Herzog Erich I. von Sachsen-Lauenburg hat mit Genehmigung des Marquards von Jesowe, Bischof von Ratzeburg, und Zustimmung des Pfarrers Ulrich in Lauenburg unter Beitritt der Brüder des Kaland ebendort fünf Mark Rente aus den "arinchpennighen" der Mühle zu Buchhorst zur Errichtung einer Vikarie in Lauenburg geschenkt. Der Kaland hat weitere vier Mark Rente in gewissen Grundstücken [in Lauenburg] sowie in Wissendorp erworben und kauft jetzt 15 Mark Rente für die Vikarie vom Herzog in Buchhorst, Lanze und der Artlenburger Fähre. Der Kaland hat die Vikarie als ersten Inhaber dem Hermann Cubbesole übertragen. Nach seinem Tode fällt der Patronat an den Herzog, der sie für diesen Fall dem Dietrich von Ovesvelde überträgt. d.d. Louenborch anno Domini MCCCXXV feria sexta ante dominicani Esto michi.
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Herzog Erich I. von Sachsen-Lauenburg hat mit Genehmigung des Marquards von Jesowe, Bischof von Ratzeburg, und Zustimmung des Pfarrers Ulrich in Lauenburg unter Beitritt der Brüder des Kaland ebendort fünf Mark Rente aus den "arinchpennighen" der Mühle zu Buchhorst zur Errichtung einer Vikarie in Lauenburg geschenkt. Der Kaland hat weitere vier Mark Rente in gewissen Grundstücken [in Lauenburg] sowie in Wissendorp erworben und kauft jetzt 15 Mark Rente für die Vikarie vom Herzog in Buchhorst, Lanze und der Artlenburger Fähre. Der Kaland hat die Vikarie als ersten Inhaber dem Hermann Cubbesole übertragen. Nach seinem Tode fällt der Patronat an den Herzog, der sie für diesen Fall dem Dietrich von Ovesvelde überträgt. d.d. Louenborch anno Domini MCCCXXV feria sexta ante dominicani Esto michi.
LASH, Urk.-Abt. 210 Nr. 1036
Urk.-Abt. 210 Lauenburgische Regierung zu Ratzeburg: Herzogtum Lauenburg
Urk.-Abt. 210 Lauenburgische Regierung zu Ratzeburg: Herzogtum Lauenburg >> 1 Urkunden
1325
Enthält: Ausfertigung, Pergament, die angehängten Siegel des Herzogs, des Bischofs Marquard und des Plebans Olricus fehlen Rückschrift: 1. Super vicaria beate virginis Marie (14/15. Jh.) 2. Secunda littera. Fundatio vicarie beate Marie virginis in ecclesia parrochiali Lowenburg ... (16. Jh.)
Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, dortige Signatur: ZR 4959, erworben 1975
Verzeichnung
1325 Februar 15 Lauenburg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 12:55 MEZ