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Bürgermeister, Rat, Schöffen und Bürger der Stadt Hammelburg
bekunden, dass sie eine im Folgenden inserierte Urkunde von Johann [von
Merlau], Abt ...
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Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gegeben ist in jar und an tage als oben geschriben stet
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Bürgermeister, Rat, Schöffen und Bürger der Stadt Hammelburg bekunden, dass sie eine im Folgenden inserierte Urkunde von Johann [von Merlau], Abt von Fulda, Dekan Giso und dem Konvent von Fulda erhalten haben. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1404 November 6: Johann [von Merlau], Abt von Fulda, Dekan Giso und der Konvent von Fulda bekunden, dass sie sich mit den Bürgermeistern, Räten, Schöffen und Bürgern ihrer Städte Fulda, Vacha und Hammelburg nach Maßgabe der darüber ausgestellten Urkunden geeinigt hatten, den Städten für sechs Jahre die Steuern zu erlassen. Nach Ablauf von drei Jahren berichtet die Stadt Hammelburg nun von erheblichen Schwierigkeiten bei der Begleichung ihrer Schulden. Daraufhin verzichtet der Abt mit Zustimmung des Dekans Giso und des Konvents für weitere sieben Jahre von Ausstellung der Urkunde an auf die Erhebung von Steuern. Als Ersatz soll die Stadt 1600 Goldgulden geben. Davon sind bereits 100 Gulden bezahlt. 200 Gulden soll sie am kommenden Tag Kathedra Petri [1405 Februar 22] zahlen. Die übrigen 1300 Gulden zahlt sie über sieben Jahre verteilt jeweils an den vier Fronfasten [Mittwoch bis Sonnabend nach Invocavit, Pfingsten, Kreuzerhöhung [September 14] und Lucia [Dezember 13]], wo jeweils 46 Gulden, fünf Tournosen und drei alte Heller in der Stadt Fulda gezahlt werden. Die alten Vereinbahrungen über die Steuer bleiben gültig. Nach Ablauf der sieben Jahre wird die übliche Steuerzahlung wieder aufgenommen. Siegelankündigung des Abts und des Konvents. (... der gegeben ist nach Cristi geburt virtzehenhundert jare darnach in dem virden jare am Donrestage nehst vor sent Mertins tage). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Stadt Hammelburg]
Unten rechts auf der Plica u. a. die Notiz 43,5 Gulden 15 alte Heller.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.