Preußischer Bevollmächtigter bei der Zentraluntersuchungskommission zu Frankfurt a.M. (Bestand)
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I. HA Rep. 105
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Laufzeit: 1830 - 1850
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
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Vorwort
Behördengeschichte
Die Zentraluntersuchungskommission wurde gemäß Bundesbeschluss vom 20. Juni 1833 eingesetzt. Sie ist eine Nachfolgebehörde der Zentraluntersuchungskommission in Mainz, die wenige Jahre zuvor aufgelöst worden war. Zu den Hauptaufgaben dieser Behörde hatte die Überwachung von Studenten und Professoren an den deutschen Universitäten gehört. Insbesondere die Burschenschaften standen im Fokus der Behörde, da ihnen nach den Karlsbader Beschlüssen jede politische Betätigung verboten war. Auch die Presse, Literaten und Schriftsteller wurden überwacht.
Die sogenannte zweite Welle der Demagogenverfolgungen bis 1848 wurde von der neu eingerichteten Bundeszentralbehörde mit Sitz in Frankfurt / M. wahrgenommen. Die fünf Mitgliedstaaten - Österreich, Preußen, Bayern, Württemberg und das das Großherzogtum Hessen - entsandten je einen Richter und Ministerialreferenten. Aufgabe der Behörde war weiterhin die Überwachung der Burschenschaften, die Zusammenstellung aller Informationen über Personen, die den revolutionären' Ideen zugewandt waren sowie der Zensur aller als aufrührerisch angesehenen Publikationen. Seit 1835 mehrten sich Stimmen, die Behörde aufzulösen, was am Machtkampf zwischen Österreich und Preußen immer wieder scheiterte. So blieb sie formell bis 1848 bestehen. <1>
Bevollmächtigte Richter
1833 - 1835 Eichmann
1835 - 1838 Mathis
1838 - 1840 v. Strampff
1840 - 1842 v. Brauchitsch
Bestandsgeschichte
Die Unterlagen gelangten über die Gesandtschaft beim Bundestag (I. HA Rep. 75 A) im Jahr 1853 in das Geheime Staatsarchiv. Ein großer Teil der Akten der Zentraluntersuchungskommission soll allerdings bereits 1848 durch Reichsminister Anton Ritter von Schmerling (1805-1893) in Frankfurt / M. verbrannt worden sein. <2>
Die Archivalien wurden 1907 von Karl Robert Arnold verzeichnet und im Rahmen des Umzugs nach Dahlem wurde der Bestand 1923 revidiert. In der Übersicht über die Bestände von 1934 wird I. HA Rep. 105 genannt. <3>
Im Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Bestände des Geheimen Staatsarchivs in die Salzbergwerke von Staßfurt und Schönebeck geflüchtet. 1945 wurden diese Archivalien von sowjetischen Truppen beschlagnahmt und nach Moskau überführt. Die Rückgabe der Archivalien an die Regierung der DDR erfolgte in den 1950er Jahren. Als Standort wurde das "Karteihaus der Landesversicherung Merseburg in Sachsen-Anhalt" ausgewählt, die administrative Unterstellung erfolgte unter das Zentrale Staatsarchiv Potsdam, Hist. Abt. II in Merseburg. <4> Hier wurde der Bestand im April 1960 (roter Haken) wieder revidiert und auf jetzt fehlende Archivalien hingewiesen. Sechs Druckschriften wurden als vermisst gekennzeichnet. Die übrigen Druckschriften wurden teilweise nach Jahrgängen geordnet zu Akten geheftet.
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erfolgte gemäß Einigungsvertrag 1990 die Rückführung der Bestände des Zentralen Staatsarchivs in die Zuständigkeit des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz nach Berlin-Dahlem. <5>
Das handschriftliche Findbuch wurde im Frühjahr 2021 in die Datenbank Augias übertragen. Dabei wurden Titel modernisiert, teilweise Enthält-Vermerke aufgenommen und soweit möglich und in einem vertretbaren Aufwand GND-Daten eingepflegt. Dubletten wurden kassiert. Nicht zweifelsfreie Ergänzungen wurden in eckigen Klammern [ ] gesetzt. Der Bestand wurde nach numerus-currens umsigniert und klassifiziert.
Weitere Quellen und Literatur
GStA PK, I. HA Rep. 75 A Preußische Gesandtschaft am Bundestag
GStA PK, I. HA Rep. 75 B Preußischer Bevollmächtigter bei der provisorischen Zentralgewalt
GStA PK, I. HA Rep. 75 C Preußischer Bevollmächtigter bei der Bundeszentralkommission
GStA PK, I. HA Rep. 77 Ministerium des Inneren, insbesondere die Klassifikationspunkte 03.10.02.01.01.01 (Zentraluntersuchungskommission zu Mainz 1819-1831) und 03.10.02.01.01.02. (Bundeszentraluntersuchungskommission zu Frankfurt/M. 1833-1842)
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 13078: Ernennung des v. Brauchitsch und Untersuchung des 'Bundes der Geächteten', 1840-42
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 15019: Einrichtung, Geschäftsführung und Ergebnisse der Zentralen Untersuchungskommission zu Mainz, 1831
Bundesarchiv: Bestand DB 7 Zentraluntersuchungskommission
Hessisches Landesarchiv, Hauptstaatsarchiv Wiesbaden: Bestand 210 Zentraluntersuchungskommission
Hessisches Landesarchiv, Staatsarchiv Marburg: Bestand 340 Hassenpflug Nr. 116: Zentraluntersuchungskommission des Deutschen Bundes 1833-1837
Görrisch, Reinhard; Thomas Michael Mayer (Hrsg.), Untersuchungsberichte zur republikanischen Bewegung in Hessen 1831-34, Frankfurt a. M., 1982.
Huber, Ernst Rudolf: Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, Bd. 2: Der Kampf um Einheit und Freiheit 1830-1850, 3. Aufl. Stuttgart u. a. 1988.
Kowalski, Werner: Vom kleinbürgerlichen Demokratismus zum Kommunismus, Bd. 2: Die Hauptberichte der Bundeszentralbehörde in Frankfurt am Main von 1838 bis 1842 über die deutsche revolutionäre Bewegung, Vaduz 1978.
Ilse, Leopold Friedrich: Geschichte der politischen Untersuchungen, welche durch die neben der Bundesversammlung errichteten Commissionen, der Central-Untersuchungs-Commission zu Mainz und der Bundes-Central-Behörde zu Frankfurt in den Jahren 1819 bis 1827 und 1833 bis 1842 geführt sind, Frankfurt/Main 1860.
Kuck, Manuel: Die Frankfurter Bundeszentralbehörde 1833-1842. Eine Ermittlungsbehörde zwischen deutscher Gründlichkeit und zwischenstaatlichem Ränkespiel, in: aventinus nova 14 (2009), online https://www.aventinus-online.de/neuzeit/restauration-und-revolution-1815-1849/art/Die_Frankfurter/html/ca/516436cad936e82ac01097bf9fc5e38e/indexee27.html [Abruf 28.04.2021]
Löw, Theodor Adolf: Die Frankfurter Bundeszentralbehörde von 1833-1842, Frankfurt 1933.
Mathis, Ludwig Emil: Darlegung der Haupt-Resultate aus den wegen der revolutionären Complotte der neueren Zeit in Deutschland geführten Untersuchungen. Auf den Zeitabschnitt mit Ende Juli 1838 Frankfurt / M. [1839].
Siemann, Wolfram: Deutschlands Ruhe, Sicherheit und Ordnung, die Anfänge der politischen Polizei 1806-1866, Tübingen 1985.
Tyrichter, Conrad: Die sicherheitspolitischen Kommissionen des DB im Vormärz. Die Mainzer Zentraluntersuchungskommission und die Frankfurter Bundeszentralbehörde, in: DB und innere Nationsbildung im Vormärz (1815-1848), hg. von Jürgen Müller (= Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 101), Göttingen 2018, S. 99-124.
Tyrichter, Conrad: Die Erhaltung der Sicherheit. Deutscher Bund, politische Kriminalität und transnationale Sicherheitsregime im Vormärz (= Studien zu Policey, Kriminalitätsgeschichte und Konfliktregulierung), Frankfurt / M. 2019.
Anmerkungen
<1> Vgl. Manuel Kuck: Die Frankfurter Bundeszentralbehörde 1833-1842. Eine Ermittlungsbehörde zwischen deutscher Gründlichkeit und zwischenstaatlichem Ränkespiel in: aventinus nova 14 (2009), nur online
https://www.aventinus-online.de/neuzeit/restauration-und-revolution-1815-1849/art/Die_Frankfurter/html/ca/516436cad936e82ac01097bf9fc5e38e/indexee27.html [Abruf 28.04.2021]
<2> Vgl. handschriftlicher Eintrag im Altfindmittel I. HA Rep. 105.
<3> Vgl. Bruch, Rüdiger vom: Lehmann, Max, in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 88-90; Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin-Dahlem, I. Hauptabteilung (= Mitteilungen der Preußischen Archiv-Verwaltung Heft 24), hg. von Ernst Müller und Ernst Posner, Berlin 1934, S. 146.
<4> Vgl. Lehmann, Joachim: Von Staßfurt und Schönebeck nach Merseburg. Nachkriegsschicksale eines deutschen Archivs, in: Jürgen Kloosterhuis (Hrsg.), Aus der Arbeit des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Arbeitsberichte 1), Berlin 1996, S. 131-154.>
<5> Vgl. Carl Ahlgrimm, Rückführung der Bestände des Geheimen Staatsarchivs nach Berlin, in: Der Archivar 48 (1995), Sp. 251-258; Höroldt, Ulrike / Marcus, Paul (Hrsg.): Preußens Akten sind zurück. 25 Jahre Rückkehr der Archivalien des Geheimen Staatsarchivs aus Merseburg nach Berlin, Berlin 2019.
Bestandsumfang: 56 VE (1,5 lfm); 1830 - 1850
Letzte vergebene Nummer: Nr. _- 43 -_
Die Akten sind zu bestellen: I. HA Rep. 105, Nr. #
Die Akten sind zu zitieren: GStA PK, I. HA Rep. 105 Preußischer Bevollmächtigter bei der Zentraluntersuchungskommission zu Frankfurt a. M., Nr. #
Berlin, 06.05.2021 Dr. Pauline Puppel (AR'in)
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 105
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Vorwort
Behördengeschichte
Die Zentraluntersuchungskommission wurde gemäß Bundesbeschluss vom 20. Juni 1833 eingesetzt. Sie ist eine Nachfolgebehörde der Zentraluntersuchungskommission in Mainz, die wenige Jahre zuvor aufgelöst worden war. Zu den Hauptaufgaben dieser Behörde hatte die Überwachung von Studenten und Professoren an den deutschen Universitäten gehört. Insbesondere die Burschenschaften standen im Fokus der Behörde, da ihnen nach den Karlsbader Beschlüssen jede politische Betätigung verboten war. Auch die Presse, Literaten und Schriftsteller wurden überwacht.
Die sogenannte zweite Welle der Demagogenverfolgungen bis 1848 wurde von der neu eingerichteten Bundeszentralbehörde mit Sitz in Frankfurt / M. wahrgenommen. Die fünf Mitgliedstaaten - Österreich, Preußen, Bayern, Württemberg und das das Großherzogtum Hessen - entsandten je einen Richter und Ministerialreferenten. Aufgabe der Behörde war weiterhin die Überwachung der Burschenschaften, die Zusammenstellung aller Informationen über Personen, die den revolutionären' Ideen zugewandt waren sowie der Zensur aller als aufrührerisch angesehenen Publikationen. Seit 1835 mehrten sich Stimmen, die Behörde aufzulösen, was am Machtkampf zwischen Österreich und Preußen immer wieder scheiterte. So blieb sie formell bis 1848 bestehen. <1>
Bevollmächtigte Richter
1833 - 1835 Eichmann
1835 - 1838 Mathis
1838 - 1840 v. Strampff
1840 - 1842 v. Brauchitsch
Bestandsgeschichte
Die Unterlagen gelangten über die Gesandtschaft beim Bundestag (I. HA Rep. 75 A) im Jahr 1853 in das Geheime Staatsarchiv. Ein großer Teil der Akten der Zentraluntersuchungskommission soll allerdings bereits 1848 durch Reichsminister Anton Ritter von Schmerling (1805-1893) in Frankfurt / M. verbrannt worden sein. <2>
Die Archivalien wurden 1907 von Karl Robert Arnold verzeichnet und im Rahmen des Umzugs nach Dahlem wurde der Bestand 1923 revidiert. In der Übersicht über die Bestände von 1934 wird I. HA Rep. 105 genannt. <3>
Im Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Bestände des Geheimen Staatsarchivs in die Salzbergwerke von Staßfurt und Schönebeck geflüchtet. 1945 wurden diese Archivalien von sowjetischen Truppen beschlagnahmt und nach Moskau überführt. Die Rückgabe der Archivalien an die Regierung der DDR erfolgte in den 1950er Jahren. Als Standort wurde das "Karteihaus der Landesversicherung Merseburg in Sachsen-Anhalt" ausgewählt, die administrative Unterstellung erfolgte unter das Zentrale Staatsarchiv Potsdam, Hist. Abt. II in Merseburg. <4> Hier wurde der Bestand im April 1960 (roter Haken) wieder revidiert und auf jetzt fehlende Archivalien hingewiesen. Sechs Druckschriften wurden als vermisst gekennzeichnet. Die übrigen Druckschriften wurden teilweise nach Jahrgängen geordnet zu Akten geheftet.
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erfolgte gemäß Einigungsvertrag 1990 die Rückführung der Bestände des Zentralen Staatsarchivs in die Zuständigkeit des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz nach Berlin-Dahlem. <5>
Das handschriftliche Findbuch wurde im Frühjahr 2021 in die Datenbank Augias übertragen. Dabei wurden Titel modernisiert, teilweise Enthält-Vermerke aufgenommen und soweit möglich und in einem vertretbaren Aufwand GND-Daten eingepflegt. Dubletten wurden kassiert. Nicht zweifelsfreie Ergänzungen wurden in eckigen Klammern [ ] gesetzt. Der Bestand wurde nach numerus-currens umsigniert und klassifiziert.
Weitere Quellen und Literatur
GStA PK, I. HA Rep. 75 A Preußische Gesandtschaft am Bundestag
GStA PK, I. HA Rep. 75 B Preußischer Bevollmächtigter bei der provisorischen Zentralgewalt
GStA PK, I. HA Rep. 75 C Preußischer Bevollmächtigter bei der Bundeszentralkommission
GStA PK, I. HA Rep. 77 Ministerium des Inneren, insbesondere die Klassifikationspunkte 03.10.02.01.01.01 (Zentraluntersuchungskommission zu Mainz 1819-1831) und 03.10.02.01.01.02. (Bundeszentraluntersuchungskommission zu Frankfurt/M. 1833-1842)
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 13078: Ernennung des v. Brauchitsch und Untersuchung des 'Bundes der Geächteten', 1840-42
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 15019: Einrichtung, Geschäftsführung und Ergebnisse der Zentralen Untersuchungskommission zu Mainz, 1831
Bundesarchiv: Bestand DB 7 Zentraluntersuchungskommission
Hessisches Landesarchiv, Hauptstaatsarchiv Wiesbaden: Bestand 210 Zentraluntersuchungskommission
Hessisches Landesarchiv, Staatsarchiv Marburg: Bestand 340 Hassenpflug Nr. 116: Zentraluntersuchungskommission des Deutschen Bundes 1833-1837
Görrisch, Reinhard; Thomas Michael Mayer (Hrsg.), Untersuchungsberichte zur republikanischen Bewegung in Hessen 1831-34, Frankfurt a. M., 1982.
Huber, Ernst Rudolf: Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, Bd. 2: Der Kampf um Einheit und Freiheit 1830-1850, 3. Aufl. Stuttgart u. a. 1988.
Kowalski, Werner: Vom kleinbürgerlichen Demokratismus zum Kommunismus, Bd. 2: Die Hauptberichte der Bundeszentralbehörde in Frankfurt am Main von 1838 bis 1842 über die deutsche revolutionäre Bewegung, Vaduz 1978.
Ilse, Leopold Friedrich: Geschichte der politischen Untersuchungen, welche durch die neben der Bundesversammlung errichteten Commissionen, der Central-Untersuchungs-Commission zu Mainz und der Bundes-Central-Behörde zu Frankfurt in den Jahren 1819 bis 1827 und 1833 bis 1842 geführt sind, Frankfurt/Main 1860.
Kuck, Manuel: Die Frankfurter Bundeszentralbehörde 1833-1842. Eine Ermittlungsbehörde zwischen deutscher Gründlichkeit und zwischenstaatlichem Ränkespiel, in: aventinus nova 14 (2009), online https://www.aventinus-online.de/neuzeit/restauration-und-revolution-1815-1849/art/Die_Frankfurter/html/ca/516436cad936e82ac01097bf9fc5e38e/indexee27.html [Abruf 28.04.2021]
Löw, Theodor Adolf: Die Frankfurter Bundeszentralbehörde von 1833-1842, Frankfurt 1933.
Mathis, Ludwig Emil: Darlegung der Haupt-Resultate aus den wegen der revolutionären Complotte der neueren Zeit in Deutschland geführten Untersuchungen. Auf den Zeitabschnitt mit Ende Juli 1838 Frankfurt / M. [1839].
Siemann, Wolfram: Deutschlands Ruhe, Sicherheit und Ordnung, die Anfänge der politischen Polizei 1806-1866, Tübingen 1985.
Tyrichter, Conrad: Die sicherheitspolitischen Kommissionen des DB im Vormärz. Die Mainzer Zentraluntersuchungskommission und die Frankfurter Bundeszentralbehörde, in: DB und innere Nationsbildung im Vormärz (1815-1848), hg. von Jürgen Müller (= Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 101), Göttingen 2018, S. 99-124.
Tyrichter, Conrad: Die Erhaltung der Sicherheit. Deutscher Bund, politische Kriminalität und transnationale Sicherheitsregime im Vormärz (= Studien zu Policey, Kriminalitätsgeschichte und Konfliktregulierung), Frankfurt / M. 2019.
Anmerkungen
<1> Vgl. Manuel Kuck: Die Frankfurter Bundeszentralbehörde 1833-1842. Eine Ermittlungsbehörde zwischen deutscher Gründlichkeit und zwischenstaatlichem Ränkespiel in: aventinus nova 14 (2009), nur online
https://www.aventinus-online.de/neuzeit/restauration-und-revolution-1815-1849/art/Die_Frankfurter/html/ca/516436cad936e82ac01097bf9fc5e38e/indexee27.html [Abruf 28.04.2021]
<2> Vgl. handschriftlicher Eintrag im Altfindmittel I. HA Rep. 105.
<3> Vgl. Bruch, Rüdiger vom: Lehmann, Max, in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 88-90; Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin-Dahlem, I. Hauptabteilung (= Mitteilungen der Preußischen Archiv-Verwaltung Heft 24), hg. von Ernst Müller und Ernst Posner, Berlin 1934, S. 146.
<4> Vgl. Lehmann, Joachim: Von Staßfurt und Schönebeck nach Merseburg. Nachkriegsschicksale eines deutschen Archivs, in: Jürgen Kloosterhuis (Hrsg.), Aus der Arbeit des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Arbeitsberichte 1), Berlin 1996, S. 131-154.>
<5> Vgl. Carl Ahlgrimm, Rückführung der Bestände des Geheimen Staatsarchivs nach Berlin, in: Der Archivar 48 (1995), Sp. 251-258; Höroldt, Ulrike / Marcus, Paul (Hrsg.): Preußens Akten sind zurück. 25 Jahre Rückkehr der Archivalien des Geheimen Staatsarchivs aus Merseburg nach Berlin, Berlin 2019.
Bestandsumfang: 56 VE (1,5 lfm); 1830 - 1850
Letzte vergebene Nummer: Nr. _- 43 -_
Die Akten sind zu bestellen: I. HA Rep. 105, Nr. #
Die Akten sind zu zitieren: GStA PK, I. HA Rep. 105 Preußischer Bevollmächtigter bei der Zentraluntersuchungskommission zu Frankfurt a. M., Nr. #
Berlin, 06.05.2021 Dr. Pauline Puppel (AR'in)
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 105
Umfang: 1,3 lfm (56 VE); 1,3 lfm (56 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
- Tektonik
- STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 (Tektonik)
- Auswärtige und Bundes-Angelegenheiten (Tektonik)
- Angelegenheiten des Deutschen Bundes (Tektonik)
- Preußischer Bevollmächtigter bei der Zentraluntersuchungskommission zu Frankfurt a.M. (Bestand)