Interview mit Michal Wager und mit Frau Stiefele (Teil 1)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 30/008 A140056/105
Nr. 12
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 30/008 Audiovisuelle Medien des Gedenkstättenverbundes Gäu-Neckar-Alb e.V.
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1. Oktober 1994
0:00:00 - 0:57:00
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., und Ulrike Baumgärtner, Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Michal Wager (geboren 22.06.1921 in Tübingen; früher: Lieselotte Schäfer), jüngste Tochter von Albert Schäfer (Mitinhaber des Modehaues Degginger am Holzmarkt in Tübingen, geboren 26.08.1878; gestorben 04.05.1941) und Selma Schäfer(geboren 14.03.1887; gestorben 26.03.1942) am 01.10.1994, in Jerusalem über:
Erinnerung an die Tübinger Zeit nach 1933. Bestürzung über die Machtergreifung von Adolf Hitler am 30. Januar 1933. Kaufboykott am 1. April 1933. Hilfe von Familie Blackmann. Kontakt zu Doris Doctor (geboren 11.04.1923 in Tübingen; geborene Bernheim) und zu den Familien Wochenmark und Hirsch. Keine Diskriminierungen: Aber "ich war Außenseiter, ich gehörte nicht mehr dazu". Herbst 1937 Jugend-Alija nach Palästina. Vorbereitungslager in München. Schulzeit in Tübingen. Kontakte mit den Eltern bis Kriegsanfang. Verhältnis zum Judentum. Aufbau im Kibbuz Ginnossar. Aufstellung einer jüdischen Brigade während des Zweiten Weltkrieges. Aufbauleistung der deutschen Juden in Israel. Tod ihrer Eltern. Ihr Ehemann und ihre drei Kinder. Verhältnis von Israel und Deutschland. Einladung der Stadt Tübingen an die Juden. Beliebtheit von Max Löwenstein (Viehhändler, geboren 10.11.1874 - † 05.06.1944).
0:57:00 - 1:35:00
Teil 1
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., und Ulrike Baumgärtner, Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Erna Stiefele, geborene Weidle, am 01.10.1994, in Jerusalem über:
Erinnerung an: Therese Kappenmacher (später: Therese Stern-Lawrence, geboren 11.04.1925 in Haigerloch): Einzige Jüdin in ihrer Grundschulklasse, Berta Heidenhain: "Halbjüdin". Schikanen/Schläge von der Lehrerin Fräulein Merz gegen Therese Kappenmacher. Erinnerung an Victor Marx (Kaufmann, geboren 10.07.1903 - gestorben 1983) und an jüdische Viehhändler. Zusammenarbeit ihrer beiden Großväter Weidle und Stammler mit Juden. Ihre erste Reise nach Israel. Beerdigung von Albert Schäfer (Mitinhaber des Modehaues Degginger am Holzmarkt in Tübingen, geboren 26.08.1878 - gestorben 04.05.1941) in Tübingen-Wankheim. Über den Tod von Walter Löwenstein (Automechaniker, geboren 10.03.1909 in Tübingen; gestorben 18.09.1978 in Tübingen) und seine Liebe zu Tübingen. 1938 Ausverkauf beim Kaufmann Leopold Hirsch (geboren 01.12.1876 - gestorben 08.10.1966).
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., und Ulrike Baumgärtner, Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Michal Wager (geboren 22.06.1921 in Tübingen; früher: Lieselotte Schäfer), jüngste Tochter von Albert Schäfer (Mitinhaber des Modehaues Degginger am Holzmarkt in Tübingen, geboren 26.08.1878; gestorben 04.05.1941) und Selma Schäfer(geboren 14.03.1887; gestorben 26.03.1942) am 01.10.1994, in Jerusalem über:
Erinnerung an die Tübinger Zeit nach 1933. Bestürzung über die Machtergreifung von Adolf Hitler am 30. Januar 1933. Kaufboykott am 1. April 1933. Hilfe von Familie Blackmann. Kontakt zu Doris Doctor (geboren 11.04.1923 in Tübingen; geborene Bernheim) und zu den Familien Wochenmark und Hirsch. Keine Diskriminierungen: Aber "ich war Außenseiter, ich gehörte nicht mehr dazu". Herbst 1937 Jugend-Alija nach Palästina. Vorbereitungslager in München. Schulzeit in Tübingen. Kontakte mit den Eltern bis Kriegsanfang. Verhältnis zum Judentum. Aufbau im Kibbuz Ginnossar. Aufstellung einer jüdischen Brigade während des Zweiten Weltkrieges. Aufbauleistung der deutschen Juden in Israel. Tod ihrer Eltern. Ihr Ehemann und ihre drei Kinder. Verhältnis von Israel und Deutschland. Einladung der Stadt Tübingen an die Juden. Beliebtheit von Max Löwenstein (Viehhändler, geboren 10.11.1874 - † 05.06.1944).
0:57:00 - 1:35:00
Teil 1
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., und Ulrike Baumgärtner, Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Erna Stiefele, geborene Weidle, am 01.10.1994, in Jerusalem über:
Erinnerung an: Therese Kappenmacher (später: Therese Stern-Lawrence, geboren 11.04.1925 in Haigerloch): Einzige Jüdin in ihrer Grundschulklasse, Berta Heidenhain: "Halbjüdin". Schikanen/Schläge von der Lehrerin Fräulein Merz gegen Therese Kappenmacher. Erinnerung an Victor Marx (Kaufmann, geboren 10.07.1903 - gestorben 1983) und an jüdische Viehhändler. Zusammenarbeit ihrer beiden Großväter Weidle und Stammler mit Juden. Ihre erste Reise nach Israel. Beerdigung von Albert Schäfer (Mitinhaber des Modehaues Degginger am Holzmarkt in Tübingen, geboren 26.08.1878 - gestorben 04.05.1941) in Tübingen-Wankheim. Über den Tod von Walter Löwenstein (Automechaniker, geboren 10.03.1909 in Tübingen; gestorben 18.09.1978 in Tübingen) und seine Liebe zu Tübingen. 1938 Ausverkauf beim Kaufmann Leopold Hirsch (geboren 01.12.1876 - gestorben 08.10.1966).
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Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.
Zur Nutzung der audiovisuellen Unterlagen bitte in Verbindungsetzen mit: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. , info@geschichtswerkstatt-tuebingen.de, Dr. Martin Ulmer, 07071-763555 oder Tel. 0174-3046043
Baumgärtner, Ulrike; Historikerin
Hirsch, Leopold; Kaufmann, 1876-1966
Löwenstein, Walter; Automechaniker, 1909-1978
Schäfer, Albert; Kaufmann, 1878-1941
Wager, Michal; * 22.06.1921 in Tübingen
Tübingen TÜ; Juden
Juden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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