Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Baatz (*19.11.1910) u.a. wegen Mordes, Beteiligung an der sogenannten Sonderbehandlung von 317 polnischen Zivilarbeitern und Ostarbeitern in den Jahren 1940 bis 1943 als Leiter der Referate IV D 2 (Polenreferat) und IV D (ausländische Arbeiter) des Reichssicherheitshauptamts (RSHA)
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B Rep. 057-01 Nr. 4331
Registratursignatur: B Rep. 057-01 Nr. 1 Js 4/64 (RSHA) [65/2]
B Rep. 057-01 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Kammergericht - Arbeitsgruppe RSHA
B Rep. 057-01 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Kammergericht - Arbeitsgruppe RSHA >> 03. Sachkomplex "Sonderbehandlung von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten" >> 03.01. Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Baatz u.a. wegen "Sonderbehandlung" von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten [1 Js 4/64 (RSHA)]
(1940 - 1948, 1965 - 1966), 1967 - 1972
Enthält u.a.: Dok. Bd. E IV Höhere SS- und Polizeiführer (HSSPF) Mitte, Magdeburg, Hannover, Braunschweig.- Ereignismeldungen des Regierungspräsidenten Magdeburg über Exekutionen.- Schreiben an den ITS (Internationaler Suchdienst) in Bad Arolsen über Informationen zu den einzelnen exekutierten polnischen Zivilarbeitern.- Kopie der Vernehmung von Helmut Bischoff (*01.03.1908).- Schreiben des Chefs des Rasse- und Siedlungshauptamts (RuSHA) an den Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums über (wieder-) eindeutschungsfähige polnische, ukrainische und tschechische Zivilarbeiter.- Aktenauszug (Kopien) aus einem Verfahren in Köln gegen den ehemaligen Leiter der Gestapoleitstelle Helmut Bischoff (*01.03.1908) Magdeburg mit Vernehmungen von Fritz Hämmerling (*29.03.1893), August Güldenpfennig (*14.01.1886), Dr. August Flesch (*31.10.1889), Lothar Schwenker (*20.02.1894), Walter Schrader (*05.05.1905), Friedrich Fischer (*06.01.1905), Dr. Theodor Parisius (*07.09.1896), Vermerk über eine Vernehmung von August Bahl (*11.04.1890), Thure von Klinckowström (*03.07.1887), übersetzte Vernehmungsprotokolle von Jerzy Nowakowski (*17.04.1922), Ignazy Mirek (*16.07.1906), Edward Stachowiak (*09.03.1922), Franciszek Jozef Wisniewski (*12.03.1923) und Czeslaw Rebelka (*24.12.1922), Heinrich Rothmann (*15.02.1908), Anton Bigalke (*18.02.1890), Georg Bolte (*15.01.1906), Rudolf Peiker (*31.01.1915).
Archivale
Grund der Sperrung: 31.12.2023
gesperrt bis
gesperrt bis
Bahl, August
Bigalke, Anton
Bischoff, Helmut
Bolte, Georg
Fischer, Friedrich
Flesch, August Dr.
Güldenpfennig, August
Hämmerling, Fritz
Mirek, Ignazy
Nowakowski, Jerzy
Peiker, Rudolf
Rebelka, Czeslaw
Rothmann, Heinrich
Schrader, Walter
Schwenker, Lothar
Stachowiak, Edward
Wisniewski, Franciszek Jozef
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
12.02.2026, 10:08 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Berlin (Archivtektonik)
- B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 (Tektonik)
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- B 5.1 Gerichte und Staatsanwaltschaften (Tektonik)
- B Rep. 057-01 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Kammergericht - Arbeitsgruppe RSHA (Bestand)
- 03. Sachkomplex "Sonderbehandlung von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten" (Gliederung)
- 03.01. Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Baatz u.a. wegen "Sonderbehandlung" von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten [1 Js 4/64 (RSHA)] (Gliederung)