Gutsarchiv Benndorf (Bestand)
Show full title
H 25 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1633) 1681 - 1861 (20. Jh.)
Benutzbarkeit: eingeschränkt benutzbar
Findhilfsmittel: Findbuch von 1987 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Der Ort Benndorf ist 1953/57 einem Braunkohletagebau gewichen. Er war zuletzt ein Ortsteil von Braunsbedra, heute Saalekreis, Sachsen-Anhalt.
Das Pfarrdorf Benndorf lag im Amt Merseburg des Hochstifts Merseburg, das seit 1561 als Nebenland zu Kursachsen gehörte und 1657–1738 als Herzogtum Sachsen-Merseburg nochmals Eigenständigkeit erlangte. 1815 wurde der Ort an Preußen abgetreten und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Das Rittergut Benndorf, das die Patrimonialgerichtsbarkeit besaß, wird bereits 1367 als Besitz des Dietrich von Droyßig erwähnt. Seit 1468 sind die von Taubenheim als Besitzer nachweisbar, die das Gut 1676 an Antonius von Schönberg verkauften, bevor es 1718 an Hans Georg aus dem Winckel auf Baumersroda kam. 1739 bis 1847 war das Gut im Besitz der Freiherren bzw. Grafen von Zech(-Burkersroda), die 1747 die Allodifizierung erreichten.
Spätere Besitzer von Benndorf waren ab 1847 die Familie Schwani(t)z, ab 1890 die Familie (von) Werneburg und von ca. 1922 bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 die Gewerkschaft Michel in Großkayna.
Bestandsinformationen: Das Gutsarchiv Benndorf stammt hauptsächlich aus der Periode von 1739 bis 1847, als das Rittergut Benndorf im Besitz der Freiherren bzw. Grafen von Zech(-Burkersroda) war. Es wurde bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 im Archiv der Grafen von Zech-Burkersroda im Schloss Goseck aufbewahrt. Im Februar und März 1949 waren die enteigneten „Gutsakten Goseck und Restbestände von verschiedenen Gütern“ vom Landeshauptarchiv Magdeburg in Zusammenarbeit mit der Archivberatungsstelle Naumburg sichergestellt und dem Landesarchiv Merseburg übergeben worden. Nach dessen Auflösung gelangten diese Akten an das heutige Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg, das bereits 1955 ein Bündel mit Akten des Gutsarchivs Benndorf erhalten hatte.
Bei der 1982 erfolgten Erschließung des umfangreichen Gosecker Archivbestandes durch eine Arbeitsgruppe im Staatsarchiv Magdeburg wurde das Gutsarchiv Benndorf daraus herausgelöst und als separater Bestand aufgestellt. Familiengeschichtliche Unterlagen befinden sich nicht in diesem Bestand, da diese im Gutsarchiv Goseck belassen worden sind.
Der Bestand wird aufgrund eines 2005 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Verweise:
A 35, B XV Nr. 1-10 (Lehns- und Konsensakten von 1624 bis 1847).
Literatur:
Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzendere Gebiete, Heft 8, Kreis Merseburg, hrsg. von der Historischen Kommission der Provinz Sachsen, Halle 1883.
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Findhilfsmittel: Findbuch von 1987 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Der Ort Benndorf ist 1953/57 einem Braunkohletagebau gewichen. Er war zuletzt ein Ortsteil von Braunsbedra, heute Saalekreis, Sachsen-Anhalt.
Das Pfarrdorf Benndorf lag im Amt Merseburg des Hochstifts Merseburg, das seit 1561 als Nebenland zu Kursachsen gehörte und 1657–1738 als Herzogtum Sachsen-Merseburg nochmals Eigenständigkeit erlangte. 1815 wurde der Ort an Preußen abgetreten und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Das Rittergut Benndorf, das die Patrimonialgerichtsbarkeit besaß, wird bereits 1367 als Besitz des Dietrich von Droyßig erwähnt. Seit 1468 sind die von Taubenheim als Besitzer nachweisbar, die das Gut 1676 an Antonius von Schönberg verkauften, bevor es 1718 an Hans Georg aus dem Winckel auf Baumersroda kam. 1739 bis 1847 war das Gut im Besitz der Freiherren bzw. Grafen von Zech(-Burkersroda), die 1747 die Allodifizierung erreichten.
Spätere Besitzer von Benndorf waren ab 1847 die Familie Schwani(t)z, ab 1890 die Familie (von) Werneburg und von ca. 1922 bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 die Gewerkschaft Michel in Großkayna.
Bestandsinformationen: Das Gutsarchiv Benndorf stammt hauptsächlich aus der Periode von 1739 bis 1847, als das Rittergut Benndorf im Besitz der Freiherren bzw. Grafen von Zech(-Burkersroda) war. Es wurde bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 im Archiv der Grafen von Zech-Burkersroda im Schloss Goseck aufbewahrt. Im Februar und März 1949 waren die enteigneten „Gutsakten Goseck und Restbestände von verschiedenen Gütern“ vom Landeshauptarchiv Magdeburg in Zusammenarbeit mit der Archivberatungsstelle Naumburg sichergestellt und dem Landesarchiv Merseburg übergeben worden. Nach dessen Auflösung gelangten diese Akten an das heutige Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg, das bereits 1955 ein Bündel mit Akten des Gutsarchivs Benndorf erhalten hatte.
Bei der 1982 erfolgten Erschließung des umfangreichen Gosecker Archivbestandes durch eine Arbeitsgruppe im Staatsarchiv Magdeburg wurde das Gutsarchiv Benndorf daraus herausgelöst und als separater Bestand aufgestellt. Familiengeschichtliche Unterlagen befinden sich nicht in diesem Bestand, da diese im Gutsarchiv Goseck belassen worden sind.
Der Bestand wird aufgrund eines 2005 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Verweise:
A 35, B XV Nr. 1-10 (Lehns- und Konsensakten von 1624 bis 1847).
Literatur:
Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzendere Gebiete, Heft 8, Kreis Merseburg, hrsg. von der Historischen Kommission der Provinz Sachsen, Halle 1883.
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 1.1
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST