Studienfonds Münster, Stift Überwasser, Münster / Urkunden (Bestand)
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B 153u
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.1. Fürstbistum Münster >> 1.2.1.3. Studienfonds und Missionen >> Studienfonds Münster
1040-1880
Bestandsgeschichte: Gründung des Stifts Überwasser 1040 als Benediktinerinnenkloster/adeliges Damenstift; 1483 Anschluss an die Bursfelder Kongregation. 1773 Aufhebung des Stifts Überwasser in Münster und der Jesuiten-Niederlassungen im Fürstbistum Münster.
Form und Inhalt: Gründung des Stifts Überwasser 1040 als Benediktinerinnenkloster/adeliges Damenstift; 1483 Anschluss an die Bursfelder Kongregation. 1773 Aufhebung des Stifts Überwasser in Münster und der Jesuiten-Niederlassungen im Fürstbistum Münster; Verwaltung ihres Vermögens durch Universitäts- und Exjesuiten-, seit 1803 Studien- (fondsverwaltungs-) Kommission. Verwendung der Einkünfte aus Universitäts- und Gymnasialfonds, seit 1819 Studienfonds, für die Universität/Akademie und das Gymnasium Paulinum in Münster. Verwaltung des staatlichen Vermögens (heute "Sondervermögen ohne Rechtspersönlichkeit" im Haushaltsplan des Landes NRW) durch das Studienfondsrentamt unter Aufsicht des Konsistoriums (1819), des Provinzialschulkollegiums (1825) bzw. des Regierungspräsidenten Münster (1951).
Das vorliegende Findbuch "B 153u/Studienfonds Münster, Stift Überwasser, Münster - Urkunden" (vormals Findbuch A 171 I) mit seinen 1051 Verzeichnungseinheiten wurde 2009 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen eines Projektes von Tina Glienke und Julia Kneppe mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Im Rahmen eines KEK-Projektes (Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts) wurde 2021 der Gesamtbestand Überwasser bestandserhalterisch bearbeitet, neu verpackt und digitalisert, wodurch im Januar 2022 eine vollständige Anbindung der Digitalisate an das Findbuch realisiert werden konnte.
Im alten handschriftlichen Findbuch B 153u/Studienfonds Münster, Stift Überwasser - Urkunden, S. 209-233 sind die noch Urkunden Nr. 764 bis 925 (1781-1880) verzeichnet, aber bereits bei einer Revision nicht abgehakt worden. Sie sind physisch nicht im Magazin vorhanden und wurden daher aus vorliegendem Findmittel entfernt.
Literatur:
··Schulze, Rudolf, Das adelige Damenstift und die Pfarre Liebfrauen ”Überwasser“ zu Münster i.W., ihre Verhältnisse und Schicksale 1040-1926, Münster 1926.
··Darpe, Franz (Bearb.), Die Heberegister des Klosters Überwasser und des Stiftes St. Mauritz, 1888 (Repr. 1964).
·Wallthor, Alfred Hartlieb von, Der Münstersche Studienfonds. Entstehung und Entwicklung des Vermögens der alten Universität Münster, in: Heinz Dollinger (Hrsg.), Die Universität Münster 1780-1980, Münster 1980, S. 29-35.
Münster, den 27.04.2012 / 13.01.2022 Dr. Thomas Reich
Nicht im Bestand Überwasser vorhanden ist folgende Urkunde, welche im alten Findbuch unter Nr. 755 a verzeichnet war. Das Regest wurde nach der Original-Urkunde im Archiv des Grafen v. Hoensbroech auf Schloss Türnich (Kreis Bergheim) erstellt:
1743 November 28
Papst Benedict XIV. an den Magister Nikolaus Ley, "in utraque signatura nostra referendario et antiquiori canonico ecclesie Monasteriensis", und an den bischöflichen Offizial von Münster:
Die Dekanatsvikarie der Pfarrkirche Überwasser (Obverwasser), Diöz. Münster, die mit dem Nonnenkloster Beate Marie Virginis verbunden ist (perpetua vicaria decanatu. . . . . . parrochialis ecclesie archidiaconalis. . . . . perpetuo canonice unite monasterio monialium ordinis s. Benedicti) sei durch den freiwilligen Verzicht des Johann Adolf von Horde, "dicte parrochialis ecclesie vicarii decani" , an den Bischof von Münster vakant geworden. Die Äbtissin des Klosters, der das Nominationsrecht zusteht, habe die Vikarie dem Gerhard Gaspar Bigeleben, Priester der Kölner Diözese, auf dessen Bitten versprochen. Da Bigeleben zugleich Kanoniker der Kollegiat- Kirche St. Mauritz vor den Mauern von Münster sowie Kanoniker und Scholaster der Kollegiat- Kirche St. Walburgis in Meschede, Diözese Köln, ist, habe er um päpstlichen Dispens gebeten. Der Papst befiehlt den Empfängern, die Vikarie, deren Einkünfte 24 Dukaten jährlich nicht übersteigen, an Gerhard Gaspar Bigeleben zu übertragen.
Datum Rome apud sanctam Mariam Maiorem. . . pontificatus nostri anno quarto
Mit Bleibulle
Form und Inhalt: Gründung des Stifts Überwasser 1040 als Benediktinerinnenkloster/adeliges Damenstift; 1483 Anschluss an die Bursfelder Kongregation. 1773 Aufhebung des Stifts Überwasser in Münster und der Jesuiten-Niederlassungen im Fürstbistum Münster; Verwaltung ihres Vermögens durch Universitäts- und Exjesuiten-, seit 1803 Studien- (fondsverwaltungs-) Kommission. Verwendung der Einkünfte aus Universitäts- und Gymnasialfonds, seit 1819 Studienfonds, für die Universität/Akademie und das Gymnasium Paulinum in Münster. Verwaltung des staatlichen Vermögens (heute "Sondervermögen ohne Rechtspersönlichkeit" im Haushaltsplan des Landes NRW) durch das Studienfondsrentamt unter Aufsicht des Konsistoriums (1819), des Provinzialschulkollegiums (1825) bzw. des Regierungspräsidenten Münster (1951).
Das vorliegende Findbuch "B 153u/Studienfonds Münster, Stift Überwasser, Münster - Urkunden" (vormals Findbuch A 171 I) mit seinen 1051 Verzeichnungseinheiten wurde 2009 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen eines Projektes von Tina Glienke und Julia Kneppe mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Im Rahmen eines KEK-Projektes (Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts) wurde 2021 der Gesamtbestand Überwasser bestandserhalterisch bearbeitet, neu verpackt und digitalisert, wodurch im Januar 2022 eine vollständige Anbindung der Digitalisate an das Findbuch realisiert werden konnte.
Im alten handschriftlichen Findbuch B 153u/Studienfonds Münster, Stift Überwasser - Urkunden, S. 209-233 sind die noch Urkunden Nr. 764 bis 925 (1781-1880) verzeichnet, aber bereits bei einer Revision nicht abgehakt worden. Sie sind physisch nicht im Magazin vorhanden und wurden daher aus vorliegendem Findmittel entfernt.
Literatur:
··Schulze, Rudolf, Das adelige Damenstift und die Pfarre Liebfrauen ”Überwasser“ zu Münster i.W., ihre Verhältnisse und Schicksale 1040-1926, Münster 1926.
··Darpe, Franz (Bearb.), Die Heberegister des Klosters Überwasser und des Stiftes St. Mauritz, 1888 (Repr. 1964).
·Wallthor, Alfred Hartlieb von, Der Münstersche Studienfonds. Entstehung und Entwicklung des Vermögens der alten Universität Münster, in: Heinz Dollinger (Hrsg.), Die Universität Münster 1780-1980, Münster 1980, S. 29-35.
Münster, den 27.04.2012 / 13.01.2022 Dr. Thomas Reich
Nicht im Bestand Überwasser vorhanden ist folgende Urkunde, welche im alten Findbuch unter Nr. 755 a verzeichnet war. Das Regest wurde nach der Original-Urkunde im Archiv des Grafen v. Hoensbroech auf Schloss Türnich (Kreis Bergheim) erstellt:
1743 November 28
Papst Benedict XIV. an den Magister Nikolaus Ley, "in utraque signatura nostra referendario et antiquiori canonico ecclesie Monasteriensis", und an den bischöflichen Offizial von Münster:
Die Dekanatsvikarie der Pfarrkirche Überwasser (Obverwasser), Diöz. Münster, die mit dem Nonnenkloster Beate Marie Virginis verbunden ist (perpetua vicaria decanatu. . . . . . parrochialis ecclesie archidiaconalis. . . . . perpetuo canonice unite monasterio monialium ordinis s. Benedicti) sei durch den freiwilligen Verzicht des Johann Adolf von Horde, "dicte parrochialis ecclesie vicarii decani" , an den Bischof von Münster vakant geworden. Die Äbtissin des Klosters, der das Nominationsrecht zusteht, habe die Vikarie dem Gerhard Gaspar Bigeleben, Priester der Kölner Diözese, auf dessen Bitten versprochen. Da Bigeleben zugleich Kanoniker der Kollegiat- Kirche St. Mauritz vor den Mauern von Münster sowie Kanoniker und Scholaster der Kollegiat- Kirche St. Walburgis in Meschede, Diözese Köln, ist, habe er um päpstlichen Dispens gebeten. Der Papst befiehlt den Empfängern, die Vikarie, deren Einkünfte 24 Dukaten jährlich nicht übersteigen, an Gerhard Gaspar Bigeleben zu übertragen.
Datum Rome apud sanctam Mariam Maiorem. . . pontificatus nostri anno quarto
Mit Bleibulle
1.034 Urkunden.
Bestand
German
Rudolf Schulze, Das adelige Damenstift und die Pfarre Liebfrauen ”Überwasser“ zu Münster i.W., ihre Verhältnisse und Schicksale 1040-1926, Münster 1926; Franz Darpe (Bearb.), Die Heberegister des Klosters Überwasser und des Stiftes St. Mauritz, 1888 (Repr. 1964); Edeltraud Klueting, Münster - St. Marien Überwasser - Kanonissen, dann Benediktinerinnen, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 2, Münster 1994, S. 58-64.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
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