Äbtissin Anna, Priorin und Konvent des Zisterzienserinnenklosters Baindt beurkunden, dass sich Georg Weiss zu Vordersolbach (Sulbach), ehelicher Sohn des Konrad Weiss und der Anna Rudolt, um 4 1/2 fl, deren Empfang sie hiermit quittieren, aus ihrer Leibherrschaft freigekauft hat. Auch namens ihrer Nachkommen sprechen die Ausstellerinnen genannten Georg von der Eigenschaft seines Leibes und Gutes samt zugehörigen Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, garantieren, ihn von Leibeigenschafts wegen mit keinen Forderungen oder Ansprüchen mehr zu behelligen und gestatten ihm, ab sofort anderer Herren, "frawen" oder Städte Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, ganz wie es ihm beliebt und wo immer er will.
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Äbtissin Anna, Priorin und Konvent des Zisterzienserinnenklosters Baindt beurkunden, dass sich Georg Weiss zu Vordersolbach (Sulbach), ehelicher Sohn des Konrad Weiss und der Anna Rudolt, um 4 1/2 fl, deren Empfang sie hiermit quittieren, aus ihrer Leibherrschaft freigekauft hat. Auch namens ihrer Nachkommen sprechen die Ausstellerinnen genannten Georg von der Eigenschaft seines Leibes und Gutes samt zugehörigen Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, garantieren, ihn von Leibeigenschafts wegen mit keinen Forderungen oder Ansprüchen mehr zu behelligen und gestatten ihm, ab sofort anderer Herren, "frawen" oder Städte Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, ganz wie es ihm beliebt und wo immer er will.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2958
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1558 November 14
15,2 x 27,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Baindt
Empfänger: Georg Weiss
Siegler: Die Ausstellerinnen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel abgegangen, 1 Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Georg Weiss
Siegler: Die Ausstellerinnen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel abgegangen, 1 Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Baindt, Anna VIII. Wittmayer; Äbtissin, ca. 16. Jh.
Rudolt, Anna
Weiss, Georg
Weiss, Konrad
Baindt RV; Kloster
Vordersolbach : Eschach, Ravensburg RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:20 MEZ
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