters St. Gallen, beschenkt den Grafen Ulrich von Montfort mit der Burg Mollenberg und allen dazu gehörenden Gütern sowie mit Zwang und Bann im Gerichtsbezirk Mollenberg. Zwang und Bann werden gegenwärtig unter Missachtung der lehnsherrlichen Ansprüche St. Gallens vom Rat der Stadt Lindau ausgeübt. Der Graf besaß bislang die Vogtei, den Weingarten, den Weiher hinter der Burg Mollenberg, den halben Schlachthof, die Lerchenmühle, den Weiher im Dorf Mollenberg, den Knur-, Pauli- und Nachtangels Hof als Lehen von St. Gallen. Die Schenkung erfolgt auf Ansuchen des Grafen und in Ansehung seiner und seiner Vorfahren Verdienste um das Kloster. Der Graf verpflichtet sich, alle Rechte und Ansprüche, welche das Kloster auf Zinszahlungen, Renten und Zehntzahlungen in seinen Besitzungen und Amtsbezirken hat, nach Kräften zu bewahren und durchzusetzen. Insbesondere wird das Recht des Klosters bekräftigt, die Pfarrpfründe von Wasserburg mit allen dazu gehörenden Rechten zu besetzen. Der Amman des Grafen zu Wasserburg soll sich hierzu besonders eidlich verpflichten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 123 M a U 96
Bayerisches HStA, GU Lindau 78
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 123 M a Montfort-Tettnang, Grafschaft
Montfort-Tettnang, Grafschaft >> Urkunden
1573 Oktober 27
28 x 56 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: eingerissen, fleckig
Siegler: Othmar, Abt von St. Gallen, Dechant und Konvent von St. Gallen, Graf Ulrich von Montfort
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S. abg.
Siegler: Othmar, Abt von St. Gallen, Dechant und Konvent von St. Gallen, Graf Ulrich von Montfort
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S. abg.
Lindau (Bodensee) LI; Rat
Mollenberg : Hergensweiler LI
Mollenberg, Hergensweiler, LI; Schloss
St. Gallen [CH]; Kloster
Wasserburg (Bodensee) LI
Wasserburg, LI; Herrschaft, Klosterpfarreien
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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21.11.2025, 3:25 PM CET