Der Offizial der Kölner Kurie (officialis curie Coloniensis) verkündet, daß vor ihm in der Gerichtssitzung erschienen Heinrich von Linen, Generalprokurator der Kölner Kurie und Sachwalter des Abts und Konvents von K., einerseits (Henrico de Linen generali procuratore in curia supradicta necnon procuratore et sindico venerabilium et religiosorum virorum dominorum abbatis et conventus monasterii S. Cornelii Indensis OSB Colon. dioc.) und Johann Collick, Fiskalprokurator der Kölner Kurie (Johanne Collick dicte curie procuratore fiscali), andererseits in eigener und amtlicher Sache. Heinrich von Linen brachte im Namen des Klosters K. vor, daß sein Klient auf Grund des Zugeständnisses von 7 Zehntsteuern an Erzbischof Friedrich III von Köln (reverendo in Christo patri et domino nostro domino Friderico dei gratia archiepiscopo Coloniensis) seitens des Kölner Klerus anschlagsgemäß 20 Mark Kölner Währung an Hermann von Goch, erzbischöflichen Siegelbewahrer und Steuereinnehmer (honorabili viro domino Hermanno de Goch sigill(ifer)o ... archiepiscopi et collectori decimarum) gezahlt habe. Trotzdem sei eine Aufforderung an den Abt ergangen, weitere 20 Mark für jede Zehntsteuer zu entrichten, zu denen das Kloster mindestens verpflichtet sei. Er beantragte Erlaß der vom Erzbischof neuerdings geforderten Steuern.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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