Dreifuss, Ludwig
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, FL 300/33 I Bü 17211
Rest S 5307
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, FL 300/33 I Amtsgericht Stuttgart: Akten des Schlichters für Wiedergutmachung Stuttgart
Amtsgericht Stuttgart: Akten des Schlichters für Wiedergutmachung Stuttgart >> D
Enthält u.a.: Rückerstattungsanspruch auf mehrere "wertvolle" Perser-Teppiche, zahlreiche Gemälde von [Amandus] Faure, [vermutlich: Edmund] Stierle, Oskar Frey, [vermutlich Friedrich von oder Paul Wilhelm] Keller etc., antike Gemälde französischer, italienischer und deutscher Meister, 1 "wertvolle" Zinn-Sammlung, 1 Sammlung von Nymphenburger, Meissener, Ludwigsburger, Kopenhagener und Nürnberger Porzellangegenständen, 1 Sammlung antiker, zum Teil mit Edel- und Halbedelsteinen besetzter Gold-, Silber- und Elfenbeingegenstände, 1 Sammlung antiker Silberuhren, 1 Sammlung von Silberdosen und Silberbechern, 1 umfangreiche Sammlung von Goldmünzen ("einige 100 Stück"), 1 Kiste (150 x 80 x 70 cm) mit 1 umfangreichen Sammlung von Silbermünzen, 2 Sammlungen von Briefmarken (1 Alt-Württemberg, 1 Deutschland betreffend), 1 geologische Sammlung, Kameen-Sammlung der Königin Olga von Württemberg (in einem Zitronenholzkästchen), 1 Miniaturen-Sammlung aus verschiedenen Schlössern Württembergs, ca. 100 goldene Ehe- und Siegelringe und weitere Waren aus dem Lager des Juweliers Ludwig Dreifuss (Vater von Else Wiesmann);
Hinweis auf in den Jahren 1945 und 1946 angeblich von dem Althändler [Max] Kaupp, Stuttgart-Degerloch, Reginastrasse 53, an [wahrscheinlich: Larry (Lutz)] Pick und Lothar Geissenberger [an anderer Stelle der Akte: Geiselberg] als Verwandte von Ludwig Dreifuss ausgelieferte, zum Teil Dreifuss entzogene und von Kaupp erworbene Gegenstände, u.a. goldene Schmuckgegenstände (u.a. 5 goldene (585er Gold) Kamee-Broschen, 1 Paar goldene Ohrringe mit Perlen, 1 Paar Ohrringe mit "echten" Perlen, 1 Vorstecknadel mit Perlen und Brillanten), 2 Perser-Brücken, 1 Lipp-Klavier, 1 Ölgemälde von Max Bergmann, 1 Ölgemälde "Tanzende Frau mit Türken" von A. [wahrscheinlich: Amandus] Faure [in der Akte wohl fälschlich: Fauer], 1 Ölgemälde "Tirolerin" eines Münchner Malers, 2 holländische Gemälde "Kunst und Wissenschaft" (um 1750), 6 kleine, durchweg signierte Ölgemälde, 1 Posten Zinn (Zunfthumpen), 1 Marmor-Uhr, 1 Elefant aus Ebenholz, diverse Nippesfiguren (Marken-Porzellan), 1 Speisezimmer-Einrichtung ("beste Ausführung", bestehend aus 1 Buffet, 1 Tisch, 4 Stühlen, 2 Sesseln, "englisch mit Fratze")
Hinweis auf in den Jahren 1945 und 1946 angeblich von dem Althändler [Max] Kaupp, Stuttgart-Degerloch, Reginastrasse 53, an [wahrscheinlich: Larry (Lutz)] Pick und Lothar Geissenberger [an anderer Stelle der Akte: Geiselberg] als Verwandte von Ludwig Dreifuss ausgelieferte, zum Teil Dreifuss entzogene und von Kaupp erworbene Gegenstände, u.a. goldene Schmuckgegenstände (u.a. 5 goldene (585er Gold) Kamee-Broschen, 1 Paar goldene Ohrringe mit Perlen, 1 Paar Ohrringe mit "echten" Perlen, 1 Vorstecknadel mit Perlen und Brillanten), 2 Perser-Brücken, 1 Lipp-Klavier, 1 Ölgemälde von Max Bergmann, 1 Ölgemälde "Tanzende Frau mit Türken" von A. [wahrscheinlich: Amandus] Faure [in der Akte wohl fälschlich: Fauer], 1 Ölgemälde "Tirolerin" eines Münchner Malers, 2 holländische Gemälde "Kunst und Wissenschaft" (um 1750), 6 kleine, durchweg signierte Ölgemälde, 1 Posten Zinn (Zunfthumpen), 1 Marmor-Uhr, 1 Elefant aus Ebenholz, diverse Nippesfiguren (Marken-Porzellan), 1 Speisezimmer-Einrichtung ("beste Ausführung", bestehend aus 1 Buffet, 1 Tisch, 4 Stühlen, 2 Sesseln, "englisch mit Fratze")
1 Bü
Personenakten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:34 MEZ
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