Kläger: Kaiserlicher Fiskal und als Nebenkläger Jacques Budier, Kaufmann in Altona, dann in Speyer wohnhaft.- Beklagter: Rat der Stadt Hamburg und als Nebenbeklagte Duarte Nunes da Costa, portugiesischer Resident in Hamburg, und Silvio del Monte als Testamentsexekutoren des Johann da Rocha Pinto sowie Judith de Prado als Erbin des Johann da Rocha Pinto in Hamburg.- Streitgegenstand: Mandati ... sine clausula; Eintreibung einer Prozessstrafe gegen die Nebenbeklagten in Höhe von 4 Mark löthigen Goldes und Vollstreckung eines Urteils des Reichskammergerichtes in Appellationssachen auf Wiedereinsetzung des Nebenbeklagten in ein Erbe an der Wallstraße und in zwei Höfe in Lesigfeld im Kammerland (Amt Steinburg), die in der Vorinstanz den Nebenbeklagten zugesprochen worden waren
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Kläger: Kaiserlicher Fiskal und als Nebenkläger Jacques Budier, Kaufmann in Altona, dann in Speyer wohnhaft.- Beklagter: Rat der Stadt Hamburg und als Nebenbeklagte Duarte Nunes da Costa, portugiesischer Resident in Hamburg, und Silvio del Monte als Testamentsexekutoren des Johann da Rocha Pinto sowie Judith de Prado als Erbin des Johann da Rocha Pinto in Hamburg.- Streitgegenstand: Mandati ... sine clausula; Eintreibung einer Prozessstrafe gegen die Nebenbeklagten in Höhe von 4 Mark löthigen Goldes und Vollstreckung eines Urteils des Reichskammergerichtes in Appellationssachen auf Wiedereinsetzung des Nebenbeklagten in ein Erbe an der Wallstraße und in zwei Höfe in Lesigfeld im Kammerland (Amt Steinburg), die in der Vorinstanz den Nebenbeklagten zugesprochen worden waren
211-2_F 34
F 2744
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> F
1631,1648-1662
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Kaiserlicher Fiskal. Beklagte: Dr. Georg Goll (1651), Dr. Johann Carl Müeg (1661). Nebenbeklagte: Dr. Paul Gambs (1655), Dr. Johann Carl Müeg (1657).- Instanzen: 1. Reichskammergericht 1651-1662.- Darin: Heiratsvertrag von 1631 zwischen Johann da Rocha Pinto, portugiesischer Jude, und Isabel de Fretes Garcia, Tochter des Pablo Gomez und Schwester des Manuel Gomez Prado, sowie Quittung über den empfangenen Brautschatz (in spanischer und deutscher Sprache); Auszüge aus dem Testament von 1648 des Johann da Rocha Pinto; Inventare von 1655 der dem Nebenkläger zugesprochenen Häuser und Höfe; Vertrag von 1657 über die Vermietung eines Hauses am Dreckwall durch Maria Budier an Estienne Fremion dit le Richmond; Vertrag von 1658 über die Vermietung eines Hauses an der Wallstraße durch Maria Budier an Georg Baron von Plettberg, kaiserlicher Hofkammerrat und außerordentlicher Gesandter und Resident in Hamburg; Aufstellung über die Ausgaben zur Reparierung des Hauses an der Wallstraße; Aktenstücke aus dem Prozess des Salomo de Casseres, Kurator der Judith de Pardo, gegen den Nebenkläger vor dem Niedergericht 1655-1657 wegen Impugnation der Zuschreibung eines Erbes an den Nebenkläger.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11116 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:56 MEZ