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Die kaiserlichen Kommissare des Klosters Fulda, Heinrich [von
Bobenhausen], Hochmeister des Deutschen Ordens, und Johann Achilles
Ilsung zu Kunber...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1581-1590
1582 Februar 11
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 1 nur bruchstückhaft erhalten, Nr. 2 fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gescheen zu Fulda Montags den ailfften Februarii im funffzehen hundert zwei undt achzigsten iahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die kaiserlichen Kommissare des Klosters Fulda, Heinrich [von Bobenhausen], Hochmeister des Deutschen Ordens, und Johann Achilles Ilsung zu Kunberg (Khunberg) und Linda, bekunden, dass sie ihrem Untertan aus Ufhausen, Jobst (Jost) Henning, dessen Ehefrau Elisabeth und ihren Erben ein Gut in Ufhausen nach Fuldaer Lehnrecht verliehen haben. Das Zubehör des Gutes besteht aus zweieinhalb Vierteln bestellter Ackerfläche im Herbst und sieben Fuder Heu Wiesenfläche. Das Gut hat Jobst Henning von Kaspar Beck für 600 Gulden gekauft; Kaspar Beck hat das Gut den Administratoren aufgesagt. Jobst Henning und seine Ehefrau haben das Gut in gutem Zustand zu halten und sollen nichts davon weggeben. Jährlich an Michaelis [September 29] haben sie folgenden Zins zu zahlen: 13 Böhmische [Groschen], zwei Pfennige Fuldaer Währung, anderthalb Viertel Roggen (korn), anderthalb Viertel Hafer, zwei Hähne, ein Reihuhn (reyhun) und achteinhalb Eier. Sie haben Folge, Steuer und Frondienst mit dem Pflug zu leisten und bei Heimfall des Lehns Lehnrecht und Handlohn zu entrichten. Andere Rechte des Klosters bleiben von dieser Belehnung unberührt. Wenn das Gut später verkauft werden sollte, erhalten die nächsten Verwandten [von Jobst Henning und dessen Ehefrau] das Vorkaufsrecht. Ankündigung des Sekretsiegels Heinrichs und des Siegels Johann Achilles'. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Hochmeister Heinrich, Johann Achilles Ilsung]
1582 Februar 11 war kein Montag, sondern ein Sonntag [alter Stil] bzw. Donnerstag 8neuer Stil].
Johann Achilles I. Ilsung stammte aus einem Augsburger Patriziergeschlecht und stand zu Lebzeiten in mehreren Ämtern im Reichsdienst unter Maximilian II. und Rudolf II. Neben der Stellung eines Reichskommissars bekleidete er auch die Würde eines Landvogts in Schwaben und Neuburg am Rhein sowie das Amt des Reichspfennigmeisters, vgl. ADB 14, S. 34 f. und NDB 10, S. 142.
Bei einem Reihuhn handelt es sich wahrscheinlich um ein im Frühjahr [zur Zeit des Reigens = rei] abzulieferndes Huhn.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.