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Kaiser Leopold [I.] von Habsburg bekundet, dass Adalbert [von
Schleifras], Abt von Fulda, Erzkanzler der Kaiserin, um die Bestätigung
der vom Reic...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1701-1710
1702 September 5
Ausfertigung, Pergament, mit Metallschnur angehängtes Majestätssiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist in unser statt Wien dem fünfften tag monaths Septembris nach Christi unsers lieben Herrn und Seeligmachers gnadenreichen geburth im siebenzehen hundert und anderten unserer reichen des römischen im fünff- des hungarischen im acht- und des böheimbischen im sechs und viertzigsten jahre
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaiser Leopold [I.] von Habsburg bekundet, dass Adalbert [von Schleifras], Abt von Fulda, Erzkanzler der Kaiserin, um die Bestätigung der vom Reich verliehenen Regalien, Privilegien, Lehen und Einkünfte des Klosters Fulda gebeten hat, so wie sie Leopold Adalberts Vorgänger, Placidus [von Droste], 1678 August 22 (... den zweyundzwantzigsten Augusti anno sechzehen hundert acht und siebentzig) [vgl. Nr. 1957] bestätigt hat. Leopold bestätigt diese Privilegien und Regalien angesichts des vorbildlichen geistlichen Lebens Fuldas sowie der für das Reich geleisteten und zukünftig zu leistenden Dienste der Äbte und des Klosters Fulda. Namentlich erwähnt wird bei der Privilegienbestätigung die Grafschaft Ziegenhain und Nidda mit allem Zubehör; diese haben die Landgrafen von Hessen von den Äbten von Fulda als Afterlehen erhalten. Alle bestätigten Privilegien sind Lehen des Reichs. Adalbert gelobt durch seine Bevollmächtigten, Freiherr Johann Rudolf von Ow zu Ahl und Wachendorf und den kaiserlichen Hofagenten Adam Ignatius von Heunisch, unter Eid, Kaiser und Reich treu und gehorsam zu sein und allen seinen Verpflichtungen als Lehnsmann nachzukommen. Der Abt und das Kloster Fulda sowie dessen Herrschaftsgebiet, Besitzungen und Untertanen stehen unter dem Schutz von Kaiser und Reich. Kein Untertan des Reichs soll diesen Anordnungen zuwiderhandeln, sondern sie vielmehr getreulich beachten, allen Anordnungen nachkommen und diese gegebenenfalls schützen. Bei Verstößen gegen dieses Privileg droht Huldverlust und eine Strafe in Höhe von 50 Mark lötigen Golds, zahlbar zur Hälfte an das Reich und den Abt von Fulda. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Wien. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Johannes Eisenmann registrator [vermutlich, kaum lesbar]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Leopold [unter der Plica] / vidit [?] Da [?] Kaunitz [unter der Plica] / ad mandatum sacrae caesarae / majestatis proprium / C. F. Consbruch)
Vgl. hierzu auch Nr. 1957.
Kurzregest unter der Plica.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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