Der Propst Caspar von Schorlemer, die Frau Maria Schüngels, die Subpriorin [Platz für den Namen der Subpriorin frei gelassen] und der Konvent zu Oelinghausen (Oelinckhusen) vollziehen mit den Brüdern Johan und Caspar von Melschede zu Garbeck einen Gütertausch. Sie geben den Brüdern ihren Hof oberhalb von Garbeck. Diesen hatte bisher Dietrich Molner gen. Jupstoter vom Kloster gepachtet. Sie übergeben den Brüdern den Hof als Eigengut. Wenn diese im Besitz dieses Hofes behindert werden, können sie sich am klösterlichen Hof des Johan Smit zu Hoevel (Houell) schadlos halten. Die Brüder geben dafür dem Kloster ihren Anteil am Gut zu Brüninghausen (Brurinckhausen) [bei Ohle], den der gen. Toph von ihnen gepachtet hat, wie es der betreffende Gewinnbrief enthält. Dieses Gut ist ebenfalls Eigengut. Der Pächter hat davon jährlich fünf Scheffel oder Müdde Roggen, fünf Müdde Gerste, zehn Müdde Hafer, vier Hühner und jedes zweite Jahr ein Schuldschwein zu entrichten. Zum Hof gehört eine halbe Mast in der Linner (Lynder) Mark, d.h. von 13 1/2 Markenanteilen (echtwercke) die Hälfte. Bei einer Beeinträchtigung kann sich das Kloster an ihren Gütern zu Garbeck erholen. Über diesen Vertrag werden zwei Ausfertigungen erstellt, die eine mit dem Konventssiegel, die andere mit den Siegeln der beiden Brüder besiegelt. Datum 1566 März 4 (ahm montagh nach dem sontage Invocavit).