Markgraf Meinhard von Brandenburg, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern und Kärnten, Graf zu Tirol und Görz, Vogt der Hochstifte Aquileja (Aglay), Trient und Brixen, schuldet seinem Hofmeister Heinrich von Rotenburch 896 fl. Dafür versetzt er ihm die Gerichte Kaltem (Chaltarn) und Tramin(ne), welche er von Heinrich dem Kampanner gelöst hat. Davon sind 70 mrk Meraner Münz an Frau Margarete, Markgräfin zu Brandenburg, seiner lieben "swester und gemahel an irer pfantloz ze Mu{e}nchn" gefallen und 30 mrk an sein Hofgesinde an Meran. In den verpfändeten Gerichten soll der Rottenburger mit dem Stab sitzen sowie die Weisat, die zu Tramin gehört, und alle Nutzungsrechte genießen. Der Bischof von Trient, der mit Gunst und Willen Markgraf Meinhards gewählt und eingesetzt wird, kann von dem Rottenburger die Pfandschaft ohne Widerrede zu genannten Bedingungen einlösen. Siegler: Markgraf Meinhard von Brandenburg