Ehe-Dissidien zwischen Pfalzgraf Georg Johann II. von Pfalz-Lützelstein-Guttenberg und seiner Gemahlin Susanna.
Show full title
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 71 Bü 1994
A 71 I Bü 63
Archiv Pfalz, S. 77
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 71 Regierungsakten
Regierungsakten >> Herzog Eberhard III. von Württemberg >> Korrespondenz mit Pfalz >> Pfalz-Lützelsteiner Akten
1640-1660
Enthält:
"Acta die Ehedissidien der Pfalzgräfin Susanna mit ihrem Gemahl Pfalzgrafen Georg Hans von Lützelstein betr. die Pfalzgräfin entfernt sich wegen angeblicher grober Mishandlungen schon im Jahr 1631 von ihrem Gemahl zuerst nach Straßburg, u. in der Folge nach Neuenstein und Nürnberg, wobei alle Bemühungen der Württembergischen und Pfälzischen Anverwandten wegen beabsichtigter Aussöhnung durchaus fruchtlos bleiben, u. diese Ehedissidien endlich an kais. Majestät gebracht werden. Herzog Eberhard III. und Markgraf Wilhelm von Baden erhalten ao. 1641 ein kaiserl. Commissoriale unter beiden theilen eine Versöhnung zu bewürcken, u. einstweilen wenigstens den Pfalzgrafen zu den nothwenigsten Alimenten zu veranlassen, worzu jedoch dieser auf keine Art zu bewegen ist.
Die Pfalzgräfin, die sich unmittelst auch bei der verwittibten Herzogin Ursula auf ihrem Widdum Sitz zu Nürtingen aufhält, betreibt auf deren Absterben die Ausfolge des von der Herzogin an die Pfalzgräfliche Erben angehaltenen Vermögens, und nimmt in solang ihren Wohnsitz zu Nürtingen, woselbst sie auch abschlägliche Unterstützungen von den Widdums-Geldern angewiesen erhält, und ihren Ehedissidien durch die eingeloffene Nachricht von dem am 29. Sept. 1654 erfolgten Tod ihres Gemahls ein Ende gemacht wird.¿ (Zusammenfassung der Geschehnisse durch Regierungsrat Christian Heinrich von Günzler)
"Acta die Ehedissidien der Pfalzgräfin Susanna mit ihrem Gemahl Pfalzgrafen Georg Hans von Lützelstein betr. die Pfalzgräfin entfernt sich wegen angeblicher grober Mishandlungen schon im Jahr 1631 von ihrem Gemahl zuerst nach Straßburg, u. in der Folge nach Neuenstein und Nürnberg, wobei alle Bemühungen der Württembergischen und Pfälzischen Anverwandten wegen beabsichtigter Aussöhnung durchaus fruchtlos bleiben, u. diese Ehedissidien endlich an kais. Majestät gebracht werden. Herzog Eberhard III. und Markgraf Wilhelm von Baden erhalten ao. 1641 ein kaiserl. Commissoriale unter beiden theilen eine Versöhnung zu bewürcken, u. einstweilen wenigstens den Pfalzgrafen zu den nothwenigsten Alimenten zu veranlassen, worzu jedoch dieser auf keine Art zu bewegen ist.
Die Pfalzgräfin, die sich unmittelst auch bei der verwittibten Herzogin Ursula auf ihrem Widdum Sitz zu Nürtingen aufhält, betreibt auf deren Absterben die Ausfolge des von der Herzogin an die Pfalzgräfliche Erben angehaltenen Vermögens, und nimmt in solang ihren Wohnsitz zu Nürtingen, woselbst sie auch abschlägliche Unterstützungen von den Widdums-Geldern angewiesen erhält, und ihren Ehedissidien durch die eingeloffene Nachricht von dem am 29. Sept. 1654 erfolgten Tod ihres Gemahls ein Ende gemacht wird.¿ (Zusammenfassung der Geschehnisse durch Regierungsrat Christian Heinrich von Günzler)
ca. 350 Blatt
Archivale
Neuenstein KÜN
Nürnberg N
Nürtingen ES; Schloss
Straßburg (Strasbourg), Dép. Bas-Rhin [F]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 3:31 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Altwürttembergisches Archiv (Archival tectonics)
- Auslesebestände über Auswärtiges (Archival tectonics)
- Allgemeines (Archival tectonics)
- Regierungsakten (Archival holding)
- Herzog Eberhard III. von Württemberg (Classification)
- Korrespondenz mit Pfalz (Classification)
- Pfalz-Lützelsteiner Akten (Classification)
Attribution 3.0 Germany