Der öffentliche Notar Ulrich Molitor beurkundet: Vor den zum Kapitel des Domstifts zu Augsburg versammelten Heinrich Truchsess, Propst, Gottfried Harscher, Dekan, und den Domherren Burkhard von Freyberg [abgegangene Burg bei Freyberg Gde. Gutenzell-Hürbel/Lkr. Biberach], Rudolf Medici, Johann von Westernach [Stadt Mindelheim/Lkr. Unterallgäu], Ludwig Neithardt, Georg von Rammingen [Alb-Donau-Kreis], Burkhard von Güssenburg ("Gysenburg") [Ruine bei Hermaringen/Lkr. Heidenheim], Berthold von Geroldseck [Ruine Hohengeroldseck bei Seelbach/Ortenaukreis], Albert von Rechberg [Ruine Hohenrechberg bei Rechberg Stadt Schwäbisch Gmünd/Ostalbkreis], Sigismund von Leonrod [Gde. Dietenhofen/Lkr. Ansbach] erscheint am 27. Juli der Ulmer Bürger Johann Gessler als Bevollmächtigter des Jodok Gessler, Domherr zu Eichstätt. Er legt dem Kapitel eine Bulle Papst Martin V. vom 3. Mai 1422 [vgl. A Urk. lfd. Nr. 1247] und ein Exekutionsmandat des Dekans des Stifts St. Moritz in Augsburg Johann Gossolt vom 23. Juli 1422 [vgl. A Urk. lfd. Nr. 1248] betreffend einen Pfründentausch zwischen dem Augsburger Domherren Ulrich Gessler und Jodok Gessler vor und fordert in Vollziehung dieser Urkunden Kanonikat und Präbende des Ulrich Gessler im Domstift zu Augsburg für seinen Mandanten Jodok Gessler. Das Kapitel erbittet sich daraufhin Bedenkzeit bis zum 1. August. An diesem Tag tritt es erneut zusammen und erteilt Johann Gessler die Antwort, dass es der päpstlichen Anordnung und dem Exekutionsmandat des Johann Gossolt Folge leisten wird. Daher verleiht es dem Jodok Gessler Kanonikat und Präbende des Ulrich Gessler im Domstift zu Augsburg, auf die dieser Verzicht geleistet hat, und nimmt ihn in das Domkapitel auf. Der Notar fertigt darüber ein Notariatsinstrument aus.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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