Bach / Hippel, Familie (von) (Bestand)
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VI. HA, FA Bach / Hippel, (v.)
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Laufzeit: 1791 - 1890
Findmittel: Datenbank; Auflistung
Vorwort
Das kleine Familienarchiv umfasst in der Hauptsache Schriften und Briefe des Juristen und preußischen Politikers Theodor Gottlieb von Hippel dem Jüngeren (1775 - 1843). Hinzu kommen Manuskripte aus dem Nachlass seines Vaters, des Predigers Gotthard Friedrich von Hippel (1743 - 1809) sowie seines Onkels, des Schriftstellers Theodor Gottlieb Hippel dem Älteren (1741 - 1797), außerdem seines Schwiegersohns Nicolaus Bach (1802 - 1841) und seines Enkels, des Altphilologen Theodor Bach (1833 - 1897).
Die Familie Hippel stammte aus Gerdauen / Ostpreußen. Theodor Gottlieb d. J. wuchs in Königsberg auf, studierte dort Rechts- und Staatswissenschaften und war seit 1795 im Staatsdienst. Im Jahr 1811 wurde er zum Vortragenden Rat im Staatsrat ernannt und gehörte zum Kreis der Reformer in Preußen. Mit zahlreichen Denkschriften engagierte er sich in pädagogischen Fragen, Volksschulbildung und Volkserziehung. Größte Bekanntheit erlangte Hippel d.J. jedoch als Verfasser des Aufrufs "An meine Volk", mit dem König Friedrich Wilhelm III. im Frühjahr 1813 zum Widerstand gegen Napoleon aufrief.
Im Jahr 1814 schied Hippel d.J. auf eigenen Wunsch aus dem Staatsrat aus und übernahm zunächst das Vize-, dann Oberpräsidentenamt der Provinz Westpreußen in Marienwerder, ab 1823 das der Provinz Oberschlesien in Oppeln. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1837 war Hippel d.J. schriftstellerisch tätig, erreichte jedoch nicht die Bedeutung seines Onkels Theodor Gottlieb von Hippel, der Ältere.
Sein Enkel, der Altphilologe Theodor Bach, legte zwei Veröffentlichungen über seinen Großvater vor:
- Theodor Gottlieb von Hippel, der Verfasser des Aufrufs "An mein Volk". Ein Gedenkblatt zur fünfzigjährigen Feier der Erhebung Preußens. Breslau 1863
- Denknisse und Erinnerungen aus der Zeit der Erniedrigung Preußens. Aus Th. G. von Hippels handschriftlichem Nachlasse. Berlin 1897.
Das Familienarchiv (Nr. 1 - 46) gelangte im Jahr 1988 aus Familienbesitz an das GStA PK. Bereits im Jahr 1933 waren Briefe aus dem Nachlass Theodor Gottlieb von Hippels d.J. an das damalige Preußische Geheime Staatsarchiv gelangt. Sie wurden jetzt mit dem Familienarchiv vereinigt (Nr. 47 - 49).
Das Familienarchiv ist zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA Bach / Hippel, Nr.
Das Familienarchiv ist zu bestellen:
VI. HA FA Bach / Hippel, Nr.
Berlin, im März 2014
Dr. Ingeborg Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, FA Bach / Hippel, (v.)
Vorwort
Das kleine Familienarchiv umfasst in der Hauptsache Schriften und Briefe des Juristen und preußischen Politikers Theodor Gottlieb von Hippel dem Jüngeren (1775 - 1843). Hinzu kommen Manuskripte aus dem Nachlass seines Vaters, des Predigers Gotthard Friedrich von Hippel (1743 - 1809) sowie seines Onkels, des Schriftstellers Theodor Gottlieb Hippel dem Älteren (1741 - 1797), außerdem seines Schwiegersohns Nicolaus Bach (1802 - 1841) und seines Enkels, des Altphilologen Theodor Bach (1833 - 1897).
Die Familie Hippel stammte aus Gerdauen / Ostpreußen. Theodor Gottlieb d. J. wuchs in Königsberg auf, studierte dort Rechts- und Staatswissenschaften und war seit 1795 im Staatsdienst. Im Jahr 1811 wurde er zum Vortragenden Rat im Staatsrat ernannt und gehörte zum Kreis der Reformer in Preußen. Mit zahlreichen Denkschriften engagierte er sich in pädagogischen Fragen, Volksschulbildung und Volkserziehung. Größte Bekanntheit erlangte Hippel d.J. jedoch als Verfasser des Aufrufs "An meine Volk", mit dem König Friedrich Wilhelm III. im Frühjahr 1813 zum Widerstand gegen Napoleon aufrief.
Im Jahr 1814 schied Hippel d.J. auf eigenen Wunsch aus dem Staatsrat aus und übernahm zunächst das Vize-, dann Oberpräsidentenamt der Provinz Westpreußen in Marienwerder, ab 1823 das der Provinz Oberschlesien in Oppeln. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1837 war Hippel d.J. schriftstellerisch tätig, erreichte jedoch nicht die Bedeutung seines Onkels Theodor Gottlieb von Hippel, der Ältere.
Sein Enkel, der Altphilologe Theodor Bach, legte zwei Veröffentlichungen über seinen Großvater vor:
- Theodor Gottlieb von Hippel, der Verfasser des Aufrufs "An mein Volk". Ein Gedenkblatt zur fünfzigjährigen Feier der Erhebung Preußens. Breslau 1863
- Denknisse und Erinnerungen aus der Zeit der Erniedrigung Preußens. Aus Th. G. von Hippels handschriftlichem Nachlasse. Berlin 1897.
Das Familienarchiv (Nr. 1 - 46) gelangte im Jahr 1988 aus Familienbesitz an das GStA PK. Bereits im Jahr 1933 waren Briefe aus dem Nachlass Theodor Gottlieb von Hippels d.J. an das damalige Preußische Geheime Staatsarchiv gelangt. Sie wurden jetzt mit dem Familienarchiv vereinigt (Nr. 47 - 49).
Das Familienarchiv ist zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, FA Bach / Hippel, Nr.
Das Familienarchiv ist zu bestellen:
VI. HA FA Bach / Hippel, Nr.
Berlin, im März 2014
Dr. Ingeborg Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, FA Bach / Hippel, (v.)
Umfang: 0,2 lfm (46 VE); Angaben zum Umfang: 0,2 lfm (49 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ