Schaumburg-Lippische Regierung - Auswärtige Angelegenheiten (Bestand)
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L 95 IV
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.4. Außerlippische Bestände
(1153-1567) 1568-1858
Gesetze und landesherrliche Verordnungen (1551-1614) 1615-1828 (7); Reichsangelegenheiten 1568, 1755-1849 (5); Auseinandersetzungen mit der Familie zur Lippe und dem Fürstbistum Paderborn (1368-1652) 1653-1788 (14); lippische Landtage 1583-1777 (7); Lehnsangelegenheiten (1153-1453) 1658-1809 (2); Beitritt Schaumburg-Lippes zum Steuerverband der Staaten Hannover, Oldenburg und Braunschweig 1834-1837 (2); Verschiedenes (1278-1797)1630-1858 (3).
Bestandsgeschichte: Akten der Schaumburg-Lippischen Regierung betreffend die Grafschaft Lippe und andere Angelegenheiten; 1935/36 mit einer Aktenabgabe des Bückeburger Archivs nach Detmold gelangt.
Form und Inhalt: 1. Ablieferung der Akten aus Bückeburg
2. Bisherige Aufteilung
3. Inhalt des Bestandes L 95 II (alt)
4. Nähere Beschreibung des Bestandes L 95 IV (neu)
1. In einem Dankschreiben an die Schaumburg-Lippische Landesregierung vom 16.07.1936 bestätigte der Reichsstatthalter zu Lippe und Schaumburg-Lippe (Landesregierung Lippe) die Abgabe von Aktenbeständen aus dem Archiv Bückeburg an das damalige Landesarchiv zu Detmold. Nach diesem Schreiben handelte es sich um Akten der ehemaligen Ämter Blomberg und Schieder.
2. Eine Durchsicht dieser Akten, die in Detmold unter der Signatur L 95 geführt wurden, ergab jedoch als weitere Provenienz Regierung und Paragialamt Alverdissen, so dass eine vorläufige Ordnung zu folgender Aufgliederung führte:
L 95 I Schaumburg-Lippische Regierung und Hofkammer:
Paragialbesitz Blomberg, Schieder
L 95 II Familienakten der Familie zur Lippe-Alverdissen
L 95 III Schaumburg-Lippische Regierung und Hofkammer:
Paragialbesitz Alverdissen
3. Eine genaue Verzeichnung des Bestandes L 95 II erfolgte von Oktober 1978 bis Januar 1979. Dabei erwies sich, dass die bisherige Bestandsbezeichnung nur für einen Teil der Akten zutraf und der gesamte Bestand zeitlich und inhaltlich weit umfangreicher war. Etwa 40% des Materials betraf rein schaumburgische Angelegenheiten, vorwiegend des 19. Jahrhunderts; dieser Teil wurde an das Niedersächsische Staatsarchiv Bückeburg zurückgegeben. Weitere 40% befassten sich mit Personalangelegenheiten der schaumburg-lippischen Nebenlinie zu Alverdissen, die mit dem Grafen Philipp II. Ernst 1777 nach dem Aussterben des älteren Hauses Schaumburg-Lippe in Bückeburg an die Regierung kam. Die restlichen 20% verteilten sich auf die Ämter Alverdissen, Blomberg und Sternberg, auf die Regierung Lippe (-Detmold), auf den Lippe-Brakeschen Erbfolgestreit und auf Varia ohne erkennbaren Zusammenhang.
Insgesamt erweckte dieser (alte) Bestand L 95 II den Eindruck einer recht willkürlichen und bruchstückhaften Sammlung ohne inneren Bezug. Allein die Personalangelegenheiten der Nebenlinie Alverdissen ergaben einen sinnvollen, einigermaßen geschlossenen Zusammenhang. Dieses Material bildet daher den neuen Bestand L 95 II, während die oben erwähnten kleineren Partien (Alverdissen, Blomberg etc.) in bereits vorhandene entsprechende Bestände eingeordnet wurden.
4. Das vorliegende Findbuch L 95 IV umfasst 40 bisher unverzeichnete Akten (10 Kartons) zur Innen- und Außenpolitik der Schaumburg-Lippischen Landesregierung; vorwiegend zu Auseinandersetzungen mit der Grafschaft Lippe und der Familie zur Lippe-Detmold. Die Unterlagen wurden vermutlich ebenfalls im Jahr 1936 von der Schaumburg-Lippischen Regierung an das lippische Landesarchiv abgegeben und stammen aus der Zeit zwischen der Mitte des 16. und der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie wurden im Februar 2014 von der Praktikantin Christina Sprick verzeichnet. Die vorliegende Findbucheinleitung enthält Auszüge aus dem im März 1979 von Gisela Wilbertz verfassten Vorwort des ebenfalls im Landesarchiv vorliegenden Aktenbestandes L 95 II (Familienakten des Hauses Lippe-Alverdissen). Detmold, den 26. Februar 2014 gez. Schumacher
Bestandsgeschichte: Akten der Schaumburg-Lippischen Regierung betreffend die Grafschaft Lippe und andere Angelegenheiten; 1935/36 mit einer Aktenabgabe des Bückeburger Archivs nach Detmold gelangt.
Form und Inhalt: 1. Ablieferung der Akten aus Bückeburg
2. Bisherige Aufteilung
3. Inhalt des Bestandes L 95 II (alt)
4. Nähere Beschreibung des Bestandes L 95 IV (neu)
1. In einem Dankschreiben an die Schaumburg-Lippische Landesregierung vom 16.07.1936 bestätigte der Reichsstatthalter zu Lippe und Schaumburg-Lippe (Landesregierung Lippe) die Abgabe von Aktenbeständen aus dem Archiv Bückeburg an das damalige Landesarchiv zu Detmold. Nach diesem Schreiben handelte es sich um Akten der ehemaligen Ämter Blomberg und Schieder.
2. Eine Durchsicht dieser Akten, die in Detmold unter der Signatur L 95 geführt wurden, ergab jedoch als weitere Provenienz Regierung und Paragialamt Alverdissen, so dass eine vorläufige Ordnung zu folgender Aufgliederung führte:
L 95 I Schaumburg-Lippische Regierung und Hofkammer:
Paragialbesitz Blomberg, Schieder
L 95 II Familienakten der Familie zur Lippe-Alverdissen
L 95 III Schaumburg-Lippische Regierung und Hofkammer:
Paragialbesitz Alverdissen
3. Eine genaue Verzeichnung des Bestandes L 95 II erfolgte von Oktober 1978 bis Januar 1979. Dabei erwies sich, dass die bisherige Bestandsbezeichnung nur für einen Teil der Akten zutraf und der gesamte Bestand zeitlich und inhaltlich weit umfangreicher war. Etwa 40% des Materials betraf rein schaumburgische Angelegenheiten, vorwiegend des 19. Jahrhunderts; dieser Teil wurde an das Niedersächsische Staatsarchiv Bückeburg zurückgegeben. Weitere 40% befassten sich mit Personalangelegenheiten der schaumburg-lippischen Nebenlinie zu Alverdissen, die mit dem Grafen Philipp II. Ernst 1777 nach dem Aussterben des älteren Hauses Schaumburg-Lippe in Bückeburg an die Regierung kam. Die restlichen 20% verteilten sich auf die Ämter Alverdissen, Blomberg und Sternberg, auf die Regierung Lippe (-Detmold), auf den Lippe-Brakeschen Erbfolgestreit und auf Varia ohne erkennbaren Zusammenhang.
Insgesamt erweckte dieser (alte) Bestand L 95 II den Eindruck einer recht willkürlichen und bruchstückhaften Sammlung ohne inneren Bezug. Allein die Personalangelegenheiten der Nebenlinie Alverdissen ergaben einen sinnvollen, einigermaßen geschlossenen Zusammenhang. Dieses Material bildet daher den neuen Bestand L 95 II, während die oben erwähnten kleineren Partien (Alverdissen, Blomberg etc.) in bereits vorhandene entsprechende Bestände eingeordnet wurden.
4. Das vorliegende Findbuch L 95 IV umfasst 40 bisher unverzeichnete Akten (10 Kartons) zur Innen- und Außenpolitik der Schaumburg-Lippischen Landesregierung; vorwiegend zu Auseinandersetzungen mit der Grafschaft Lippe und der Familie zur Lippe-Detmold. Die Unterlagen wurden vermutlich ebenfalls im Jahr 1936 von der Schaumburg-Lippischen Regierung an das lippische Landesarchiv abgegeben und stammen aus der Zeit zwischen der Mitte des 16. und der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie wurden im Februar 2014 von der Praktikantin Christina Sprick verzeichnet. Die vorliegende Findbucheinleitung enthält Auszüge aus dem im März 1979 von Gisela Wilbertz verfassten Vorwort des ebenfalls im Landesarchiv vorliegenden Aktenbestandes L 95 II (Familienakten des Hauses Lippe-Alverdissen). Detmold, den 26. Februar 2014 gez. Schumacher
10 Kartons = 40 Archivbände (1153-1567) 1568-1858. - Findbuch: L 95 IV.
Bestand
German
Engel, Franz, Die Schaumburg-Lippischen Archive und zentralen Registraturen (Veröff. der Niedersächs. Archivverw. 4), Göttingen 1955; Stöwer, Herbert, Die lippische Kommunalverfassung, in: Archivpflege in Westfalen und Lippe Nr. 8, Juli 1976, S. 3-14; Stöwer, Herbert, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archival tectonics)
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- 1.1.4. Außerlippische Bestände (Archival tectonics)
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