Rechtliche Auseinandersetzungen betr. Familie von Walderdorff - nach Ableben des Johann Werner Freiherr von Walderdorff (+1694) - mit zahlreichen Urkundenabschriften 1. Regest: 1560 Juli 27. Gf. Ludwig von Stolberg-Königstein bekundet, dass er Wilderich von Walderdorff, Amtmann zu Bischofsheim, das Gut Eubigheim zur Hälfte mit Zubehör zu einem Mannlehen verliehen habe, das Sebastian Rüdt von Collenberg von Joachim von Neideck erkauft und jetzt auf gen. W. von Walderdorff auch käuflich gekommen sei. (Anl. 1) 2. Regest: 1569 Januar, 3. Gf. Ludwig von Stolberg-Königstein bekundet, dass er Wilderich von Walderdorff und seinen Erben das Gut Eubigheim zu einem Erblehen verliehen habe. (Anl. 2) 3. Regest: 1600 Juli 15 (alt), Eubisheim Wildrich von Walderdorff d. Ä. bekundet, dass er seinen Vetter und Universalerben Wilderich von Walderdorff d. J. als seinem Anwalt die Vollmacht erteile, ihn betr. der zwischen ihm und seinen + Schwägern Georg Christoph und Stephan Rüdt von und zu Bödigheim [Rüdt von Collenberg zu Bödigheim] entstandenen bzw. jetzt mit Hans Rüdt, Sohn des gen. Stephan, bestehenden Gravamina am 15. Juli (alt) zu Adolsheim zu vertreten. (Anl. 3) 4. Regest: 1615 April 19. Die Gebr. Johann Ludwig, Domkapitular zu Worms und Kanoniker des Ritterstifts zu Wimpfen, Konrad und Johann Weiprecht von Walderdorff betr. der über sie durch ihren verstorbenen Vetter Wilderich von Walderdorff ausgeübten Vormundschaft, als dessen Universalerbe ihr Bruder Wilderich eingesetzt wurde - unter der Bedingung, dass er auf das väterliche Erbe verzichtet. (Anl. 5) 5. Regest: 1681 November 16, Eubigheim Johann Werner von Walderdorff erteilt Johann Reinhard von Gemmingen Vertretungsvollmacht in Sachen des von Walderdorffschen Fideikommissgutes zu Bensheim an der Bergstraße (Rückseite: grob skizzierte Stammtafel von Walderdorff) (Anl. 6) 6. Regest: 1673 April 22., Speyer Rechtsspruch des kaiserlichen Kammergerichts betr. Erbansprüche der Gebr. Johann Adam und Georg Reinhard von Wallbrunn, Wwe. Anna Margaretha von Gemmingen geb. von Waldbrunn und Johanna Maria von Gremp geb. von Waldbrunn auf den von Walderdorffschen Nachlass. (Anl. 8) 7. Regest: 1616 September 27., Speyer Wilderich von Walderdorff bekundet, dass er als Universalerbe seines Vetters Wilderich von Walderdorff zugunsten seiner Gebr. Johann Ludwig, Konrad und Johann Weiprecht auf den ihm zustehenden Anteil am Erbe ihres Vaters Friedrich Gottfried von Walderdorff verzichtet habe. (Anl. 9) 8. Regest: 1616 September 26., Speyer Erbteilung (Auszug) zwischen den Gebr. Johann Ludwig, Konrad und Weiprecht nach Ableben ihres Vaters Friedrich Gottfried von Walderdorff. Die beiden Brüder Wilderich und Hans Kaspar von Walderdorff seien in ihren Erbteilen gänzlich abgeteilt worden, Wilderich von Walderdorff habe Ober- und Unter-Eubigheim und Hans Kaspar "Altenweylaw" und Nieder Eschbach. Johann Ludwig will u.a. gen. Ansprüche zu Niederkleen und Oberkleen, Holzhausen, Ostheim und "Hohenwessel", Konrad den Oberhof zu Bensheim gen. Hamburger Hof mit Zubehör und Gerechtigkeiten, den halben Hof zu Schwanheim und das halbe Erbachsche Lehen zu Spabrücken und Johann Weiprecht den anderen Hof zu Bensheim gen. Helmststädtter Hof mit Zubehör und Gerechtigkeiten sowie die anderen vorgenannten Hälften am Hof zu Schwanheim und dem Lehen zu Spabrücken. Es folgen weitere Absprachen u.a. betr. Übernahme von Schulden. (Anl. 10) 9. Regest: 1563 Juli 19, Friedberg Vertragsauszug auf Grundlage den zwischen Friedrich Gottfried von Walderdorff und seiner Ehefrau Anna von Schwalbach am 19. Juli 1563 aufgerichteten Pacta Dotalia [Hinweis: die Original-Pergamenturkunde ist mit 16 anh. Siegeln (die Siegler werden hier aufgeführt) und Uss. versehen], und ist außerdem inseriert in dem 1680 konfirmierten Fideikommissvertrag. (Anl. 11) 10. Regest: 1696 September 17, Frankfurt a.M. Vertragsauszug auf der Grundlage dem von Katharina von Walderdorff und Eberhard Ulner von Dieburg 1589 aufgestellten Pacta Dotalia. (Anl. 12) 11. Regest: 1576 Februar Gräfin Katharina zu Eberstein und Wertheim geb. von Stolberg-Königstein sowie Gf. Dietrich von Manderscheid und Gf. Ludwig von Löwenstein für ihre Ehefrauen geb. von Stolberg-Königstein bekunden, dass sie Wilderich von Walderdorff als Erblehen eine jährliche Gülte von 20 Gulden Fränkischer Währung aus der Rentei oder Kammer zu Wertheim verliehen haben. (Anl. 14) 12. Regest: 1587 November 8 (alt), Worms Walderdorffscher Ehevertrag [Rückseite: Walderdorffisch Fideicommissum. N. 48] zwischen Eberhard Ulner von Dieburg und Katharina von Walderdorff. 13. Regest: 1588 Februar 9. (Freitag nach Dorothea) Katharina von Walderdorff geb. Ulner von Dieburg bekundet, dass sie auf alle von Walderdorffschen Erbfälle verzichtet. (Abschr. der beglaubigten Abschrift vom 15.11.1676, Bensheim)