Reinald, ältester Sohn des Grafen von Geldern (Ghelre), bekundet, daß er mit Bischof Ludwig von Münster zur Beendigung der zwischen ihnen herrschenden Fehde folgendermaßen übereingekommen ist: 12 Schiedsmannen - von jeder Partei 6 - sollen sich innerhalb von 14 Tagen nach dem kommenden Remigiusfest in Deventer treffen und dort in der folgenden Woche eine Einigung zustandebringen. Gelingt das nicht, soll Bischof Johann von Utrecht in den beiden darauffolgenden Wochen eine Entscheidung fällen. Das so gefundene Urteil verspricht der Aussteller bei Strafe von 2000 Mark Soester Pfennige zu halten, für deren eventuelle Zahlung er 12 Bürgen mit Einlagerversprechen in Bocholt (Boechout) eingesetzt hat. Siegelankündigung des Ausstellers. des saterdaghes te. sonne onderghan na sente Johans dach baptiste, doe hi onthoet
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Reinald, ältester Sohn des Grafen von Geldern (Ghelre), bekundet, daß er mit Bischof Ludwig von Münster zur Beendigung der zwischen ihnen herrschenden Fehde folgendermaßen übereingekommen ist: 12 Schiedsmannen - von jeder Partei 6 - sollen sich innerhalb von 14 Tagen nach dem kommenden Remigiusfest in Deventer treffen und dort in der folgenden Woche eine Einigung zustandebringen. Gelingt das nicht, soll Bischof Johann von Utrecht in den beiden darauffolgenden Wochen eine Entscheidung fällen. Das so gefundene Urteil verspricht der Aussteller bei Strafe von 2000 Mark Soester Pfennige zu halten, für deren eventuelle Zahlung er 12 Bürgen mit Einlagerversprechen in Bocholt (Boechout) eingesetzt hat. Siegelankündigung des Ausstellers. des saterdaghes te. sonne onderghan na sente Johans dach baptiste, doe hi onthoet
B 101u, 0 - III Y Nr. 9.
B 101u Domkapitel Münster - Urkunden
Domkapitel Münster - Urkunden >> 51. III Y: Bredevoort, Borculo
1324 September 1
Vermerke: Ausf., Perg., deutsch; abhängendes Siegel mit Rücksiegel.
Druck: WUB VIII Nr. 1779.
Druck: WUB VIII Nr. 1779.
Urkunde
Nr: III Y Nr. 9.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:28 MEZ
Hierarchie
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- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
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