Amt Wennigsen (Bestand)
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NLA HA, Hann. 74 Wennigsen
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.11 Kurfürstentum/Königreich Hannover >> 1.11.6 Allgemeine Verwaltung >> 1.11.6.2 Untere Landesbehörden >> 1.11.6.2.1 Ämter im Landdrosteibezirk Hannover
1538-1899
Bestandsgeschichte: I. Behördengeschichte
Das Amt Wennigsen wurde am 28.10.1817 durch "Verordnung wegen Zerteilung des bisherigen Amtes Calenberg in die beiden Ämter Calenberg und Wennigsen" gebildet. Das Amt Calenberg behielt damals die Hausvogtei, die Rössinger Vogtei, die Adenser Gohe, die Dörfer Arnum und Lüdersen von der Pattenser Gohe sowie die Städte Pattensen und Eldagsen. Das neu errichtete Amt Wennigsen bekam die Ronnenberger, Gehrdener, Bönnigser und Golternsche Vogtei sowie von der Pattenser Gohe die Dörfer Holtensen (bei Bredenbeck), Evestorf und Argestorf, die der Vogtei Bönnigsen beigelegt wurden. Die Ortschaften Barsinghausen und Altenhof (Klosteramt Barsinghausen) sind 1849 mit dem Amt Wennigsen vereinigt worden.
Im Jahre 1852 wurde das Amt Wennigsen um die Gemeinden Badenstedt, Bornum, Lenthe und Ricklingen, die an das Amt Linden fielen, verkleinert. Die Verwaltungsänderung von 1859 ließ das Amt Wennigsen unverändert. Der von 1867 - 1884 bestehende, nur für Militär- und Steuersachen zuständige Kreis Wennigsen umfasste außer dem Gebiet des Amtes Wennigsen auch das der Ämter Springe und Calenberg. Durch die Kreisordnung vom 6.5.1884 wurden die Ämter Wennigsen und Linden zum Landkreis Linden vereinigt. 1932 erfolgte die Zusammenlegung der Landkreise Linden und Hannover zum jetzigen Landkreis Hannover.
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Die Akten des Amtes Wennigsen sind in mindestens zwei Ablieferungen in das Staatsarchiv gekommen, denen die bis Mai 1956 bestehenden Abteilungen Hann. 74 Wennigsen I und II entsprachen. Einem Zettel mit der Aufschrift "Hann. 74 Wennigsen II. Anhang: Kirchenbücher, Acc. 4/1933" zufolge sind die Kirchennebenbücher (und Zivilstandsregister?) 1933 an das Staatsarchiv abgeliefert worden. Die Signierung erfolgte bei Hann. 74 Wennigsen I nach den Hauptregistraturgruppen I - VIII, innerhalb dieser aber nach einer nicht
Bestandsgeschichte: ganz konsequent durchgeführten, möglicherweise auf die Ablieferungsnumerierung zurückgehenden Bezifferung mit Rotstiftzahlen [stets links oben auf dem Aktendeckel]. Bei Hann. 74 Wennigsen II übernahm man die alten Behördensignaturen. Die auf vielen Aktenumschlägen befindliche Bezeichnung "Archiv (Fach) Nr. …" bezieht sich auf die ehemalige Lagerung nicht mehr kurrenter Akten im sog. "Archiv" der Amtsverwaltung.
Der Verlust der Findbücher für Hann. 74 Wennigsen I und II im letzten Weltkrieg nötigte zu einer Neuverzeichnung des Bestandes, gab aber zugleich auch Gelegenheit zu einer Neuordnung, die im Mai 1956 durchgeführt wurde. Die Bestände Wennigsen I und II sind jetzt vereinigt und zusammen nach dem alten Registraturschema des Amtes aufgestellt worden. Die Einteilung der Registratur folgt dem um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Landdrosteibezirk Hannover für die Amtsverwaltungen üblichen Schema. Die in das Registraturschema fest eingebauten und auf das Gebiet des (späteren) Amtes Wennigsen bezüglichen Vorakten aus dem Amte Calenberg herauszunehmen, bestand keine Veranlassung. Der bisher am Schluss von Hann. 74 Wennigsen liegende kleine Bestand: Hann. 74 Wennigsen I, gebundene Bücher Nr. 1 - 26 wurde aufgelöst; die einzelnen Stücke sind teils (Nr. 1 - 3) zu Hann. 74 Calenberg, teils in die einschlägigen Unterabteilungen von Hann. 74 Wennigsen genommen worden, wo sie sich zwanglos einfügten (vgl. auch die Konkordanz im Anschluss an das Vorwort).
Für die Zeit vor 1817 ist stets Hann. 74 Calenberg als Ergänzung heranzuziehen.
Hannover, den 19. November 1957
gez. König
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juli
Bestandsgeschichte: 2013
Ein Kämmereiregister des Fleckens Gehrden aus den Jahren 1784/85 wurde im Jahr 2017 aus privater Hand erworben und dem Bestand als Nr. 410/6 hinzugefügt.
Hannover, Januar 2018 Dr. Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Das Amt Wennigsen wurde am 28.10.1817 durch "Verordnung wegen Zerteilung des bisherigen Amtes Calenberg in die beiden Ämter Calenberg und Wennigsen" gebildet. Das Amt Calenberg behielt damals die Hausvogtei, die Rössinger Vogtei, die Adenser Gohe, die Dörfer Arnum und Lüdersen von der Pattenser Gohe sowie die Städte Pattensen und Eldagsen. Das neu errichtete Amt Wennigsen bekam die Ronnenberger, Gehrdener, Bönnigser und Golternsche Vogtei sowie von der Pattenser Gohe die Dörfer Holtensen (bei Bredenbeck), Evestorf und Argestorf, die der Vogtei Bönnigsen beigelegt wurden. Die Ortschaften Barsinghausen und Altenhof (Klosteramt Barsinghausen) sind 1849 mit dem Amt Wennigsen vereinigt worden.
Im Jahre 1852 wurde das Amt Wennigsen um die Gemeinden Badenstedt, Bornum, Lenthe und Ricklingen, die an das Amt Linden fielen, verkleinert. Die Verwaltungsänderung von 1859 ließ das Amt Wennigsen unverändert. Der von 1867 - 1884 bestehende, nur für Militär- und Steuersachen zuständige Kreis Wennigsen umfasste außer dem Gebiet des Amtes Wennigsen auch das der Ämter Springe und Calenberg. Durch die Kreisordnung vom 6.5.1884 wurden die Ämter Wennigsen und Linden zum Landkreis Linden vereinigt. 1932 erfolgte die Zusammenlegung der Landkreise Linden und Hannover zum jetzigen Landkreis Hannover.
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Die Akten des Amtes Wennigsen sind in mindestens zwei Ablieferungen in das Staatsarchiv gekommen, denen die bis Mai 1956 bestehenden Abteilungen Hann. 74 Wennigsen I und II entsprachen. Einem Zettel mit der Aufschrift "Hann. 74 Wennigsen II. Anhang: Kirchenbücher, Acc. 4/1933" zufolge sind die Kirchennebenbücher (und Zivilstandsregister?) 1933 an das Staatsarchiv abgeliefert worden. Die Signierung erfolgte bei Hann. 74 Wennigsen I nach den Hauptregistraturgruppen I - VIII, innerhalb dieser aber nach einer nicht
Bestandsgeschichte: ganz konsequent durchgeführten, möglicherweise auf die Ablieferungsnumerierung zurückgehenden Bezifferung mit Rotstiftzahlen [stets links oben auf dem Aktendeckel]. Bei Hann. 74 Wennigsen II übernahm man die alten Behördensignaturen. Die auf vielen Aktenumschlägen befindliche Bezeichnung "Archiv (Fach) Nr. …" bezieht sich auf die ehemalige Lagerung nicht mehr kurrenter Akten im sog. "Archiv" der Amtsverwaltung.
Der Verlust der Findbücher für Hann. 74 Wennigsen I und II im letzten Weltkrieg nötigte zu einer Neuverzeichnung des Bestandes, gab aber zugleich auch Gelegenheit zu einer Neuordnung, die im Mai 1956 durchgeführt wurde. Die Bestände Wennigsen I und II sind jetzt vereinigt und zusammen nach dem alten Registraturschema des Amtes aufgestellt worden. Die Einteilung der Registratur folgt dem um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Landdrosteibezirk Hannover für die Amtsverwaltungen üblichen Schema. Die in das Registraturschema fest eingebauten und auf das Gebiet des (späteren) Amtes Wennigsen bezüglichen Vorakten aus dem Amte Calenberg herauszunehmen, bestand keine Veranlassung. Der bisher am Schluss von Hann. 74 Wennigsen liegende kleine Bestand: Hann. 74 Wennigsen I, gebundene Bücher Nr. 1 - 26 wurde aufgelöst; die einzelnen Stücke sind teils (Nr. 1 - 3) zu Hann. 74 Calenberg, teils in die einschlägigen Unterabteilungen von Hann. 74 Wennigsen genommen worden, wo sie sich zwanglos einfügten (vgl. auch die Konkordanz im Anschluss an das Vorwort).
Für die Zeit vor 1817 ist stets Hann. 74 Calenberg als Ergänzung heranzuziehen.
Hannover, den 19. November 1957
gez. König
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juli
Bestandsgeschichte: 2013
Ein Kämmereiregister des Fleckens Gehrden aus den Jahren 1784/85 wurde im Jahr 2017 aus privater Hand erworben und dem Bestand als Nr. 410/6 hinzugefügt.
Hannover, Januar 2018 Dr. Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ