Die Ratsherren Bartholomäus Rehm und Georg Heberlin, der Stadtwerkmann Michael Kümmerlin, Michael Müller auf dem Eisenhammer [abgegangen, Bereich Blumenscheinweg], Johann Michel, Georg Müller der Jüngere und der Zimmermann Georg Bayer, alle Bürger zu Ulm und derzeit von Bürgermeister und Rat bestellte Wasserbaugeschworene der Stadt, entscheiden einen Streit zwischen den Pflegern Matthäus Krafft und Ludwig Widenmann und dem Hofmeister Leonhard Frey des Heiliggeistspitals [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] wegen der Spitalmühle [abgegangen, nicht lokalisierbar] auf der einen Seite sowie dem Ulmer Bürger Konrad Federmann wegen seines Gartens auf der anderen Seite. Nach Anhörung der Parteien und Einnahme des Augenscheins entscheiden die Geschworenen, dass Konrad Federmann, wenn er etwas an der Mauer seines Gartens bauen oder reparieren möchte, dies ausschließlich auf dem Grund und Boden tun soll, auf dem die Mauer derzeit steht. Vor der jetzigen Mauer darf er nichts bauen. Falls Konrad Federmann oder seine Nachkommen an der Mauer gegenüber dem Garten des Gabriel Rot mit ihrem Vorbau etwas bauen oder reparieren wollen, dürfen sie dabei nur einen Werkschuh von der jetzigen Mauer mit ihrem Vorbau und den Pfählen in das Wasser fahren.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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