Wilhelm Ketteler überträgt der Landschaft des Stifts Münster, vertreten durch Herrn Gottfried von Raesfeld, Domdechanten und Propst von St. Mauritz, und Hermann von Velen, Marschall und Drosten zu Bevergern und im Emsland, wegen der Verschuldung des Stifts und weil er die Regierung nicht so versehen habe, wie ihm nach Gottes Befehl gebührt hätte, die folgenden beiden Rentbriefe: Im ersten, ausgestellt von ihm selbst am 15. Mai 1557, verkauft die Landschaft an Werner von Plettenberg für 5000 Goldgulden eine Rente von 225 Gulden. Plettenberg hat den Brief später des Ausstellers Bruder Johann Ketteier übertragen. Im zweiten Brief, ausgestellt am 23. Juni 1561, haben Rudolf von Münster und seine Frau Eida von Onsta dem Aussteller für 3000 Goldgulden eine Rente von 150 Gulden verschrieben. Der Aussteller behält sich und seinem Bruder den Genuß der Renten auf Lebenszeit vor. Lösen Rudolf von Münster oder seine Erben die Rente ein, wird der Aussteller testamentarisch Ersatz dafür bereitstellen. Siegelankündigung desselben.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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