Errichtung eines Hauses mit Stallung (Erbbau) durch Simon auf der Burg auf einem Grundstück, das er als Erbgut ansah, während die Gemeinde behauptete, es seit vielen Jahren in Gebrauch gehabt zu haben. Die daraufhin von der Gemeinde erfolgte Schließung (Zuschließung mittels Schloß) des Weges zwischen Haus und Allmende (Gemeinde) wertete Burg als Versuch, ihn und die Seinen von dem Erbgut und der Gemeinde abzuschließen und mit Gewalt abzudrängen. Attentatsvorwurf - die Vorinstanz hatte die RKG-Appellation abgelehnt mit dem Hinweis, da sie zumeist bereits 3. Instanz sei, sei es nicht üblich, von dort weiter zu appellieren; Streit, was als Streitgegenstand zu gelten habe, wie hoch demnach der Streitwert sei und ob damit die Appellationssumme erreicht werde; Streit, wer zu RKG-Kommissaren bestellt werden solle.
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Errichtung eines Hauses mit Stallung (Erbbau) durch Simon auf der Burg auf einem Grundstück, das er als Erbgut ansah, während die Gemeinde behauptete, es seit vielen Jahren in Gebrauch gehabt zu haben. Die daraufhin von der Gemeinde erfolgte Schließung (Zuschließung mittels Schloß) des Weges zwischen Haus und Allmende (Gemeinde) wertete Burg als Versuch, ihn und die Seinen von dem Erbgut und der Gemeinde abzuschließen und mit Gewalt abzudrängen. Attentatsvorwurf - die Vorinstanz hatte die RKG-Appellation abgelehnt mit dem Hinweis, da sie zumeist bereits 3. Instanz sei, sei es nicht üblich, von dort weiter zu appellieren; Streit, was als Streitgegenstand zu gelten habe, wie hoch demnach der Streitwert sei und ob damit die Appellationssumme erreicht werde; Streit, wer zu RKG-Kommissaren bestellt werden solle.
AA 0627, 799 - B 2185/6452
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1534-1553 (1532-1550)
Enthaeltvermerke: Kläger: Simon auf der Burg (Burch, Borg, Borch) von Gressenich (Kr. Aachen), Einwohner des Münster-Ländchens (Kornelimünster), (Bekl.); 1537 seine Witwe Mettel und beider Sohn Heinrich; ab Okt. 1553 Christian von der Burg als Sohn und Erbe Beklagter: Jakob Ungleich und Konsorten: alle Einwohner und Pfarrleute zu Gressenich, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Symon Engelhart 1533 - Dr. Ludwig Zeigeller - Dr. Hieronymus Hanser - Dr. Simeon Engelhart 1537 - Preunlin (1539) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Leonhard Hochmuler 1534-Dr. Christoffer Hoeß - Dr. Iheronymus Lercherfelder - Dr. Symon Engelhart - Dr. Adam Werner - Dr. Anastasius Greuneisen 1539 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Unterschultheiß Johann von Weyenhoeven und inwendige Mannen von Lehen des Hofes zu Kornelimünster 1532-1533 - 2. Oberschultheiß und Kammerrichter und auswendige Rittermannen und Mannen von Lehen des Abtes von Kornelimünster 1533-1534 - 3. RKG 1534-1553 (1532-1550) Beweismittel: Acta priora (Q 3). Designatio expensarum (Q 25). Beschreibung: 2,5 cm, 73 Bl., lose; Q 1-25.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:11 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)