Verschreibung (= urkundliche Verpflichtung)
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7463
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
1560 September 16, 16. Herbstmonats
Regest: Onophrius Lieber bekennt, dass er dem Laster der Trunkenheit bisher leider vielfältig unterworfen gewesen ist, in seiner Haushaltung mit Schmähen und Schlagen viel Unrat angerichtet und seiner Hausfrau genug Ursach gegeben hat, ihn vor dem Rat zu verklagen. Um nicht jedermann zu Spott zu werden, bat er den Zunftmeister Matheus Decker und Paule Engel, beide seine Vetter und Schwäger, sie zu befrieden. Er verspricht, sich künftig aller bösen Sachen zu enthalten, es sei Pressen, Saufen, Schmähen, Schlagen, Stossen und alles, was gegen Gottes Befehl sein möchte. Würde er sich künftig solcher Handlungen nicht enthalten, dann soll keine Fürbitte mehr ihm helfen, sondern sie soll ihn verklagen und den allerrauhesten Weg mit ihm fahren. Er verspricht, der Mutter aller Laster, der Trunkenheit, zu widerstehen, und hat seine genannten Schwäger zu Zeugen erbeten.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Unterschrift und Petschaftabdruck des Onophrius Lieber
Genetisches Stadium: Or.
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ