Schwäbischer Kreis: Kommission zur Auseinandersetzung der Kreisangelegenheiten in Stuttgart (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, C 15
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Reichs- und Kreisinstitutionen vor 1806 >> Schwäbischer Kreis
1807 - 1810, Vorakten ab 1729
Vorbemerkung: Die Kommission zur Auseinandersetzung der Angelegenheiten des Schwäbischen Kreises mit Sitz in Stuttgart bestand von 1807 bis 1810 als gemeinsame Einrichtung derjenigen Staaten, deren Gebiete entweder zum Schwäbischen Kreis gehörten oder aber in den Jahren von 1803-1810 solche Gebiete (Kreisstände) erworben hatten. Die einzelnen Kommissionsmitglieder wurden daher von Baden, Bayern, Hessen-Darmstadt, Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Sigmaringen nach Württemberg entsandt. Die württembergischen Mitglieder der Kommission waren: Geheimer Rat, Landvogt, Landeskommissar und späterer Innenminister Karl Freiherr von Reischach (kurzzeitig) Geheimer Legations- und Staatsrat Johann Peter von Feuerbach Staatsrat Karl Georg Freiherr von Riedesel zu Eisenbach Landschaftskonsulent und Oberjustizrat Johann Friedrich Schmidlin Neben der Auflösung der einzelnen Kreisinstitutionen bestand die Aufgabe der Kommission insbesondere in der Vermögens- und Schuldenabwicklung und der Aufteilung des Personals. Das Inventar der Stuttgarter Kreiskanzlei und der Kreiskasse wurde teilweise verkauft, das Zeughaus und die Vorräte von Württemberg übernommen. Da es sich bei der Kommission um eine zwischenstaatliche Einrichtung handelte, die keinem bestimmten württembergischen Ministerium zugeordnet war, hat der vorliegende Bestand eine Art Sonderstatus inne. Er passte daher weder zu den Behörden der Übergangszeit (D-Bestände im Staatsarchiv Ludwigsburg) noch zu den Kommissionen des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten (E 63) oder des Justizministeriums (E 305). Auf Grund der zahlreichen Vorakten aus dem 18. Jahrhundert und der engen Verzahnung mit den Unterlagen des Schwäbischen Kreises erschien daher eine Einordnung in die C-Bestände am sinnvollsten. Die Unterlagen wurden im Zeitraum von Juli bis September 2011 von den Archivreferendarinnen Johanne Küenzlen und Kristina Starkloff sowie Archivreferendar Michael Ucharim unter Anleitung des Unterzeichneten archivisch erschlossen, wobei aus den bisherigen 19 Aktenfaszikeln (Bund 1-11 mit zahlreichen a-Nummern) kleinere und damit übersichtlichere Einheiten gebildet wurden. Die anschließende Verpackung der Archivalieneinheiten besorgte Frau Ursula Reibnitz. Der Bestand umfasst jetzt 140 Büschel (1,94 lfd. m). Stuttgart, im Oktober 2011 Johannes Renz
a) Stadt- und Landkreise (Kraftfahrzeugkennzeichen):
A Stadt- und Landkreis Augsburg (Bayern)
AA Ostalbkreis (Aalen)
AN Stadt- und Landkreis Ansbach (Bayern)
FDS Landkreis Freudenstadt
FN Bodenseekreis (Friedrichshafen)
GÖ Landkreis Göttingen (Niedersachsen)
GP Landkreis Göppingen
LI Landkreis Lindau (Bodensee) (Bayern)
MA Stadtkreis Mannheim
MM Stadtkreis Memmingen (Bayern)
MN Landkreis Unterallgäu, Mindelheim (Bayern)
RT Landkreis Reutlingen
RV Landkreis Ravensburg
UL Stadtkreis Ulm, Alb-Donau-Kreis
WÜ Stadt- und Landkreis Würzburg (Bayern)
b) Nationalitätskennzeichen:
[A] Österreich
[F] Frankreich
c) Sonstige Abkürzungen:
Bem. Bemerkung
betr. betreffend
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
Dép. Département (in Frankreich)
Enthält u. a. Enthält unter anderem
Enthält v. a. Enthält vor allem
Ex. Exemplar(e)
Fasz. Faszikel
fl. Gulden (florin)
k. k. königlich-kaiserlich
kgl. königlich
lat. lateinisch
Qu. Quadrangel
Schr. Schriftstück(e)
u. m. und mehr
Unterfasz. Unterfaszikel
a) Stadt- und Landkreise (Kraftfahrzeugkennzeichen):
A Stadt- und Landkreis Augsburg (Bayern)
AA Ostalbkreis (Aalen)
AN Stadt- und Landkreis Ansbach (Bayern)
FDS Landkreis Freudenstadt
FN Bodenseekreis (Friedrichshafen)
GÖ Landkreis Göttingen (Niedersachsen)
GP Landkreis Göppingen
LI Landkreis Lindau (Bodensee) (Bayern)
MA Stadtkreis Mannheim
MM Stadtkreis Memmingen (Bayern)
MN Landkreis Unterallgäu, Mindelheim (Bayern)
RT Landkreis Reutlingen
RV Landkreis Ravensburg
UL Stadtkreis Ulm, Alb-Donau-Kreis
WÜ Stadt- und Landkreis Würzburg (Bayern)
b) Nationalitätskennzeichen:
[A] Österreich
[F] Frankreich
c) Sonstige Abkürzungen:
Bem. Bemerkung
betr. betreffend
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
Dép. Département (in Frankreich)
Enthält u. a. Enthält unter anderem
Enthält v. a. Enthält vor allem
Ex. Exemplar(e)
Fasz. Faszikel
fl. Gulden (florin)
k. k. königlich-kaiserlich
kgl. königlich
lat. lateinisch
Qu. Quadrangel
Schr. Schriftstück(e)
u. m. und mehr
Unterfasz. Unterfaszikel
140 Büschel (1,94 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ