In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
NL 294: Winkler, Theodor (1844-1895, Redakteur und
Schriftsteller) (Bestand)
Bestände des Stadtarchivs Mainz >> Nachlässe >> Nachlässe nach Nummern, NL 251-300
prüfen
Der Nachlass in der dem Stadtarchiv übergebenen Form wurde recherchiert, zusammengetragen und geordnet von Theodor Winklers Tochter Paula Schilling, geb. Winkler, in den Jahren 1920-1935 und von seinem Urenkel Wolfgang Schilling in den Jahren 2005-2015.
Der Bestand umfasst drei sehr sorgfältig zusammengestellte Aktenordner, die in chronologischer Reihenfolge hauptsächlich private, aber auch die Arbeit von Theodor Winkler betreffende Dokumente enthalten sowie literarische Schriftstücke und einzelne Briefe. Sie sind teils als Originale, teils als Kopien überliefert. Unter den Originalen befindet sich: eine Impfbestätigung, das gymnasiale Abschlusszeugnis, die Immatrikulationsbestätigung, das Studienbuch, ein Auszug aus den Kirchen- und Standesbüchern die Trauung betreffend, Arbeitszeugnisse sowie Beurteilungen, Gedichte, das Theaterstück "Ein ehrlicher Finder" von 1871 in Buchform, eine Sammlung von Artikeln, Manuskripte und Entwürfe sowie die Jubiläumsausgabe des "Mainzer Anzeigers" von 1900.
Kopial liegen Ausgaben sowohl des "Frankfurter Journals" als auch des "Mainzer Anzeigers" vor, außerdem seine Bewerbungsarbeit um eine Anstellung als Leiter der "Didaskalia".
Neben den Ordnern gehört zum Bestand eine Sammlung von Büchern, die Theodor Winkler zum Teil selbst verfasst hat oder in denen Texte von ihm publiziert sind. Zwei im Nachlass befindliche Bücher, die nicht in direktem Zusammenhang mit ihm stehen:
- Ferdinand Ott, Geschichte des Hauses A. Wilhelmi in Wiesbaden und Hatternheim. Nebst einer Beschreibung der Kellereien zu Hattenheim im Rheingau, 1887
- Billard Sport. Führer durch die bedeutendsten Cafès, Hotels und Restaurants, o.O., o.J.
wurden in die Dienstbibliothek übernommen.
Im Dezember 2016 erfolgte noch eine Nachlieferung zum Nachlass Theodor Winkler, die ebenfalls vom Urenkel Wolfgang Schilling an das Stadtarchiv übersandt wurde. Sie umfasst 5 Bücher, eine kleine Holz-Statuette, ein Etui, eine Pfeife mit Porzellanaufsatz, 1 kleines Mainz-Album, 1 Foto von Winkler, eine Postkarte, die den Bischof Georg Heinrich zeigt, ein gedrucktes Gedicht "Zum Todtenfest" und 1 Buch "Schauspiel-Recensionen von Winkler, 1876-1877. Diese nachgelieferten Archivalien wurden von Ramona Weisenberger in die Datenbank aufgenommen.
Zur Biographie von Theodor Winkler
Der Redakteur und Schriftsteller Theodor Paul Winkler wurde am 4. April 1844 als jüngster Sohn von Friedrich Moritz Winkler und seiner Frau Natalie, geb. Demmler, in Zwickau geboren. Von April 1854 bis September 1864 besuchte er das humanistische Gymnasium in Zwickau, anschließend studierte er von Oktober 1864 bis September 1869 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Eine nach Abschluss des Studiums angestrebte philosophische Promotion wurde aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht.
Theodor Winkler heiratete am 6. Januar 1871 Albertine Laurig, geb. am 12. August 1845, und war mit ihr fast 25 Jahre verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor, Ida (geboren am 3. August 1871), Maria (geboren am 13. Februar 1874) und Paula (geboren am 7. Juli 1875). Alle drei Töchter wurden in Frankfurt am Main geboren.
Theodor Winklers schriftstellerisches Talent zeigte sich bereits zu Zeiten seines Studiums. Während dieser Zeit entstanden Gedichte und Novellen. Sein erster größerer Erfolg, das Lustspiel "Der ehrliche Finder", wurde 1871 in Leipzig uraufgeführt. Ab dem Jahre 1870 war er Redakteur der "Didaskalia", des feuilletonistischen Beiblattes zum "Frankfurter Journal". Ebenfalls wirkte er an der Gründung des Frankfurter Journalistenvereins mit. Seinen Töchtern widmete er sein Kinderbuch "Fritzchens erste Reise und Abenteuer", das ohne Datierung ist. Seine politische Einstellung war geprägt von der bürgerlichen liberal-demokratischen Bewegung.
Nach einem Wechsel in der Führung des "Frankfurter Journals" im Sommer 1878 orientierte sich Theodor Winkler als freischaffender Schriftsteller neu und siedelte Ende 1879 nach Mainz über. Dort erhielt er als Chefredakteur eine Anstellung beim "Mainzer Anzeiger".
Theodor Winkler starb am 28.11.1895 in Mainz am Rhein, seine Frau am 2. März 1910 ebenfalls in Mainz.
Redakteur und Schriftsteller Theodor Winkler (1844-1895)
Winkler, Theodor. In: Franz Brümmer, Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig 1913, S. 469
Form und Inhalt: Redakteur und Schriftsteller Theodor Winkler (1844-1895)
Der Nachlass in der dem Stadtarchiv übergebenen Form wurde recherchiert, zusammengetragen und geordnet von Theodor Winklers Tochter Paula Schilling, geb. Winkler, in den Jahren 1920-1935 und von seinem Urenkel Wolfgang Schilling in den Jahren 2005-2015.
Der Bestand umfasst drei sehr sorgfältig zusammengestellte Aktenordner, die in chronologischer Reihenfolge hauptsächlich private, aber auch die Arbeit von Theodor Winkler betreffende Dokumente enthalten sowie literarische Schriftstücke und einzelne Briefe. Sie sind teils als Originale, teils als Kopien überliefert. Unter den Originalen befindet sich: eine Impfbestätigung, das gymnasiale Abschlusszeugnis, die Immatrikulationsbestätigung, das Studienbuch, ein Auszug aus den Kirchen- und Standesbüchern die Trauung betreffend, Arbeitszeugnisse sowie Beurteilungen, Gedichte, das Theaterstück "Ein ehrlicher Finder" von 1871 in Buchform, eine Sammlung von Artikeln, Manuskripte und Entwürfe sowie die Jubiläumsausgabe des "Mainzer Anzeigers" von 1900.
Kopial liegen Ausgaben sowohl des "Frankfurter Journals" als auch des "Mainzer Anzeigers" vor, außerdem seine Bewerbungsarbeit um eine Anstellung als Leiter der "Didaskalia".
Neben den Ordnern gehört zum Bestand eine Sammlung von Büchern, die Theodor Winkler zum Teil selbst verfasst hat oder in denen Texte von ihm publiziert sind. Zwei im Nachlass befindliche Bücher, die nicht in direktem Zusammenhang mit ihm stehen:
- Ferdinand Ott, Geschichte des Hauses A. Wilhelmi in Wiesbaden und Hatternheim. Nebst einer Beschreibung der Kellereien zu Hattenheim im Rheingau, 1887
- Billard Sport. Führer durch die bedeutendsten Cafès, Hotels und Restaurants, o.O., o.J.
wurden in die Dienstbibliothek übernommen.
Im Dezember 2016 erfolgte noch eine Nachlieferung zum Nachlass Theodor Winkler, die ebenfalls vom Urenkel Wolfgang Schilling an das Stadtarchiv übersandt wurde. Sie umfasst 5 Bücher, eine kleine Holz-Statuette, ein Etui, eine Pfeife mit Porzellanaufsatz, 1 kleines Mainz-Album, 1 Foto von Winkler, eine Postkarte, die den Bischof Georg Heinrich zeigt, ein gedrucktes Gedicht "Zum Todtenfest" und 1 Buch "Schauspiel-Recensionen von Winkler, 1876-1877. Diese nachgelieferten Archivalien wurden von Ramona Weisenberger in die Datenbank aufgenommen.
Zur Biographie von Theodor Winkler
Der Redakteur und Schriftsteller Theodor Paul Winkler wurde am 4. April 1844 als jüngster Sohn von Friedrich Moritz Winkler und seiner Frau Natalie, geb. Demmler, in Zwickau geboren. Von April 1854 bis September 1864 besuchte er das humanistische Gymnasium in Zwickau, anschließend studierte er von Oktober 1864 bis September 1869 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Eine nach Abschluss des Studiums angestrebte philosophische Promotion wurde aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht.
Theodor Winkler heiratete am 6. Januar 1871 Albertine Laurig, geb. am 12. August 1845, und war mit ihr fast 25 Jahre verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor, Ida (geboren am 3. August 1871), Maria (geboren am 13. Februar 1874) und Paula (geboren am 7. Juli 1875). Alle drei Töchter wurden in Frankfurt am Main geboren.
Theodor Winklers schriftstellerisches Talent zeigte sich bereits zu Zeiten seines Studiums. Während dieser Zeit entstanden Gedichte und Novellen. Sein erster größerer Erfolg, das Lustspiel "Der ehrliche Finder", wurde 1871 in Leipzig uraufgeführt. Ab dem Jahre 1870 war er Redakteur der "Didaskalia", des feuilletonistischen Beiblattes zum "Frankfurter Journal". Ebenfalls wirkte er an der Gründung des Frankfurter Journalistenvereins mit. Seinen Töchtern widmete er sein Kinderbuch "Fritzchens erste Reise und Abenteuer", das ohne Datierung ist. Seine politische Einstellung war geprägt von der bürgerlichen liberal-demokratischen Bewegung.
Nach einem Wechsel in der Führung des "Frankfurter Journals" im Sommer 1878 orientierte sich Theodor Winkler als freischaffender Schriftsteller neu und siedelte Ende 1879 nach Mainz über. Dort erhielt er als Chefredakteur eine Anstellung beim "Mainzer Anzeiger".
Theodor Winkler starb am 28.11.1895 in Mainz am Rhein, seine Frau am 2. März 1910 ebenfalls in Mainz.
Winkler, Theodor. In: Franz Brümmer, Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig 1913, S. 469
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.