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Berichte des erzherzoglichen Rates Dr. Jakob Frankfurter aus Ulm und der Kanzleischreiber Hans von Lienberg und Hans Keller aus dem Feldlager des Schwäbischen Heeres
Berichte des erzherzoglichen Rates Dr. Jakob Frankfurter aus Ulm und der Kanzleischreiber Hans von Lienberg und Hans Keller aus dem Feldlager des Schwäbischen Heeres
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bauernkrieg
Bauernkrieg >> 2. Akten >> 1. Österreichische Regierung in Württemberg >> 1.1. Österreichische Regierung in Württemberg
3. April 1525-3. Mai 1525
Enthält:
a. Originalberichte Dr. Jakob Frankfurter:
1) Dr. Jakob Frankfurter meldet dem Statthalter und Regenten zu Stuttgart, dass er ihr Schreiben, worin sie den Erzherzog bitten, dass er das Land mit Reisigen versehen möchte, diesem zugeschickt hat und gibt ihnen weiter Nachricht über die Einnahme Günzburgs durch die Bauern, 3. April 1525
2) Dr. Jakob Frankfurter berichtet von der Niederschlagung der Bauern bei Leipheim und Günzburg. Auch die Bauern im Allgäu und am Bodensee hätten sich auf Gnade und Ungnade ergeben. Er berichte ihnen deswegen davon, weil die Nachricht vielleicht, wenn sie im Württemberger Land bekannt werde, die dortigen Bauern auch aufmerksam machen, 5. April 1525
3) Dr. Jakob Frankfurter gibt der Regierung Nachricht, dass ihr Gesuch, ihnen 200 Pferde zur Hilfe zuzuschicken, von den Bundesräten nicht bewilligt wurde. Sie dürften das Bundesheer nicht trennen. Wenn sie Reiter nach Württemberg abschicken würden, so würden die anderen Bundesstände das gleiche verlangen, 7. April 1525
4) Dr. Frankfurter übersendet der Regierung einen ihm zugekommenen Brief, 11. April 1525
5) Dr. Frankfurter gibt Nachricht, dass die Absendung der 200 Reiter vom Bund wiederholt abgeschlagen wurden. Er hätte den Erzherzog inzwischen zum 4. Mal angeschrieben, dass dieser die für an die Grenze nach Tirol bestimmten Reiter nach Württemberg schicken möchte, 14. April 1525
6) Dr. Frankfurter schreibt der Regierung wiederum, dass es dem Bund unmöglich wäre, sein Heer zu trennen. Die Regierung soll einstweilen 200 Reiter auf des Bundes Kosten von anderer Seite anzunehmen versuchen. Es falle der Bundesversammlung im übrigen besonders auf, mit welchem Unvermögen die württembergische Regierung nicht in der Lage ist, Widerstand zu tun. Andere Obrigkeiten griffen überall auf das Höchste an, 16. April 1525
7) Auf Nachricht des Erzherzogs teilt Dr. Frankfurter der Regierung mit, dass aus Burgund 200 Reiter nach Württemberg unterwegs seien und auch Graf von Eberstein ihnen mit 100 Pferden zuziehe, 17. April 1525
b. Originalberichte der Kanzleischreiber Hans von Lienberg und Hans Keller an den Statthalter aus dem Bundeslager:
8) Kanzleischreiber Hans von Lienberg gib aus dem Feldlager des Jörg Truchsess Nachricht, dass solcher heute sein Nachtlager zu Pfuhl bei Ulm nehme, morgen auf nach Laupheim aufbreche. Man könne hoffen, mit den Bauern bald "fertig" zu werden, 11. April 1525
9) Hans von Lienberg meldet einige Scharmünzel mit den um Biberach zusammengerotteten Bauern, die Großteils, wer nicht entkommen, getötet wurde. Das Heer wird heute nach Essendorf zwischen Biberach und Waldsee Lager nehmen, 13. April 1525
10) Kanzleischreiber Hans Keller überschickt eine Kopie des von Jörg Truchsess mit den zwei Haufen vom Allgäu und vom Bodensee getroffenen Abschieds, 25. April 1525
11) Bericht über die aktuelle Lage: Jörg Truchsess maschiert auf Stockach zu und auch Herzog Wilhelm von Bayern steht gegen die Aufrührer im Feld, 26. April 1525
12) Bericht über die aktuelle Lage: In der vorigen Nacht wurde das Hauptlager bei Pfullendorf aufgeschlagen mit dem weiteren Hinweis, dass der Briefwechsel am sichersten über Tuttlingen geht, 27. April 1525
13) Bericht über die akutelle Lage: Eingang einer Aufforderung der Bundesräte an Jörg Truchsess, "sich Mühe zu geben" um baldmöglichst nach Württemberg ziehen zu können, 28. April 1525
14) Bericht über die aktuelle Lage: Jörg Truchsess will seinen Marsch nach Herrenberg über Tuttlingen und Balingen nehmen. Die Heugauer Bauern wünschen, sich in Verhandlungen einzulassen. Von ihnen wurden einstweilen 20 Geiseln verlangt, 29. April 1525
15) Bericht über die akutelle Lage: Das Lager kommt heute nach Dotternhausen bei Balingen, 1. Mai 1525
16) Kanzleischreiber Hans Keller meldet die heutige Ankunft von Jörg Truchsess in der Nähe von Tübingen, 3. Mai 1525
Allgäu
Bad Waldsee RV
Balingen BL
Biberach an der Riß BC
Bodensee
Burgund (Bourgogne) [F]
Dotternhausen BL
Essendorf = Unteressendorf : Hochdorf BC
Günzburg GZ
Herrenberg BB
Laupheim BC
Leipheim GZ
Pfuhl : Neu-Ulm NU
Pfullendorf SIG
Stockach KN
Tirol [A]
Tübingen TÜ
Tuttlingen TUT
Ulm UL
Waldsee s. Bad Waldsee
Württemberg
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