Der Pfarrer in Ulm Hermann Krafft bekennt gegenüber dem Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254], dass er, seine Gesellen in der Pfarrei und der Kaplan am St. Johannesaltar von dem Schmied Konrad von Westerstetten [Alb-Donau-Kreis] und seiner Ehefrau Adelheid zu ihrem Seelenheil und dem des Schmieds Heinrich von Tomerdingen ("Tommertingen") [Stadt Dornstadt/Alb-Donau-Kreis] und seiner Ehefrau Adelheid und aller ihrer Vorfahren einen jährlichen Zins von 10 Schilling Heller zu einem Jahrtag erhalten haben. Der Zins gefällt von Haus und Hofstatt des Schmieds in Ulm an dem Alten Graben hinter dem Franziskanerkloster ("hinder den Barfu/o/zen") [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150]. Dieses Haus fällt nach dem Tod der Stifter an das Spital. Solange diese noch leben, soll man dafür jedes Jahr am Mittwoch nach dem 23. April ("nauch sant Georigen tag") einen Jahrtag in der Pfarrkirche feiern. Nach dem Tod eines der Eheleute fällt der Jahrtag dann auf dessen Todestag. Dabei erhalten von den 10 Schilling Heller der Pfarrer 3 Schilling, seine Gesellen und der Kaplan 6,5 Schilling und der Mesner 6 Heller. Bei Säumnis fällt der Zins in dem betreffenden Jahr an das Spital.
Show full title
/
Attribution - NonCommercial - NoDerivates 4.0 International