Gültbrief (mit Hofbeschreibung)
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 1215
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 2 Kaufbriefe, Zinsbriefe u.ä. 1311-1547
1543 Mai 21, Montag nach der heil. Dreifaltigkeit Tag
Regest: Schultheiß und Richter des Fleckens Nidernow, der zur Herrschaft Hohenperg gehört, bekennen, daß heut dato, als sie gerichtlich beieinander saßen, vor ihnen erschienen sind Ulrich Somer, des Rats zu Reutlingen und Pfleger des Spitals, sowie Michel Kern, Bürger zu Reutlingen. Diese gaben folgendes zu erkennen. Der Spital beziehe aus einem Hof zu Nidernow, genannt des Imen Gut, den zur Zeit Hans Junger baue und innehabe, als jährlichen Zins 2 Malter Roggen, 3 Viertel Haber, 5 1/2 Hühner und 50 Eier Rotempurger Meß. Der Hof und seine Güter mit Gelegenheiten (= Lagen) und Anstößern seien lange Zeit nicht erneuert und beschrieben worden. Ihr Begehr sei, Schultheiß und Gericht mögen den Hof beschreiben, damit der Spital den Zins künftig ruhiglich und unabgänglich empfange. Diese haben bei ihren Treuen und Gerichtspflichten im Beisein des Maiers Hans Junger, "welches er also bekanntlich und angichtig gewesen" (d.h. nach seinen Aussagen), ihre Angaben gemacht. In den Hof gehören: Haus, Scheuer und ungefähr 1 Mannsmahd Garten aneinander, auf der einen Seite an der Almand, auf der andern an der Hausfrau des Clemens Feus gelegen, ferner 4 Morgen Ackers auf der Burgstaig, auf der einen Seite an die Almand, auf der andern an der Herrschaft Gut stoßend, in der Zelg auf dem Mittelsteig 1 Morgen Ackers, der auf der einen Seite an der Herrschaft Gut, auf der andern an der Almand liegt; ferner 1 Morgen Ackers an der Schwaldorfer Staig, auf der einen Seite auf der Frauen von Stetten Gut tretend (= stossend), auf der andern Seite ist Hans Loß Furchtgnos (= Furchgenosse, Nachbar); weiter 4 Morgen Holz in der Buchalden, beiderseits an der Herrschaft, stößt auf die Gemeinde; weiter 1/2 Mannsmahd Wiesen, auf der einen Seite an der Herrschaft und tritt auf Aberlin Holtzapfel zu Rottempurg. Wiederum geht in den Hof: Melch Doppel gibt jährlich aus einem Acker auf der Halden, dessen Furchtgnos (= Furchgenosse, Nachbar) der Mühlacker ist, 1 Viertel Haber. Ferner gibt Hans Irrer in den Hof 2 Viertel Haber, alles Rottempurger Meß, auf Michaelis aus einem Weingärtlin, zwischen beiden Mauern gelegen, genannt des Horchen Wiesgut.
Aus obengemeldeten Stücken und Gütern gehen dem Spital zu Reutlingen 2 Malter Roggen, 3 Viertel Haber, 5 1/2 Hühner auf St. Michels Tag und 50 Eier auf Ostern, alles Rottenpurger Meß jährlichen und unablösigen Zinses. Der Spital soll solchen Zins jährlich zu Nidernow im Dorf in Empfang nehmen.
Schultheiß und Gericht bestehen aus Schultheiß Jerg Eberle und den Richtern Marte Dangl, Hans Wiest, Hans Fenner und Joachim Kappeller.
Aus obengemeldeten Stücken und Gütern gehen dem Spital zu Reutlingen 2 Malter Roggen, 3 Viertel Haber, 5 1/2 Hühner auf St. Michels Tag und 50 Eier auf Ostern, alles Rottenpurger Meß jährlichen und unablösigen Zinses. Der Spital soll solchen Zins jährlich zu Nidernow im Dorf in Empfang nehmen.
Schultheiß und Gericht bestehen aus Schultheiß Jerg Eberle und den Richtern Marte Dangl, Hans Wiest, Hans Fenner und Joachim Kappeller.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Siegel (Erhaltung): Siegel fehlt
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Hans Kurtz, Marschalk der niedern Herrschaft Hochenperg
Genetisches Stadium: Or.
Verweis: vgl. dazu Nr. 1169 (12. Februar 1516)
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Hans Kurtz, Marschalk der niedern Herrschaft Hochenperg
Genetisches Stadium: Or.
Verweis: vgl. dazu Nr. 1169 (12. Februar 1516)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ