Der verstorbene Kieler Ratsherr Jacob Schroeder hat 1527 6.000 Mark in guten, neuen Doppelschillingen bei der Kämmerei eingezahlt. Weil aber ein Markstück damals wie heute einen Kurs von 19 Schillingen hat, hat es bei der Verzinsung Schwierigkeiten gegeben. Die Vormünder der beiden Töchter Ursula und Ilsabe haben gebeten, jede Mark um 3 Schilling zu erhöhen und insgesamt nach 1.125 Mark eingezahlt, so daß das Kapital nunmehr aus 6.000 Mark schweren Hamburger Rentegeldes besteht und mit 300 Mark jährlich verzinst wird. Bei einer Rückzahlung kommen nur folgende Geldsorten in Frage: Dukaten von Hamburg und Lübeck zu 35 Schillingen, rheinische Goldgulden zu 24 Schillingen, gegengestempelte rheinische Goldgulden zu 26 Schillingen und Markstücke sowie Doppelschillinge der wendischen Hansestädte
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Der verstorbene Kieler Ratsherr Jacob Schroeder hat 1527 6.000 Mark in guten, neuen Doppelschillingen bei der Kämmerei eingezahlt. Weil aber ein Markstück damals wie heute einen Kurs von 19 Schillingen hat, hat es bei der Verzinsung Schwierigkeiten gegeben. Die Vormünder der beiden Töchter Ursula und Ilsabe haben gebeten, jede Mark um 3 Schilling zu erhöhen und insgesamt nach 1.125 Mark eingezahlt, so daß das Kapital nunmehr aus 6.000 Mark schweren Hamburger Rentegeldes besteht und mit 300 Mark jährlich verzinst wird. Bei einer Rückzahlung kommen nur folgende Geldsorten in Frage: Dukaten von Hamburg und Lübeck zu 35 Schillingen, rheinische Goldgulden zu 24 Schillingen, gegengestempelte rheinische Goldgulden zu 26 Schillingen und Markstücke sowie Doppelschillinge der wendischen Hansestädte
311-1 I_593
311-1 I Kämmerei I
Kämmerei I >> Urkunden >> Einzeln verzeichnete Urkunden >> Verschiedene Kreditgeschäfte, Handel mit Kammerbriefen, auch Kreditgeschäfte Einzelner
29.09.1532-08.10.1532
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:56 MEZ
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