Der Kustos des Stifts St. Johann in Konstanz Friedrich Theoderici teilt allen, die davon betroffen sind, mit: Papst Sixtus IV. hat mit einer am 20. Juni 1475 ("datum Rome apud Sanctum Petrum, 1475, duodecimo kalendas iulii, pontificatus nostri anno quarto") ausgestellten Bulle, die hier im Wortlaut inseriert ist, die durch den Verzicht ihres bisherigen Inhabers Georg Beck vakante Propstei des Stifts St. Ciriacus in Wiesensteig [Lkr. Göppingen] Dr. Heinrich Neithardt verliehen. Zu Exekutoren dieser Verleihung hat der Papst laut einer am selben Tag ausgefertigten Bulle, die hier ebenfalls inseriert ist, den Bischof von Augsburg, den Propst des Stifts Feuchtwangen [Lkr. Ansbach] sowie ihn selbst bestellt. Diese beiden Bullen hat ihm nun Heinrich Neithardt in Gegenwart der hinzugezogenen Zeugen im Original vorgelegt und ihn um die Exekution der Verleihung gebeten. Danach hat er vor ihm den in der Verleihungsbulle geforderten Treueeid auf den Papst und die Römische Kirche abgelegt. Der Kustos befiehlt daher den dafür zuständigen geistlichen Institutionen, Dr. Neithardt in den Besitz der Propstei des Stifts Wiesensteig zu setzen und ihm alle damit verbundenen Einkünfte und Besitzungen zu übertragen. Darüber lässt er von dem öffentlichen Notar Nikolaus Vögili ein Notariatsinstrument ausfertigen.