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Orgelbau Stockmann (Bestand)
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Form und Inhalt: 130 Jahre Firma Gebr. Stockmann Orgelbau in Werl
Archivalienzugang im Stadtarchiv Werl
Zur 130-Jahrfeier kann das Stadtarchiv Werl das Findbuch zu 19 Archivalien der Firma Stockmann Orgelbau in Werl - gegründet 1889 - der Öffentlichkeit übergeben.
Das Stadtarchiv Werl kann sich glücklich schätzen seit über 15 Jahren einen ehrenamtlichen Mitarbeiter zu haben, der täglich über zwei Stunden im Archiv verbringt: Lothar Rüschenschmidt. Dem ehemaligen Orgelbauer und Intonateur ist der Kontakt zu seiner früheren Chefin Frau Ruth Stockmann zu verdanken, die ihrerseits die ältesten Archivalien der Orgelbaufirma Stockmann dem Stadtarchiv am 4. April 2017 übergab.
19 Geschäftsbücher, Schreibbücher, Konto- und Kopierbücher mit der Laufzeit 1880-1948 wurden übergeben. Diese, in drei Archivkartons unter der Signatur "Kleiner Bestand 156" gelagerten Archivalien, wurden durch Herrn Rüschenschmidt, teilweise Blatt für Blatt, verzeichnet. Mit seinem beruflichen Hintergrundwissen war er für diese Arbeiten prädestiniert, da so manche Abkürzungen oder Fachbegriffe dem Archivar sehr fremd erscheinen.
Ca. 200 Seiten umfasst das ausgedruckte Findbuch, das nach dem Relaunch der Homepage archive.nrw.de dort abrufbar sein wird. Darüber hinaus stellen wir es als pdf auf die Homepage der Stadtverwaltung Werl: www.werl.de > Stadtarchiv.
Vor Gründung der Firma in Werl arbeitete der aus Einen bei Warendorf stammende Bernhard Stockmann bei Friedrich Fleiter in Münster, Gebr. Mayer in Feldkirch, Friedrich Goll in Luzern und G.F. Steinmayer & Co. in Oettingen. Es gab eine intensive Zusammenarbeit der Orgelbauer Stockmann in Werl mit der Tischlerei Stockmann u. Sohn in Einen, die im Auftrag Orgelgehäuse, Schränke, Sakristeieinrichtungen und Altäre fertigten und nach Werl lieferten. Orgelbau Stockmann hatte große Holzverarbeitungsmaschinen, die auch die Werler Tischler, Schreiner, Fassbauer, Zimmerer und diverse andere Handwerksbetriebe gegen Bezahlung (Maschinenstunden) nutzen konnten. Die Orgeltransporte führte die Werler Firma Ruhrmann durch.
Ein erstes Kraftfahrzeug gab es im Mai 1937. Bei den Ford-Werken in Köln wurde für 2.500 Mark ein Automobil abgeholt. Wer nun glaubt, dass eine Orgelbaufirma in den Anfangsjahren nur Orgeln gebaut hätte, täuscht sich! Bei der Verzeichnung kam heraus, dass die Orgelbauer vielfache berufsfremde Arbeiten ausführten, sozusagen universell gearbeitet haben. Repariert oder auch hergestellt wurden beispielsweise: Nähmaschinen, Polyphon Automaten, Dreschkästen, Gitarren, Lauten, Geigen, Geigenbogen, Werkzeuge schärfen, Schaukel, Wagen und Karren (neue Seitenbretter), Wäschemangel, Waschmaschine, Ziehharmonika, Bohnerbesen, Kinderspielzeug, Holzpferdchen, Kelchfutteral, Wanduhr. Diese Liste lässt sich weiter fortführen.
Die Firmengeschichte ist unter folgendem Link nachzulesen:
http://www.stockmann-orgelbau.de/chronik.html
Zuletzt erschienen sind:
- 100 Jahre Orgelbau im Spannungsfeld von Vergangenheit und Zukunft, 1889- 1989, Orgelbau Gebr. Stockmann Werl, Werl 1989. Mit Orgel-Werkverzeichnis.
- Stockmann Gebr.: Kleiner Einblick in große Kunst. Das Wirken der Orgelbaufirma Gebr. Stockmann in Werl, im Zeitraum von 1989- 2004, Werl 2004 (mit einer CD).
- Stockmann, Ruth: Unsere Orgeln 1989- 1993. Orgelbau Gebr. Stockmann, Werl 1993.
- Holz, Julia: Der Bildhauer Heinrich Stockmann (1859-1906) aus Einen, in: Münsterland. Jahrbuch des Kreises Warendorf 2019, 68. Jahrgang, Warendorf 2018.
Der Bestand kann im Stadtarchiv Werl eingesehen werden.
Werl, 6. Juni 2019
Michael Jolk
Familienzusammenhänge:
Bernhard Stockmann, Orgelbaumeister (unverheiratet)
* 5. Juli 1856 in Einen bei Warendorf, + 2. März 1955 in Werl
Bernhard Theodor Stockmann, Orgelbaumeister
* 12. Oktober 1860 in Einen, 15. Januar 1934 in Werl
Erste Heirat am: mit Maria Elisabeth Stockmann, geb. Bockhoff
* 5. September 1871 Einen, +7. Mai 1918 in Werl
Kinder:
Anna Maria Josefa * 21. Mai 1900 Werl, + 16.Juni 1916 Werl
Bernhard Josef Alois * 16. April 1902 Werl, + 20.September 1968, Orgelbaumeister
Elisabeth * 16. Mai 1904 Werl, + 4. Februar 1916 Werl
Heinrich Franz * 12. Dezember 1905 Werl, + 6. Juli 1990, Orgelbaumeister
Cäcilia Anna Maria * 5. Juli 1908 Werl, + 6. März 1963 Welver
Vincenz Gregor * 1. Januar 1910 Werl, + 19. Mai 1985 Werl
Theodor Josef * 12. Februar 1912 Werl, + 6. Juli 1912 Werl
Rudolf Johannes Alfons * 27. Mai 1914 Werl, + 16. Februar 1990, Heessen, Orgelbaumeister
Zweite Heirat: 12. Januar 1921 in Werl mit Josefine Spilker
* 12. Februar 1880 in Barmen, + 24. September 1957 in Werl
Werkverzeichnis
Abortdeckel,3
Altar,19,9,8,2,
Altarkreuz mit Corpus,6,
Antependium für den Hochaltar,5,6,
Arbeitstisch,15,
Aufzugrollen,7,
Ausstellungskasten,3,
Ausziehtisch, 13
Bänke,6,
Bauerntisch,6,
Beichtstuhl,19,5,6,12,7,
Betbank,5,6,9,8,
Betstuhl,19,
Bettlade,5,6,
Bienenkästen,12,7,15,
Bilderrahmen in unterschiedlichster Größe und Ausführung,19,5,6,
Bildhauerarbeiten,19,6,
Blendladen,6,9,7,
Blumenkasten,3,16,
Blumenkrippe mit Zinkeinsatz,3,7,
Blumenständer,3,7,9,
Bock, (unter der Druckmaschine),6,
Bodenspundzapfen, (Badeanstalt-Ostuffeln),3,,
Briefbeschwerer,3,
Briefkasten,6,8,
Brüstung, Orgelbühne,5,6,
Buchbrett,3,6
Bücherregal,3,8,
Bücherschrank,19,12,7,13,14,3,
Buchpult,3,8,
Buffet,3,
Bügel,6,8,
Bügelbrett,3,7,6,
Bügeleisengriff,3,
Bügeltisch,3,
Bürstenhalter,6,
Chorschrank,5,
Console mit Bilderrahmen, (Pfarrer Tütel-Bild),16,
Consoltisch,6,
Credenz-Tischchen,5,
Dachlatten,6,
Deckenarbeiten,6,
Deckenkapitälle,3,
Eierkiste,3,
Eingangstür, (Haupttür-Ursulinenkloster Werl),7,12,
Einrahmunge,3,6,
Entenkästen,3,
Ewiglichthalter,3,
Fächerkasten,3,
Fahnenstange,19,5,
Fassdeckel, (Sauerkrautfass und Bohnenfass),19,3,
Fenster,5,3,
Fensterrahmen,3,
Firmenschild,8,
Fleischbrett,3,
Fußbank,3,
Futterkästen,7,
Futterschneidelade,3,
Garderobenhalter,7,
Gardinenstangen,3,
Gartentisch,3,
Gartentor,3,
Gehäuse für Jesuskindstatue,5,
Geländer,3,
Gerüst, (Krippenaufbau),3,
Gesangsnummerntafeln mit 200 Nummern,5,
Glockengehäuse,6,8,
Grabkreuz,15,
Grabtafel,3,
Griffe (für Lötkolben, Kinderwagen, Bügeleisen,7,3,
Halbstäbe,3,
Halterungsbretter, (zur Befestigung von Jagdtrophäen), 12,
Handschuhkasten,6,
Handtuchhalter,3,7,13,
Hängekreuz,3,
Harke, (an der Mähmaschine),3,
Hausaltar,3,
Heiligenschein (Platte gedreht),15,
Heizkörperverkleidung,3,
Hochaltaraufsatz,8,
Hocker, 6,3,
Holzdächer, (auf Kreuze mit Zinkbelag),3,
Holzeinsätze, (Ewiglicht-Lampe),13,
Holzformen für Zementsteine,16,
Holzhämmer,3,
Holzköpfe,(Abschlüsse, gedrechselt für Pfosten,Tennisplatz der Ursulinen),15,
Holzringe, (für die Lüftungslöcher im Kirchengewölbe),3,15,
Holzrollen, (Uhrgewicht, Turnhalle Ursulinen),3,16,
Holzrosetten, (für Elektrotechniker),7,
Holzsohlen,3,
Holzvertäflung,7,
Hühnerstall,3,
Hundehütte,3,15,
Huthalter,6,
Kakteenständer,16,
Kanontafeln,7,
Kanzel,7,
Kartoffelgeschoss,3,
Kasten,(aus Holz auf Motorrad),8,
Katheder,3,
Keilrahmen,6,
Kerzenleuchter,12,5,
Kinderbett,3,
Kinderkaufladen,3,16,
Kinderwagen,6,
Kirchenbänke,3,5,8,7,
Kirchenmöbel,8,
Kittarbeiten,3,
Klappen, (für die Dreschmaschine),7,
Klavierstuhl,3,
Kleiderschrank,6,8,3,
Klosettuntersatz,3,
Kniebankpolster,5,
Kommode,8,
Kommunionbank,3,6,7,
Kopfholzklötze,(zum Ausstechen von Hostien),6,
Kreuz,3,9,
Kriegergedenktafel,6,
Küchenanrichte,8,
Kükenfutterkiste,3,
Lackierarbeiten,6,
Lehrmittel, (für das Ursulinenkloster, Schule),3,
Leuchter, (gedrechselte Kerzenleuchter),8,
Leuchterbank,6,
Lineale,3,
Lötarbeiten,6,(Bandsägen)
Mangelwalzen,9,
Maßwerke,9,
Medizinschrank,8,
Mehlkasten,3,
Meßbuchpult,3,
Meßbuchständer, 12,
Modelle,8,6,
Nachtschränkchen,3,
Nachttisch,13,
Nähtisch,3,
Nähtischplatte mit Schutzkasten,3,
Nistkästen,7,6,
Notenschrank,3,15,
Notenständer,13,
Nummernplatten,3,
Nummerntafel mit Ständer,3,
Ofenschirm,6,8,
Ofensockel,19,
Opferstöcke,16,
Orgelbühne,8,
Palmenständer,3,5,
Papierkorb,7,8,
Paramentenschrank,6,
Pfeifenständer,19,
Pinselhalter,7,
Platten,(für Geweihe),6,7,
Plinte,3,
Podium,6,
Polsterarbeiten,12,
Postament,(Tabernakel-Baldachin),13,3,9,5,14,
Prozessionsbaldachin,19,
Pumpenventilstück,3,
Pumphebel,3,
Pumpsauger,3,
Radio-Kästchen,3,15,
Rähmchen,(für Tabernakel, Seide aufgezogen),5,
Reisekoffer,3,
Reliquienrahmen,7,
Richtleisten,7,
Richtscheit,8,
Riemenscheibe,3,8,6,
Rohrsitze,3,
Rosetten, (Drechselarbeiten),3,15,
Sackkarrengriffe,7,
Sakristeieinrichtung,6,8,
Salontisch,8,
Sandkasten,7,
Sarg,13,3,
Säule,9,
Schablonen, (Kreise in Bretter geschnitten für Konditor),7,
Schaltbrett,7,
Schellengriff,7,
Schemel,7,
Schiebetüren,6,8,
Schlittenbäume,(geschnitzt mit Schwanenköpfen),5,
Schlüsselbrett, Schlüsselschilder,3,6,
Schmetterlingskasten,7,
Schnitzarbeiten,19,
Schränkchen,12,7,6,
Schreibtisch,13,19,3,
Schubladenknopf,6,
Schultafel,7,
Schutzkasten,3,
Schweinetrog,3,
Serviettenringe, (aus Lindenholz),13,
Sessel,3,
Sieb,6,
Spannrahmen,13,3,8,
Spinnrad mit Haspel,7,
Staffelei,6,
Stange, (gedreht zur Waschmaschine),7,
Stativ,3,
Staubtuchkästchen,6,
Stickrahmen,6,
Stiele: Axtstiel,7,Beilstiel,3,Besenstiel,3,
Stöpsel,3,
Stühle,6,7,
Tabakkasten,6,8,
Tabernakel,6,
Tabernakelaufsatz,8,14,
Tapezierbretter, 7,
Taubenschlag,3,
Teebretter,6,
Teller aus Holz,6,3,
Tintenlöscher,3,
Tisch,5,6,
Tischfüße,19,
Tischplatten,6,
Toilettenkasten,3,
Toilettentisch,13,
Trennwand (Flurabschluss),14,
Treppengeländer,3,9,
Triumpfbogen,9,
Triumpfkreuz,15
Trog,7,
Truhe,6,14,
Türen, 12,5,
Türknöpfe,3,
Uhrengehäuse,15,3,
Uhrenkasten,8,6,
Urne, (gedrechselter Abschluss auf einem Ofenschirm),6,7,
Vergoldungen (Bilderrahmen)
Verputzbretter,3,
Vogelkäfig (chinesische Bauweise),3,
Vogelkorb,7,
Vorbau (für ein Schaufenster in Berlin, für eine Krippe),12,13,
Wagendeichsel,3,
Wagenstange,3,
Walzen, (Wäschemangel),3,
Wandschränke,3,
Wandverkleidung,6,
Wandvertäfelung,3,
Wäschekoffer aus Holz für ein Motorrad,6,
Waschtisch,6,
Wassertrog zum Schleifstein,19,
Winkelmaß,6,
Zahl, (250 in großem Maßstab ausgeführt, Wallfahrtsjubiläum 1911),7,
Zeitungshalter,6,7,
Zeitungsmappe aus Lindenholz,6,
Zimmertür,3,
Zugstange zum Sägegatter,3
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.