Anspruch auf das zur Herrschaft Raesfeld gehörende Rittergut Hagenbeck (Kr. Recklinghausen), in das die Mutter der Appellatinnen im Rahmen eines 1734 erfolgten Liquidationsverfahrens immittiert worden war. Der Appellant wendet vor dem RKG ein, daß der Mandatarius seines verstorbenen Vaters Graf Otto Ernst von Limburg-Styrum-Velen, eines Generals, während dessen Abwesenheit 1734 von ihr zu einem Vertrag verleitet worden war, und verweist neben der Forderung nach Abtretung des Rittergutes auf finanzielle Ansprüche seines Vaters. Der Appellant wandte sich 1744 während der Anhängigkeit des Verfahrens an der 1. Instanz an den Erzbischof von Köln, damit dieser den Appellatinnen zu verstehen gebe, daß er wegen der Unordnung des Raesfeldischen Archivs Zeit zur Überprüfung der gegnerischen Ansprüche benötige. Er verlangt für die entgangene Nutzung des Rittergutes Hagenbeck seit 1734 Schadensersatz.
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Anspruch auf das zur Herrschaft Raesfeld gehörende Rittergut Hagenbeck (Kr. Recklinghausen), in das die Mutter der Appellatinnen im Rahmen eines 1734 erfolgten Liquidationsverfahrens immittiert worden war. Der Appellant wendet vor dem RKG ein, daß der Mandatarius seines verstorbenen Vaters Graf Otto Ernst von Limburg-Styrum-Velen, eines Generals, während dessen Abwesenheit 1734 von ihr zu einem Vertrag verleitet worden war, und verweist neben der Forderung nach Abtretung des Rittergutes auf finanzielle Ansprüche seines Vaters. Der Appellant wandte sich 1744 während der Anhängigkeit des Verfahrens an der 1. Instanz an den Erzbischof von Köln, damit dieser den Appellatinnen zu verstehen gebe, daß er wegen der Unordnung des Raesfeldischen Archivs Zeit zur Überprüfung der gegnerischen Ansprüche benötige. Er verlangt für die entgangene Nutzung des Rittergutes Hagenbeck seit 1734 Schadensersatz.
AA 0627, 6401 - L -/1925
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 6. Nachträge
1756
Enthaeltvermerke: Kläger: Reichsgrafvon Limburg-Styrum zu Velen, (Bekl.) Beklagter: Erbinnen der Witwe von Westerholt-Lembeck, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Ruland (1756) Prozeßart: Appellationsprozeß Instanzen: 1. ? - 2. Erzbischofvon Köln (?) - 3. RKG 1756 Beschreibung: 19 Bl., lose, 3 Aktenstücke (prod. 15. Juni 1756, 2 Suppliken, Triplik); kein Protokoll vorhanden; Abgabe des Hauptstaatsarchivs Stuttgart aus Bü 2682 vom 12. Jan. 1994.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:49 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 6. Nachträge (Gliederung)