Graf Karl zu Hohenzollern und Sigmaringen, Herr zu Haigerloch etc. und Erbkämmerer, Graf Ulrich von Montfort und Rothenfels, Herr zu Tettnang etc., Graf Ulrich von Helfenstein Frh. zu Gundelfingen und Jörg von Frundsberg Frh. zu Mindelheim etc. als verordnete Kuratoren und Vormünder der jungen Grafen von Königsegg zu Aulendorf bezeugen und beurkunden, dass sie gegen Katharina Rauch zu Unterrauhen (zum vndern Rauhen), die eheliche Tochter des Hans Rauch und der Agatha Scherrer daselbst, von Leibeigenschafts wegen keine Ansprüche oder Forderungen mehr haben, nachdem dieselbe ihnen zugunsten genannter Mündel 15 fl rh Manumissionsgebühr entrichtet hat. Also sprechen die Aussteller namens ihrer Pupillen genannte Katharina von der bisherigen Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und allem, was daran an Pflichten, Lasten und Beschränkungen hängt, los und erlauben ihr, mit ihren Kindern neue Eigenschaft, Bürgerrecht oder Schutz und Schirm anzunehmen, wie und wo sie will, unbehindert durch die Aussteller, die auch namens ihrer Schutzbefohlenen und ihrer aller Erben auf deren bisheriges Eigentum und die daraus abgeleiteten Rechte ausdrücklich verzichten.
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Graf Karl zu Hohenzollern und Sigmaringen, Herr zu Haigerloch etc. und Erbkämmerer, Graf Ulrich von Montfort und Rothenfels, Herr zu Tettnang etc., Graf Ulrich von Helfenstein Frh. zu Gundelfingen und Jörg von Frundsberg Frh. zu Mindelheim etc. als verordnete Kuratoren und Vormünder der jungen Grafen von Königsegg zu Aulendorf bezeugen und beurkunden, dass sie gegen Katharina Rauch zu Unterrauhen (zum vndern Rauhen), die eheliche Tochter des Hans Rauch und der Agatha Scherrer daselbst, von Leibeigenschafts wegen keine Ansprüche oder Forderungen mehr haben, nachdem dieselbe ihnen zugunsten genannter Mündel 15 fl rh Manumissionsgebühr entrichtet hat. Also sprechen die Aussteller namens ihrer Pupillen genannte Katharina von der bisherigen Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und allem, was daran an Pflichten, Lasten und Beschränkungen hängt, los und erlauben ihr, mit ihren Kindern neue Eigenschaft, Bürgerrecht oder Schutz und Schirm anzunehmen, wie und wo sie will, unbehindert durch die Aussteller, die auch namens ihrer Schutzbefohlenen und ihrer aller Erben auf deren bisheriges Eigentum und die daraus abgeleiteten Rechte ausdrücklich verzichten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3042
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1568 Februar 3
11,2 x 44,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Mäusefraß am rechten Rand, Textverlust
Aussteller: Vormundschaft von Königsegg
Empfänger: Katharina Rauch
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Aussteller: Vormundschaft von Königsegg
Empfänger: Katharina Rauch
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Helfenstein, Ulrich XI. von; Graf, Erbmarschall, 1524-1570
Montfort, Ulrich von; Graf
Rauch, Hans
Rauch, Katharina
Scherrer, Agatha
Gundelfingen : Münsingen RT
Haigerloch BL
Mindelheim MN
Rothenfels, Herrschaft
Tettnang FN
Unterrauhen, herzogliche Domäne : Zollenreute, Aulendorf RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:20 MEZ
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