Zollbefreiung Cappels durch Landgraf Ludwig [III.] von Thüringen in dessen zumeist an der Werra gelegenen Städten
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Urk. 18, 2
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1172-1190
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1140-1199
[1180 - 1189 Juni]
Ausf. Perg. - Urspr. anh. Sg. fehlt
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ---
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Ludwig [III.] v. Thüringen (lantgrauius Thuringie et rector Hassie) befiehlt all seinen Meiern (villicis) und Zöllnern (telonariis) in beiden Ländern (in utraque terra), keinen Zoll von den Brüdern und Schwestern von Cappel (a fratribus de Capella et sororibus) sowie von ihren 'officiatis et legatis' zu erheben. Diese sollen, ohne Abgaben zu entrichten, ihre notwendigen Bedürfnisse an Nahrung und Kleidung frei kaufen können, nämlich in den landgräflichen Städten Kassel, Münden (a), Creuzburg, Eisenach, Gotha und Breitungen (in ciuitatibus meis Casselo, Mundin, Cruceburg, Isenacha, Godaha, Breidingin), im Vertrauen auf sein Schutzgelöbnis, mit dem bereits sein verstorbener Vater sie umfangen hatte, der sie ihm um ihrer heiligen Gebetsdienste willen als erbliche und, wie er hofft, bei Gott wirksame Schutzherren (patronos) hinterließ (b).
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (13.Jh.) Super theloneo non dando lantgrauianis
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: nicht genannt
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschriften: Nr. 682, Nr. 683, Kopiar K 270, 159r.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Drucke: Kuchenbecker, Johann Ph.: Gegründete Abhandlung von denen Erb-Hof-Aemtern der Landgraffschaft Hessen (1744) Beil.Lit.A Posse, Otto: Codex diplomaticus Saxoniae regiae 1,2 (1889) Nr.551 Regesten: Schultes, Ludwig A.: Directorium diplomaticum Obersachsens 2 (1822) Nr.179 Dobenecker, Otto: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae 2 (1900) Nr.834 Strenge, Karl F. v.; Devrient, Ernst: Die Stadtrechte von Eisenach, Gotha und Waltershausen (1909; Thür. Geschichtsquellen NF 6) UB 1 Nr.1 Helbig, Bernhard: Das Amt Homberg an der Efze (1938; Schriften d. Inst. f. gesch. Landeskunde von Hessen u. Nassau 17) S.115 (1)
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.30-33
Vermerke (Urkunde): Literatur: Demandt, Karl E.: Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter 1 (1981; Veröff. d. Hist. Komm. f. Hessen 42) Nr.1329 (dort irrt. Rentwig [von Homberg] statt des Landgrafen als Schutzherr Cappels genannt)
Vermerke (Urkunde): Literatur: Reuling, Ulrich: Historisches Ortslexikon Ziegenhain (1991; Hist. Ortslexikon des Landes Hessen H.5) S.98
Vermerke (Urkunde): Literatur: Nück, Wolfgang D.: Graf Sigebodo von Scharzfeld-Lauterberg (2008; Göttinger Forsch. zur Landesgesch. 12) S.156-168
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Ludwig [III.] v. Thüringen (lantgrauius Thuringie et rector Hassie) befiehlt all seinen Meiern (villicis) und Zöllnern (telonariis) in beiden Ländern (in utraque terra), keinen Zoll von den Brüdern und Schwestern von Cappel (a fratribus de Capella et sororibus) sowie von ihren 'officiatis et legatis' zu erheben. Diese sollen, ohne Abgaben zu entrichten, ihre notwendigen Bedürfnisse an Nahrung und Kleidung frei kaufen können, nämlich in den landgräflichen Städten Kassel, Münden (a), Creuzburg, Eisenach, Gotha und Breitungen (in ciuitatibus meis Casselo, Mundin, Cruceburg, Isenacha, Godaha, Breidingin), im Vertrauen auf sein Schutzgelöbnis, mit dem bereits sein verstorbener Vater sie umfangen hatte, der sie ihm um ihrer heiligen Gebetsdienste willen als erbliche und, wie er hofft, bei Gott wirksame Schutzherren (patronos) hinterließ (b).
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (13.Jh.) Super theloneo non dando lantgrauianis
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: nicht genannt
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschriften: Nr. 682, Nr. 683, Kopiar K 270, 159r.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Drucke: Kuchenbecker, Johann Ph.: Gegründete Abhandlung von denen Erb-Hof-Aemtern der Landgraffschaft Hessen (1744) Beil.Lit.A Posse, Otto: Codex diplomaticus Saxoniae regiae 1,2 (1889) Nr.551 Regesten: Schultes, Ludwig A.: Directorium diplomaticum Obersachsens 2 (1822) Nr.179 Dobenecker, Otto: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae 2 (1900) Nr.834 Strenge, Karl F. v.; Devrient, Ernst: Die Stadtrechte von Eisenach, Gotha und Waltershausen (1909; Thür. Geschichtsquellen NF 6) UB 1 Nr.1 Helbig, Bernhard: Das Amt Homberg an der Efze (1938; Schriften d. Inst. f. gesch. Landeskunde von Hessen u. Nassau 17) S.115 (1)
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.30-33
Vermerke (Urkunde): Literatur: Demandt, Karl E.: Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter 1 (1981; Veröff. d. Hist. Komm. f. Hessen 42) Nr.1329 (dort irrt. Rentwig [von Homberg] statt des Landgrafen als Schutzherr Cappels genannt)
Vermerke (Urkunde): Literatur: Reuling, Ulrich: Historisches Ortslexikon Ziegenhain (1991; Hist. Ortslexikon des Landes Hessen H.5) S.98
Vermerke (Urkunde): Literatur: Nück, Wolfgang D.: Graf Sigebodo von Scharzfeld-Lauterberg (2008; Göttinger Forsch. zur Landesgesch. 12) S.156-168
(a) d.i. Hann. Münden
(b) Nach dem letzten Wort des Textes (patronos) scheint der Rest der Zeile wie auch die folgende durch Rasur getilgt zu sein.
Reimer, Regesten Cappel:
1172-1190.
Ludwig Landgr. v. Thüringen, Rektor Hessens gebietet allen seinen Meiern (villicis) und Zöllnern in seinen Städten Kassel, Münden, Kreuzburg (Cruceburg), Eisenach (Isenacha), Gotha (Godaha) und Breidingen, von den Brüdern und Schwestern von Kappel und ihren Amtleuten und Abgesandten keine Abgaben von notwendigen Lebensmitteln und Kleidern zu erheben, da sie auf seinen Schutz vertrauten, wie sein Vater sel. ihn ihnen gewährt hatte, der sie ihm wegen des Verdienstes ihrer Gebete als erbliche Patrone bei Gott hinterlassen habe.
Undatiert.
Ausfert. Perg. Siegel.
Gedr.: Posse, Cod. dipl. Saxonie regie.
(b) Nach dem letzten Wort des Textes (patronos) scheint der Rest der Zeile wie auch die folgende durch Rasur getilgt zu sein.
Reimer, Regesten Cappel:
1172-1190.
Ludwig Landgr. v. Thüringen, Rektor Hessens gebietet allen seinen Meiern (villicis) und Zöllnern in seinen Städten Kassel, Münden, Kreuzburg (Cruceburg), Eisenach (Isenacha), Gotha (Godaha) und Breidingen, von den Brüdern und Schwestern von Kappel und ihren Amtleuten und Abgesandten keine Abgaben von notwendigen Lebensmitteln und Kleidern zu erheben, da sie auf seinen Schutz vertrauten, wie sein Vater sel. ihn ihnen gewährt hatte, der sie ihm wegen des Verdienstes ihrer Gebete als erbliche Patrone bei Gott hinterlassen habe.
Undatiert.
Ausfert. Perg. Siegel.
Gedr.: Posse, Cod. dipl. Saxonie regie.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ