Martin Stapf, Schultheiß des Fleckens Bingen, verkauft mit Zustimmung des Freiherrn Adam Bernhard von und zu Hornstein als Erblehensherrn an Matheus Widmar, seinen Enkel, für 470 Gulden Landeswährung, deren Empfang der Aussteller bestätigt, sein erbeigenes Gut, der halbe Meierhof genannt, laut hornsteinischem Urbar eine Hofstatt, auf der ein Haus und eine Scheuer gestanden, samt einen Garten, alles aneinander, mit allem Zubehör, Grund, Boden, Nutzungen, Rechten und Gerechtigkeiten: dazu im Ösch Leuthenberg 3 Jauchert die braithe, 1/2 Jauchert auf dem Leuthenberg, 1/2 Jauchert daselbst, 1/2 Jauchert auf deir r(oß)lauff, 1/2 Jauchert in Böndorff, im Ösch Lawen 3/4 in Steten, 1/2 Jauchert in Kreutzen, 1/2 Jauchert daselbst 1/4 Jauchert in Laimgruoben, 3/4 Jauchert hinter den heusser (?), 1/2 Jauchert in Lawen, 1/2 Jauchert im unteren Hayberg, 1 Jauchert daselbst; im Ösch Weckenried 1/2 Jauchert, 1 Jauchert auf dem Gruobbühl, 1 Jauchert unter dem Gruobbühl, 3/4 Jauchert der Krumacker, 1 Jauchert im Kreith, 1/2 Jauchert in Kreitzen, 1/2 Jauchert jenseits der Wiesen; an Wiesen 1 Mannsmahd in Hofstetten, 1/4 im Ried, 1/4 in der Aw, 1/4 in Weitenried, 1/2 Mannsmahd daselbst, 1/4 Mannsmahd im Kömerlin (?), 1/4 Mannsmahd in Vötliesee (?), 1 Mannsmahd in Weithenried. Anlieger: Erben des Mang Flaisch; U. L. Fr.; Christian Schneider, Altglaser; Jakob Engel; Jung Hans Georg (bzw. Jörg) Engel; Matheis Schneiders Heiligenacker; Johannes (Hans) Bukh' Heiligenacker; Hans Harscher; Kapitelacker; Jung Engel; Balthas Amman; Thomas Schneiders Garten; Niklas Kemer; Stoffel Schneider; Jakob Schneider, Weber; Jörg Speh von Hitzkofen; Franz Engel; Witwe des Klain; Johannes Henne; Erben des Martin Stapf; Matheus Harscher; der Pfarrer; Johannes Meucht; Bastian Schrökh; Jörg Bukh, Maurer, zu Hitzkofen; Johannes Kiene; Jakob Engel, Bauer; Kaspar Schrökh; Christoph Schneider; Barbara Stapf; Alt Hans Jörg Engel; Johannes Refflin, Müller; Johannes Stapf; Flurnamen: das gemeine Markh; die (alte und neue) Lauchert; Hochberger Weg; Egelfinger Weg; das Holz; Müllweg; hornsteinische Wiese; Kaputelwiese; Hitzkofer Wiese; Sigmaringer Wiese; der Hörlinbühl. Aus den Stücken, die sonst frei und erbeigen sind, gehen der Herrschaft Hornstein an Gült jährlich auf Martini 40 Kreuzer, je 1 Malter Vesen, Hafer und Roggen; 1 Huhn, 60 Eier, 1 Gulden Aufzug und 1 Gulden Abzug, von zwei Stücklein am Busenberg nach der Zeig 1/4 bzw. 8 Kreuzer, wenn es nicht bebaut ist, 11 Gulden Zinsen von 220 Gulden darauf stehendem Kapital, dazu Handfrondienste (1 Fronklafter machen, Mähen, Heuen, Schneiden und Hafer rechen oder öhmden, auch gleich anderen hornsteinischen Erblehensgütern 1 Tag mit dem Karren Dung fahren und 1 Tag Hanf führen je nach Anforderung, dazu gewöhnliche Steuer und Zehnt. Die Urkunde ist in der Kanzlei des Sieglers ausgefertigt worden